Noch vor 20 Jahren verbrachten die Leute pro Tag durchschnittlich 33 Minuten am [Essens]Tisch im Kreise ihrer Lieben. Heute ist diese Zeitspanne auf 14 Minuten und 27 Sekunden geschrumpft. (John Naish – Genug)

Lassen Sie sich das mal auf der Zunge zergehen: Wir verbringen heute nur noch durchschnittlich 14 Minuten gemeinsam beim Essen mit den Menschen die uns am wichtigsten sind.

Doch zählen nicht die Stunden, die wir mit Familie und Freunden gemeinsam essen, mit zu den schönsten in unserem Leben? Essen zu teilen, miteinander zu reden, zu lachen. Sind nicht einige unserer schönsten Kindheitserinnerungen mit leckerem Essen verknüpft sitzend am Küchentisch mit lieben Menschen? Oder bei Freunden eingeladen zu sein und dort mitessen zu können?

Essen gehört nun mal zu unseren elementaren Lebensbedürfnissen. Essen hält Leib und Seele zusammen heißt es. Doch für mich ist noch ein weiterer Aspekt wichtig: eben das gemeinsame Essen. Und dazu gehört nicht nur die reine “Nahrungsaufnahme” sondern auch das gesellige Beisammensein.

Oder ist es wirklich so erstrebenswert abends allein in einem Lokal zu sitzen und zu essen, wohingegen im restlichen Lokal Menschen gemeinsam speisen? Oder in einer Familie jeder dann den Kühlschrank plündert, wann er grad Hunger hat und es keinen Zeitpunkt mehr gibt, an dem die Familie wirklich zusammenkommt?

Dass das alles mit unseren rigiden Zeitplänen nicht so einfach ist, ist auch klar. Doch wie ein früherer Mathelehrer immer gesagt hat: “Von einfach hat auch keiner was gesagt.”

Der Wille zur Veränderung zählt. Und das Argument mit “ich hab keine Zeit” ist ein klarer Hinweis auf die Prioritätensetzung. Denn in Wirklichkeit geht dieser Satz noch weiter und heißt komplett “ich habe keine Zeit DAFÜR” und noch anders übersetzt heißt das noch wirklicher: “ich will keine Zeit dafür haben, weil mir anderes wichtiger ist”.

Dass ich für diese Interpretation nicht unbedingt geliebt werde, ist mir auch klar. Doch seien wir mal ehrlich: Was geht auf einmal alles, wenn wir wissen, wir haben noch zwei Arbeitstage und dann geht’s in den Urlaub? Schon komisch, was wir in der kurzen Zeit alles gebacken kriegen, was vorher immer nicht zu schaffen war. Oder wenn die Lieblingsmannschaft Fußball spielt, werden plötzlich keine Überstunden gemacht wie sonst. Hm, was soll uns also diese Werbesendung sagen?

Wie wäre es denn mal, das mal zum Thema zu machen? In der Familie, in der Partnerschaft, im Freundeskreis? Wie lässt sich dieses wunderbare, verbindende, uns gut tuende Ritual des gemeinsamen Essens wieder aufleben lassen? Welche Abende sind z.B. dafür ab sofort heilig? Wie lässt sich das im Freundeskreis umsetzen? Vielleicht mit einem festen Abend im Monat? Ich bin mir sicher, dass es hunderte von Möglichkeiten gibt, die ohne viel Aufwand dazu beitragen, dass das gemeinsame Essen wieder zu einem regelmäßigen Bestandteil in unserem Leben werden kann.

Wir sind ein Teil der Gemeinschaft die wir dadurch immer wieder bestärken. Damit stärken wir uns, denn wir bestärken  die Verbindungen, derer wir in unserem Leben unbedingt bedürfen. Es ist eine Illusion, niemanden zu brauchen. Niemand ist eine Insel und umso wichtiger ist es für uns, Gemeinschaft in unserem Leben zu pflegen.

Und wenn’s dann auch noch gut schmeckt, um so besser :-) Wie halten Sie es in Ihrem Leben mit dem gemeinsamen Essen?

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„Jeder ist ein Haus mit vier Räumen – ein körperlicher, ein geistiger, ein emotionaler und ein spiritueller Raum. Die meisten von uns leben die ganze Zeit in einem Raum, aber wenn wir nicht jeden Tag in jeden Raum gehen, und sei es nur, um ihn zu lüften, bleiben wir unvollständige Menschen.”

Dieses indianische Sprichwort zitiert Rumer Godden in ihrer Biographie. Eine wunderschöne Metapher, die sehr zum Nachdenken anregt.

Lassen Sie uns doch dazu ein Bild malen: In vielen Leben nimmt die Arbeit sehr viel Raum ein. Wir betätigen uns viel mehr geistig als körperlich. Ein wenig Sport zum Ausgleich, falls Zeit dafür bleibt, doch häufig eben nicht. Der geistige Überhang verdrängt nicht nur körperliche Tätigkeiten sondern die stete Analyse verhindert zudem den Zugang zu unserem Fühlen. Wir sind zu sehr im Kopf und zu wenig im Herz. Und wer nun nicht in einer religiösen Tradition aufgewachsen ist und das Praktizieren dieser beibehalten hat oder für sich einen Zugang zu spirituellem Gedankengut gefunden hat, wird Spiritualität nicht unbedingt als Lebensbestandteil ansehen.

Wie sieht nun so ein Haus aus? Nach unseren obigen Gedanken hat es ein riesengroßes Büro, das nicht nur die untere Etage einnimmt, sondern auch den größten Teil des Obergeschosses, dort oben gibt es dann noch eine winzige Küche um uns zu versorgen, im kleinen Wohnzimmer steht ein klappriges Sofa und das Schlafzimmer ist grad mal so groß wie das Bett. Können Sie sich das vorstellen? Im Prinzip ist das fast so, als ob wir über unserer Firma, in der wir beschäftigt sind, ein Wohnklo mit Küche und Bett haben.

Natürlich verbringen wir im Alltag den größten Teil unserer Zeit, wenn wir Vollzeit beschäftigt sind, an unserem Arbeitsplatz. Doch wieso nehmen wir uns nicht öfter mal mittags die Zeit wirklich rauszugehen, uns ins Grüne zu setzen oder vielleicht sogar in eine in der Nähe liegende Kirche und schalten tatsächlich um von geistigem Dauerlauf auf die Verbindung mit etwas größerem als wir sind?

Oder gehen nach Arbeitsende noch zum Schwimmen oder in die Sauna? Nicht um dort auch wieder Höchstleistungen zu bringen, sondern um auf Körperwahrnehmung umzuschalten. Damit durchbrechen wir auch völlig unnötige und uns peinigende Dauerschleifen von Gedanken über nicht gut gelaufene Aktionen des Tages.

Je öfter wir diese kurzen Umschaltungen vornehmen, also zumindest in jeden Raum gehen um dort zu lüften, wie es in den Zeilen oben heißt, umso mehr trägt uns dieser Ausgleich in allen Bereichen unseres Lebens. Wir nehmen uns immer mehr wirklich wahr, auch im Arbeitsleben. Spüren viel früher, wenn wir angespannt sind, können gegensteuern und damit Stressfaktoren reduzieren. Die Gespräche die wir führen, wenn wir immer mehr alle Räume in uns bewohnen, werden weitaus wahrhaftiger und intensiver, da wir da sein können, mitfühlen können und wollen.

Zeichnen Sie doch mal spontan das Haus mit den vier Räumen, wie es Ihrem momentanen Leben entspricht.

Wie groß sind die einzelnen Räume? Wie gefällt Ihnen Ihr Bild? Wenn Sie gern “umbauen” möchten, was für Ideen haben Sie für ein Neugestaltung? Was für Gegenstände können Sie z. B. im geistigen Büro unterbringen, die Sie an Ihre anderen Räume erinnern und animiert auch in diesen zu wohnen? Und wie können Sie Räume, die viel zu klein sind vergrößern? Auf welches Mobiliar können Sie dafür in anderen, sehr großen Räumen verzichten und dadurch verkleinern?

Über alle Ideen dazu freu ich mich sehr! Schreiben Sie mir doch was Ihnen einfällt, denn auch ich bin für jeden hilfreichen Gedanken dankbar, der es leichter macht, nicht nur in den Räumen die wir sind, zu lüften, sondern auch wirklich zu leben.

Denn außer Frage steht, dass ein Leben, in dem wir alle Räume wirklich bewohnen, von Gelassenheit und innerer Ruhe getragen wird.

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Ist Ihnen das auch schon einmal passiert?

Sie finden, unter den ganzen immer wieder herum liegenden Papieren, einen Gutschein für einen Kinofilm den Sie sich eigentlich unbedingt ansehen wollten. Doch beim Blick auf das Datum sehen Sie enttäuscht, dass die Frist bereits vor 4 Wochen abgelaufen ist. Die Freude über den Fund des Gutscheins wandelt sich in Enttäuschung und die leise Selbstanklage, wie unachtsam man doch wieder mal war.

Sie nehmen sich fest vor, beim nächsten Gutschein besser aufzupassen und ihn keineswegs verfallen zu lassen. 14 Tage später, beim nächsten Durchsuchen Ihrer Sachen, fällt Ihnen ein Restaurantgutschein in die Hände (dort wollten Sie wirklich gern mal zum Essen hingehen), der – leider – ebenfalls bereits letzte Woche abgelaufen ist…

Wieso passiert uns dass immer wieder? Die Marketingprofessorinnen Suzanne B. Shu und Ayelte Gneezy haben in einer Studie dazu interessante Erkenntnisse gewonnen (Quelle: Psychologie heute August 2010) und zeigen darin auf, dass Aufschieben uns Vergnügen kosten kann. Dass wir Unangenehmes aufschieben ist nun nichts neues, doch dass wir auch Positives aufschieben (und dadurch versäumen können) eröffnet einen weiteren wichtigen Blickwinkel.

Der signifikante Unterschied der sich aus der Studie ergab, ob Gutscheine eingelöst wurden oder verfielen, hängt mit der Frist zusammen, die uns bleibt um unser Vergnügen wahrzumachen. Je weiter das Ablaufdatum in der Zukunft lag umso häufiger verfiel der Gutschein. Je kürzer die Frist war umso eher wurde der Gutschein eingelöst.

Das gibt uns einen klaren Hinweis darauf, dass wir oft völlig überschätzen, wie viel Zeit wir noch haben. Denn wir denken, wenn der Gutschein erst in 3 Monaten abläuft, können wir das ja auch noch später machen. Wir warten auf den idealen Zeitpunkt. Doch der kommt bekanntlich selten.

Diese Erkenntnis lässt sich durchaus auf andere Bereiche des Lebens übertragen. Wie oft verschieben wir Pläne, wie Reisen die wir gern machen möchten, Besuche bei Freunden, die wir schon lang nicht mehr gesehen haben, das Buch endlich zu lesen, auf das wir uns schon lange freuen, mit den Kindern ein Picknick zu machen, ein Wochenende mal nur zu zweit zu verbringen, diese hochinteressante Weiterbildung zu besuchen….

Wir denken immer, dafür haben wir doch noch soviel Zeit. Doch so kann man ein ganzes Leben verbringen. Um am Ende festzustellen, dass man zwar viel schönes vor hatte, doch irgendwie ist die Zeit inzwischen dafür abgelaufen.

Was raten nun die Studienleiterinnen? Sie empfehlen uns, Gutscheine möglichst sofort einzulösen und nicht damit zu warten. Oder als weiteren Trick, sich selbst einen Termin dafür zu setzen als quasi idealen Zeitpunkt.

Man könnte daraus nun den Schluss ziehen, dass wir uns einem hedonistischen Lebensstils hingeben sollen. Alles nur noch auf Vergnügen ausrichten. Doch dem ist mitnichten so.

Meine ganz persönliche Quintessenz aus dieser Studie ist der klare Hinweis auf unsere so wichtige Achtsamkeit und das Bewusstsein der verstreichenden Zeit. Wir wissen nicht, wie viel Zeit wir noch haben für dieses oder jenes. Und uns sollte wirklich klar werden, dass wir nur eine begrenzte Anzahl von möglichen Erlebnissen, Aktivitäten, Menschen, Gesprächen u. ä. sinnvoll in unser Leben hinein packen können.

Und ob wir nun etwas aus dem reichhaltigen Angebot an Möglichkeiten umsetzen hängt mit unserer Fähigkeit der Auswahl und Entscheidung zusammen. Zu viel schönes was man machen könnte, lähmt einen schon aufgrund der unglaublichen Vielzahl an Optionen. Und wer sich nicht entscheiden kann, macht dann oft gar nichts. Glücklich fühlt sich jemand mit dieser “Nicht-Entscheidung” selten und die Zeit ist trotzdem verstrichen. Wir verhungern innerlich damit wie Buridans Esel zwischen seinen Heuhaufen.

Interessant ist das ganze schon irgendwie. Denn dadurch dass wir uns gegen keine der Alternativen entscheiden wollen, die uns zur Verfügung stehen, entscheiden wir uns auch für keine der Möglichkeiten. Die Furcht vor Verlust durch eine Ent-Scheidung ist anscheinend größer wie das gedachte Vergnügen, das uns eine gewählte Aktivität zu geben vermag.

Oder ein weiterer Gedankenansatz ist auch verbreitet: Wenn ich mir das Schöne jetzt schon gönne, dann ist es ja vorbei. Das führt manches mal dazu, dass wir uns besondere Leckerbissen so lange aufheben, bis sie verdorben sind. Und das macht nun wirklich soviel Sinn wie ein selbstgebohrtes Loch im Knie, um das mal etwas drastisch auszudrücken.

Die Frage die sich dadurch aufdrängt: Was lassen Sie “verderben” durch unachtsames Aufschieben?

Die Zeit vergeht nämlich so oder so. Und ist es daher nicht höchste Eisenbahn mal wieder einen genaueren Blick auf unser tägliches Leben zu werfen, durch die Brille der Achtsamkeit? Welche kleinen Freuden können Sie sich diese Woche gönnen? Wem können Sie diese Woche eine kleine Freude machen? (Die auf Sie zurückstrahlen wird, denn anderen Freude zu machen, altruistisch zu sein tut uns nämlich besonders gut.) Es geht dabei nicht um die großen Würfe, sondern um die Kleinigkeiten, das Eintauchen in den Moment, die aneinandergereiht unser Leben ergeben.

Lassen Sie uns teilhaben an Ihren Gedanken dazu. Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

Uhren_by_zenov_pixelio.deDer Dezember und damit Weihnachten rücken unaufhaltsam näher. Fast ist schon das Herangaloppieren der Rentiere zu hören. Und wenn der Weihnachtsmann grad so eine Phase hätte wie wir, dann würde er möglicherweise mit einem hochroten Kopf stehend auf dem Schlitten stehen, seine Peitsche knallen lassen und einen vollkommen gehetzten und erschöpften Eindruck machen. Und wieso das alles…? Na, damit er die 100.000 Päckchen, die er da auf seinem Schlitten liegen hat, auch ja rechtzeitig unter die richtigen Bäumen, passenden Socken oder wahlweise Kamine stopfen kann.

Bildquelle: @zenov / pixelio.de

Die ganze Arbeit hat er sowieso nur wegen uns, weil die meisten unserer Spezies im Dezember zu Geschenkmonstern werden. Je weiter der 24.12. heranrückt um so verrückter wird der Drang und die gefühlte Verpflichtung all unseren Lieben (und vielleicht auch nicht so Lieben, doch das liebe Pflichtgefühl….) ein Päckchen unter den Baum legen zu können. Und wieviele von uns schwören sich regelmäßig am 25. Dezember, ‘nächstes Jahr mach ich den Zirkus nicht mehr mit’ um dann mit täglich-grüßt-das-Murmeltier-Gefühl im nächsten Jahr das gleiche wieder zu erleben.

Was ließe sich denn da anders machen?

Was wäre denn, wenn Sie kein Geld für Weihnachtsgeschenke aufwenden dürften? Und die Geschenke auf jeden Fall mit Ihnen zu tun haben sollten? Was ist das kostbarste, was wir Menschen anderen Menschen, die uns am Herzen liegen, schenken können?

Vielleicht wissen Sie schon, worauf ich hinaus will. Wie wäre es mit der Kostbarkeit Zeit?

Wie…Zeit….? werden vielleicht manche innerlich denken. Ich komm ja so schon kaum rundum, und dann soll ich noch Zeit schenken…?!? Ja, genau. Das sollten wir. Vor allem dann, wenn wir viel zu oft keine Zeit haben.

Wie im letzten Artikel schon angeklungen ist, sind wir in unserer eigenen Zeit oft gar nicht daheim. Wir sind zuwenig wirklich anwesend in unserem Leben und damit in unserer Zeit. Noch weniger sind wir meist in den Leben unserer Lieben anwesend. Und damit meine ich wirklich anwesend, präsent, wirklich da. Doch das, was das Leben wirklich ausmacht, sind die Momente, die wir wahrhaft spüren. In denen wir uns in uns zu Hause fühlen, die Menschen um uns wahrhaft spüren und damit auch wieder die Nähe erlebbar wird, die für uns so wichtig ist.

Um jetzt den Bogen zu den Geschenken zu spannen: Wem könnten Sie in welcher Form Zeit schenken? Wenn Ihre Eltern noch leben, wann haben Sie das letzte Mal wirklich mit Ihren Eltern Zeit verbracht? Was würden Sie gern mal wieder mit Ihnen machen? Halten Sie Ihre Gedanken dazu fest.

Vor allem, wenn Ihre Eltern nicht mehr die Jüngsten sind, wird die Zeit mit Ihnen umso kostbarer. Meine Mama wird dieses Jahr an Sylvester 75. Das ist ein Dreivierteljahrhundert. Ein bereits langes gelebtes Leben. Wissen Sie denn, was Ihre Eltern für Träume hatten, als sie jung waren? Was hat sich davon verwirklicht und was nicht? Was sind die wichtigsten Dinge die sie in ihrem bisherigen Dasein gelernt haben? Welche Lektionen waren ihnen wertvoll?

Nehmen Sie sich Zeit und fragen Sie danach. Diese Antworten werden Ihnen mit Sicherheit neue Facetten zeigen und Ihnen persönlich wertvolle Anregungen für Ihr inneres Gedeihen geben können. Schenken Sie Zeit für solche Gespräche.

Oder mit Ihrer Partnerin/Ihrem Partner. Klar ist, dass zwischen tausend Verpflichtungen, Kindern, und anderen Obliegenheiten die Zeit für die Zweisamkeit oft zu kurz kommt. Doch lassen Sie mal das Jahr Revue passieren. Für was sind Sie Ihrer Liebsten/Ihrem Liebsten von Herzen dankbar? Was würde ohne sie/ihn nicht funktionieren, überhaupt nicht rund laufen, komplett schief gehen? Was sind die kleinen großen Dinge die Sie immer wieder, wie fast selbstverständlich, geschenkt bekommen? Wissen Sie wirklich, was in Ihren Liebsten gerade vorgeht? Welche Träume vielleicht grad begraben worden sind oder neu aufblühen? Was für Ängste und welche Freuden es gerade gibt?

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass wir unsere technischen Spielereien wie Handys, Palms usw. täglich synchronisieren um wieder einen einheitlichen Stand zu haben? Und was ist mit der Synchronisation in unseren Partnerschaften? Wie oft nehmen wir uns die Zeit dafür, wahrhaft nachzufragen und zuzuhören? Wie oft synchronisieren wir uns hier miteinander? Wie wäre es mit einem geschenkten Ritual dazu? Eine Zeittorte, die zu Weihnachten begonnen und dann in vielen kleinen Stücken während des ganzen nächsten Jahres genüsslich verspeist wird?

Diese Liste lässt sich natürlich noch fortsetzen. Denken Sie an Ihren engsten Freundeskreis. Wie wäre es mit einem kleinen gemeinsamen Fest? In meinem Freundeskreis gibt es die schöne Tradition sich am 26.12. bei einem Paar aus unserer Runde abends daheim zu treffen und gemeinsam zu essen. Und mit meiner ältesten Freundin treffe ich mich am 24.12. bevor wir beide zu unseren Familien gehen. Das ist eine uns lieb gewordene Tradition. Es ist meist nur ein Stündchen, doch für uns ein Moment des Innehaltens, der Freude über eine Kleinigkeit und vertrautes Zusammensein.

Und wie steht es mit Ihnen selbst? Wann haben Sie sich selbst das letzte Mal Zeit geschenkt? Vielleicht für eine entspannende Massage, ein gutes Buch, ein Saunabesuch, ein Bummel durch die Stadt, ein Stündchen im Cafe um in aller Ruhe Zeitung zu lesen und und und…. Auch das sind Geschenke, die eher mit Zeit als mit Geld zu begleichen sind.

Doch der Lohn ist eine Verlangsamung unseres Lebens, eine wahrhaft sinnliche Erfahrung, wenn wir uns wieder im Hier und Jetzt verorten und ein ruhiger werdendes Inneres. Sie brauchen die Kraft die Sie aus Ihrer Zeit schöpfen. Und Sie werden aus der Zeit Kraft schöpfen, die Sie sich selbst zugestehen und schenken. Niemand sonst kann das für Sie tun.

Wie wäre es also, wenn Sie dieses Jahr zumindest einen Teil der Geschenke, in Zeit ummünzen? Machen Sie sich doch mal Gedanken über eine solche Liste. Wem würden Sie denn gern Zeit schenken? Und was würden Sie in dieser Zeit gern machen?

Wie sehr wünsche ich Ihnen die Freude, die aus diesen Geschenken erwachsen wird. Sie wird länger anhalten als jede mit Geld zu bezahlende Kostbarkeit.

Uhr by_Kurt-F-Domnik_pixelioWunderliches Wort, die Zeit vertreiben,
sie zu halten wäre das Problem…
(Rilke)

Bildquelle: @Kurt F. Domnik / pixelio.de

Heute möchte ich gern ein paar Gedanken mit Ihnen teilen, die nicht unbedingt eine praktische Umsetzung beinhalten. Doch das Thema begleitet mich seit den letzten Wochen und Monaten fast jeden Tag. Vielleicht kommt Ihnen daraus manches bekannt vor, vielleicht erleben Sie manches davon selbst in Ihren Tagen, vielleicht können Sie mit manchem daraus etwas anfangen, vielleicht hilft es Ihnen aus ähnlichen Dilemmata neue Gedanken zu fassen.

Unsere Zeit…

Von unserem Kuchen der Zeit beanspruchen viele Menschen ein Stück. Sie wird genommen, gefordert, erfleht, erbettelt. Was bleibt sind oft nur Krümel. Kein Stück mehr im Ganzen. Fragmente zurückgelassen nach dem Sturm auf’s Buffet. Und da sitzen wir nun, kratzen die Reste zusammen und versuchen davon satt zu werden.

Unsere innere Uhr tickt viel langsamer als der unerbittliche Zeiger im außen. Die Zeit beherrschen bedeutet auch, diese beiden Welten in Einklang zu bringen. Was es erfordert, Wege zu finden, um den Tag zu verlangsamen. Jede Minute die verstreicht, ist unwiederbringlich vorbei. Jeder Herzschlag bringt uns dem Ende ein Stück näher.

Diese Gedanken machen die Zeit zu einem Ungeheuer, das sich durch unser Leben frisst. Als Stellvertreterin schickt sie Termine, Besprechungen, Telefonate, zu erledigende Projekte. Sie ist gut im Delegieren, da könnten wir noch viel lernen.

Doch gibt es nicht auch Momente, in denen die Zeit still zu stehen scheint? Oft nur kurze Augenblicke, die uns den Reichtum der Ruhe schenken. Inseln im Alltag.

Das Paradox der Zeit ist in der Distanz begründet. Je weiter wir uns von ihr entfernen, umso schneller fließt sie durch uns hindurch. Je näher wir  ihr sind, umso langsamer und gemächlicher lässt sie unser Erleben erscheinen.

Wo passiert Zeit dann genau? Spürbar wird sie in flirrenden Gedanken, die sich wie wilde Affen von Baum zu Baum schwingen, wenn der äußere und innere Druck zunimmt.

Eine geschenkte Stunde hingegen manifestiert sich in einem Lächeln, einem tiefen Atemzug, einer wohligen Entspannung im gesamten Körper. Die Zeit festzuhalten gelingt oft in schreibenden Bildern. Erinnerungen, die durch wenige Worte wieder auferstehen. Ein Regen aus Momentaufnahmen, die uns hineinfallen lassen in ein früheres Ich.

Und die Zeit die noch kommt? Wie können wir ihr schon heute ein gutes Zuhause schaffen? In dem wir unser Erleben wieder auf den Moment ausrichten. Das Jetzt in uns orten und immer wieder zu diesen Koordinaten zurückkehren, wenn wir vom Kurs abgewichen sind und uns im Strudel der Zeiten anderer verheddert haben.

Denn nicht die Zeit verbraucht uns, sondern wir verbrauchen die Zeit. Das ist ein wesentlicher Unterschied. Stopfen wir sie wie Junkfood in uns hinein ohne wahrzunehmen, was sie da in uns macht oder zelebrieren wir ein Mahl mit Kerzen und Wein?

Wahres Genießen lässt einen Moment zu einer kostbaren Ewigkeit werden. Das Leben bis zur Neige kosten und die Zeit ist unser, wenn wir wahrlich anwesend sind in unserem Sein.

Na, das ist doch mal eine Blogparade von Jochen Mai nach meinem Geschmack :-) Endlich mal was über Bücher und Lesen schreiben dürfen… Alle, die mich kennen, verdrehen jetzt wahrscheinlich schon die Augen, weil Sie meine Sprüche “du, das Buch musst du unbedingt lesen” oder “hey, ich bin ganz begeistert von dem neuen Buch von…” usw. usw. usw. kennen.

Ja, ich gebe es ja zu. Kein Tag vergeht an dem ich nicht lese. Meist lese ich 5-7 Bücher parallel und ich liebe es einfach zu lesen. Bücher sind meine Welt und wenn es sie nicht gäbe, dann würde ich sie erfinden.

Hier eine Auswahl aus meinem Lesefutter, das ich uneingeschränkt empfehlen kann:

  • Kategorie Älter werden

Lieber alt und gesund – David Snowdon

In diesem Buch schreibt Dr. Snowdon über seine Langzeitstudie zu Alzheimer. Er hat durch Nonnen des Ordens Schulschwestern von Notre Dame Einblicke bekommen, die anderen Forschern bis dato verwehrt waren.

Das Buch ist keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern es handelt von liebenswerten Menschen, die ihr Leben in den Dienst der Wissensweitergabe gestellt haben. Faszinierend zu lesen und ein Appell an jeden einzelnen.

  • Kategorie Belletristik

Die Frau des Zeitreisenden – Audrey Niffenegger

In diesem Buch geht es um die Geschichte von Claire und Henry. Henry kann durch die Zeit reisen. Allerdings hat das ganze einen Haken, den er kann weder bestimmen, in welcher Zeit er landen wird noch wann er durch die Zeit reisen möchte.

Während seiner Reisen begegnet er Claire. Als junges Mädchen, als Frau immer wieder in einer anderen Zeit treffen sie aufeinander. Wie sich daraus eine zauberhafte Liebesgeschichte entwickelt mit bittersüßen Anklängen ist eine gelungene Erzählung in die uns die Autorin hier mitnimmt.

  • Kategorie Finanzen

Das große Unvermögen – Warum wir beim Reichwerden immer wiederscheitern – Marc Brost und Marcus Rohwetter

Die beiden Autoren richten ein gnadenloses Licht auf fehlendes Wissen, dass fast jeder von uns hat. Oder können Sie mit Sicherheit sagen, dass Sie all die Finanzprodukte die es zu kaufen gibt, vollkommen verstehen, wie tatsächlich Lebensversicherungen und Co. funktionieren, welche Auswirkungen auch nur geringe Schulden in jungen Jahren auf unser Alter haben?

In einer oft sehr plakativen und provokanten Sprache werden fehlende Hintergründe beleuchtet und klare Worte darüber gesprochen, dass es einen finanziellen Analphabetismus in Deutschland gibt. Die beiden Autoren wollen aufrütteln und aufzeigen, was jedem einzelnen von uns blühen kann, wenn er sich nicht intensiv mit seiner ganz persönlichen finanziellen Situation beschäftigt.

  • Kategorie Frauen

Die Sehnsucht der starken Frau nach dem starken Mann – Maja Storch

Um es gleich vorwegzunehmen, auch wenn das Buch sich verständlicherweise hauptsächlich an Leserinnen richtet, bietet es für Männer eine Fülle an Informationen die zum Verständnis über die oftmals seltsamen Reaktionen ihrer Partnerinnen Aufschluss geben können.

Und damit sind wir auch schon mitten im Thema. Wir starken Frauen, die wir in unserem Job unseren “Mann” stehen und auch sonst mit allem was das Leben so bietet, meistens gut klarkommen, haben doch häufiger als gedacht, beim Thema Beziehung irgendwie das falsche Drehbuch…

Wenn Ihnen als Frau das auch nur im Entferntesten bekannt vorkommen mag, dem bietet Maja Storch mit ihrem Buch die Möglichkeit diese Muster zu verstehen und Wege aus dem Durcheinander zu finden.

  • Kategorie Führung

Führen aus der Mitte – Barbara Fromm

In diesem Buch finden sich viele Anregungen die eigene Führungsrolle zu überdenken.

Führen aus der Mitte heißt zuerst aus “der eigenen Mitte”. Und diese sollte man kennen, finden und nutzen.

Gehen Sie mit diesem Buch auf die Reise und nehmen Sie die Anregungen als Inspiration mit in ihre tägliche Arbeit.

  • Kategorie Gehirnforschung

Wie der Bauch dem Kopf beim Denken hilft – Bas Kast

Der Kopf ist schon eine wunderbare Sache, doch er ist nicht immer der beste Ratgeber. Die Erfahrung werden Sie auch schon gemacht haben, dass Ihr Bauchgefühl ein wichtiger Gradmesser ist. Bas Kast geht diesem Phänomen auf der ganzen Welt nach und hat in seinem Buch eine Vielzahl von wissenschaftlichen Erkenntnissen zusammengetragen.

  • Kategorie Gesundheit

Bevor der Job uns krank macht – Hans-Peter Unger und Carola Kleinschmidt

Der Titel bringt es wunderbar auf den Punkt: BEVOR uns der Job krankmacht gilt es zu handeln. Ich denke, jeder von uns kennt diese Tage, an denen man sich nach gefühlten 15 Stunden Arbeit nach Hause schleppt, völlig am Ende ist und sich nur fragt, ob das ewig so weitergeht.

Mir gefällt an diesem Buch, dass es sich als Präventionsbuch versteht und Aufklärungsarbeit betreibt. Welche Stufen gibt es in der Erschöpfungsspirale, wie kann ich für mich selbst etwas tun, um gegenzusteuern? Wie kann eine Depression aus einer Arbeitssituation heraus entstehen und was kann ich für meine seelische Gesundheit tun? Wie schaffen es andere aus dem Teufelskreis auszusteigen und wieder ein erfülltes und ausbalanciertes Leben zu führen?

Diese Fragen und mehr werden in dem Buch beantwortet.

  • Kategorie Hobby

Keltische Knoten für Schmuckstücke – Suzen Millodot

Wer, wie ich, den ganzen Tag mit dem Kopf arbeitet, tut gut daran, sich immer wieder einen Ausgleich zu suchen. Etwas unter den eigenen Händen entstehen lassen kann dazu sehr heilsam sein. In diesem Buch stellt die Autorin eine große Auswahl an keltischen Knoten vor und Schmuckstücke, die sich daraus fertigen lassen.

  • Kategorie Management

Re-Imagine – Tom Peters

Die Ideen von Tom Peters finde ich einfach nur klasse. In diesem Buch werden soviele verschiedene Gedankenansätze aufgegriffen, dass wirklich für jeden etwas dabei ist.

Und das Layout ist einmalig schön. Da hat sich jemand richtig viel Gedanken gemacht.

  • Kategorie Marketing

Das Leuchtturm-Prinzip – Stacey Hall und Jan Stringer

Der Orginialtitel “Attracting Perfect Customers. The Power of Strategic Synchronicity” bringt den Kerngedanken der beiden Autorinnen meines Erachtens nach viel besser zum Vorschein.

Verlassen Sie sich auf Ihre inneren Bilder, die bei den Visualisierungsübungen auftauchen und probieren Sie es selbst aus. Denn die Anziehungskraft der strategischen Synchronizität macht schnell einen Unterschied im eigenen Befinden und damit auch in der täglichen Arbeit.

  • Kategorie Partnerschaft

Die Liebe und wie sich Leidenschaft erklärt – Bas Kast

Lässt sich Leidenschaft erklären? Ist das nicht ein Herzensthema? Ja und Nein. Bas Kast nähert sich in seinem Buch diesem Thema über die wissenschaftliche Forschung an und bringt äußerst interessante Aspekte dabei mit. In seiner gewohnt unterhaltenden Art schreibt der Wissenschaftsjournalist über Liebe und was langjährige Studien dazu herausgefunden haben.

Das letzte Kapital widmet sich dann den sieben Liebesgeheimnissen und den Möglichkeiten die uns daraus entstehen um die gelebte Liebe in unseren Partnerschaften am Leben zu erhalten und sich daran erfreuen zu können.

  • Kategorie Persönlichkeitsentwicklung

Zu früh alt und zu spät weise? 30 unbequeme Wahrheiten, um aus dem Leben klug zu werden – Gordon Livingston

Dieses Buch hat es in sich. Der Autor Gordon Livingston versammelt darin 30 unbequeme Wahrheiten über das Leben. Und er nimmt dabei kein Blatt vor den Mund und bleibt doch immer ein wohlwollender Begleiter. Der Spiegel der einem darin vorgehalten wird, macht nicht immer Spaß.

Wieso man ihm diese Aussagen nicht übel nimmt, sondern im Gegenteil als Möglichkeit zur eigenen Weiterentwicklung annehmen kann, liegt mit Sicherheit zu einem großen Teil in der persönlichen Geschichte des Autors.

  • Kategorie Selbstmanagement

Wie ich die Dinge geregelt kriege – David Allen

Dieses Buch ist meine private “Bibel”, wenn es um die Organisation des ganz alltäglichen Wahnsinns geht.

Wer gern in Listen denkt oder dem zumindest nicht völlig ablehnend gegenüber steht, wird mit diesem Buch eine gute Chance haben, “Die Dinge tatsächlich geregelt zu kriegen”.

  • Kategorie Strategie

Der blaue Ozean als Strategie – W. Chan Kim und Renée Mauborgne

Die Autoren haben durch Analyse von vielen, vielen Unternehmen, ihren Unterschieden in Strategie und Erfolg eine Meta-Strategie entwickelt, die sie Blue Ocean Strategy nennen.

Ein blauer Ozean ist ein neuer Markt, den sich ein Unternehmen schaffen kann um damit Konkurrenz- und Preiskämpfen elegant aus dem Weg zu gehen.

Das wäre jetzt noch nicht wirklich was neues, doch die Art und Weise das eigene Business zu hinterfragen, in Alternativbranchen nach adaptierbaren Lösungen zu suchen und sich auf die Gemeinsamkeiten der Kunden zu konzentrieren und nicht auf ihre Unterschiede macht dieses Buch in meinen Augen sehr wertvoll.

  • Kategorie Tools

Geniale Momente – Mark Levy

Dieses Buch ist eines meiner Diamanten im Bücherschrank. Schon allein der Titel wirkt unglaublich anziehend. “Geniale Momente” wer hätte davon nicht gern mehr in seinem Leben. Kein Problem, sagt Autor Mark Levy und nimmt einen mit auf eine interessante Reise zu den eigenen persönlichen Aufzeichnungen.

Es geht um Schreiben. Und zwar nicht um Schreiben, wie Sie sprechen, sondern um Schreiben wie sie denken. Das ist ein Unterschied, der sich sofort bemerkbar macht.

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Es gibt natürlich noch einige Lese-Empfehlungen mehr. Wer Lust hat, kann gern im Lesefutter weiterstöbern. Dann bleibt mir nur noch, allen die wegfahren und allen die daheim bleiben, einen schönen Urlaub zu wünschen!

Gedanken zu Ostern

uhr.jpgOstern ist für mich persönlich mit dem Tod meines Vaters verbunden. Es werden nun bald zwei Jahre, dass er gestorben ist.

Meine Gedanken gehen jetzt in diesen Feiertagen nach innen, wieder aufmerksam werden für das Wesentliche im Leben. Nachdenken darüber ob ich selbst in einem guten Kontakt mit mir bin und damit auch mit den Menschen die mir am nächsten stehen.

Und wie auch letztes Jahr habe ich von einer lieben Freundin einen wunderbaren Text bekommen, den ich gern mit Ihnen teilen möchte. Vielleicht nehmen Sie sich einfach einen Moment Zeit und lassen ihn auf sich wirken.

Das Pardoxe der Zeit

Das paradoxe unserer Zeit ist, dass wir höhere Gebäude aber kleinere Gemüte haben, breitere Autobahnen aber engere Sichtweisen. Wir geben mehr aus aber haben weniger, wir kaufen mehr aber erfreuen uns weniger daran. Wir haben größere Häuser aber kleinere Familien, mehr Annehmlichkeiten aber weniger Zeit. Wir haben mehr Grade aber weniger Sinn und mehr Probleme, mehr Medizin aber weniger Wohlbefinden.

Wir trinken zu viel, rauchen zu viel, geben zu gedankenlos Geld aus, lachen zu wenig, fahren zu schnell, werden zu wütend, bleiben zu lange wach, stehen zu müde auf, lesen zu wenig, schauen zu viel fern, und beten zu selten.

Wir haben unsere Besitztümer vervielfacht, aber unsere Werte reduziert. Wir reden zu viel, lieben zu selten und hassen zu oft.

Wir haben gelernt uns durchs Leben zu schlagen aber nicht gelernt ein Leben zu haben.

Wir haben dem Leben Jahre hinzugegeben aber nicht den Jahren das Leben. Wir haben den ganzen Weg zum Mond zurückgelegt, aber Schwierigkeiten, die Straße zu überqueren um unseren Nachbarn kennen zu lernen.

Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht unser innerstes. Wir haben große Dinge getan, aber nicht bessere. Wir haben die Luft gereinigt, aber unsere Seele verschmutzt.

Wir haben das Atom in den Griff bekommen, aber nicht unsere Vorurteile. Wir schreiben mehr, aber lernen weniger. Wir planen mehr, aber erreichen weniger. Wir haben gelernt uns zu beeilen, aber nicht zu warten. Wir bauen immer mehr Computer, um immer mehr Informationen zu verwahren und so viele Kopien wie noch nie zu erstellen, aber wir kommunizieren immer weniger.

Das sind die Zeiten des schnellen Essens und der langsamen Verdauung, größerer Menschen und kleinerer Charakter, steilen Gewinnen und oberflächlichen Beziehungen. Es sind die Tage der zwei Einkommen aber mehr Scheidungen, schicken Häusern aber zerstörten Zufluchten.

Es sind die Tage von schnellen Ausflügen, Wegwerfwindeln und Wegwerfmoral, One Night Stands, übergewichtigen Körpern, und Pillen, die alles erledigen, vom aufheitern bis ruhigstellen, bis töten.

Es sind die Zeiten, in denen eine Menge im Schaufenster und nichts im Lager ist. Zeiten in denen Technologie diese Zeilen zu dir bringt und eine Zeit in der du entscheiden kannst sie entweder zu lesen oder schnell weiter zu springen.

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Denk daran, mehr Zeit mit deinen Lieben zu verbringen, weil diese nicht für immer da sein warden.

Denk daran, ein paar liebe Worte zu dem zu sagen, der bewundernd zu dir aufschaut, weil diese kleine Person bald erwachsen sein wird und deine Seite verlässt.

Denk daran, jemandem der dir nahe steht zu umarmen, weil das der einzige Schatz ist, den du mit deinem Herzen geben kannst und der keinen Cent kostet.

Denk daran “Ich liebe dich” zu deinem Partner und deinen Lieben zu sagen, aber es vor allem auch zu meinen. Ein Kuss und eine Umarmung wird Schmerz lindern, wenn es aus deinem tiefen Innern kommt.

Denk daran, Hände zu halten und den Moment zu genießen, eines Tages wird diese Person nicht mehr da sein.

Nimm dir Zeit zu lieben, zu sprechen und die wundervollen Gedanken zu teilen.

Und denk immer daran:
Das Leben wird nicht an den Atemzügen gemessen sondern an den Momenten in denen es dir den Atem raubt.

Georg Carlin

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Wer gern noch mehr lesen möchte: hier finden Sie den nachdenkenswerten Text vom letzten Jahr. Ich wünsche Ihnen ein wunderbares Osterfest. Zeit, die Sie mit Ihren Lieben verbringen können und Frieden im Herzen.

buroklammern.jpgGegen das Multitasking wird ja inzwischen allerorts gewettert. Es bringt uns dazu weniger leistungsfähig zu sein, mehr Fehler zu machen, den inneren Stress signifikant zu erhöhen usw.

Gut, das hab ich soweit verstanden. Über was ich mir allerdings schon länger Gedanken mache, ist, WIESO versuchen wir eigentlich alles gleichzeitig zu machen? Ist es wirklich der Grund, weil wir zuviel zu tun haben? Ist also die Menge an Arbeit ausschlaggebend für unseren ständigen Kampf mit zuviel Aufgaben auf einmal?

Multitasking tritt ja vor allem dann auf, wenn wir nicht konzentriert an einer Sache dranbleiben (wollen…). Und das mit dem Wollen hängt auch am Gefühl, das beim Abarbeiten damit verbunden ist. Dadurch kann’s durchaus schon mal sein, dass was anderes interessanter ist und schwups hüpfen wir gedanklich zur nächsten Blume … ähm Aufgabe.

Eine Studie vom Attention Lab des University College London bringt einen wichtigen Gedanken dazu mit ins Spiel. Und dabei fange ich gleich mal mit dem leicht provokativem Fazit der Studienleiterin Nilli Lavie an:

“Ergebnis: Je schwieriger die Wörter, umso weniger ließen die Probanden sich ablenken.

Das Fazit der Studienleiterin Nilli Lavie sollten ineffiziente Multitasker verinnerlichen: »Wenn man sich leicht ablenken lässt, sollte man die Aufgabe anspruchsvoller machen.«

Einen ausführlichen Artikel dazu finden Sie in der Zeit. Was bedeutet das nun für unser täglich Brot? Weniger werden die Aufgaben ja erst mal nicht werden, soviel ist sicher. Das ermüdende an der Fülle ist jedoch auch ihre Gleichförmigkeit, stupide Routine und Langeweile.

Denn wenn wir geistig nicht gefordert werden, bringt die Arbeit uns auch keine Energie. Und damit schließt sich der Kreis: Wer sich leicht ablenken lässt, sollte seine Aufgaben auf Anspruch überprüfen.

Dazu können folgende Fragen hilfreich sein:

  • Was würde denn passieren, wenn diese Aufgabe nicht erledigt würde? Sprich, ist sie wirklich in dieser Form sinnvoll und wichtig?
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  • Wenn Sie wirklich durchzuführen ist, dann ist die nächste Frage, ob sie sich nicht auf einem effizienteren Weg erledigen lässt. Sprich, welche Möglichkeiten gibt es sie auf andere Art schneller zu schaffen? Was kann ich weglassen?
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  • Ist diese Aufgaben überhaupt richtig bei Ihnen zugeordnet? Oder gehört sie möglicherweise in einen ganz anderen Bereich hinein bzw. andere Hierarchie?

Mit diesen Fragen können Sie Ihr tägliches Feld unter die Lupe nehmen und beginnen auszusondern. Denn meistens werden viele Abläufe einmal eingeführt und ewig durchgezogen.

Das ist die eine Seite der Medaille, alles was zu erledigen ist, mal wieder in Frage zu stellen um den Sinn dahinter zu prüfen. Die andere Seite ist die Geschichte mit dem Anspruch. Auf neudeutsch sagt man auch “Anreicherung“. Welche Möglichkeiten haben Sie um das was Sie gerade zu erledigen haben, anzureichern? Und damit auch mehr Konzentration zu erzeugen?

Wenn’s jetzt nicht gerade um heikle Themen geht, können Sie z. B.

  • Die Zeitkomponente mit hinein bringen. Nicht um noch mehr Druck zu erzeugen, sondern um Wege zu finden, diesen Job in einer bestimmten Zeit zu erledigen. Damit verlassen Sie auch das Perfektionsdenken und kommen eher zu einem “gut erledigt”-Denken.
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  • Eine weitere Methode ist zu überlegen, welche Aufgaben sich zusammenfassen lassen. Vielleicht auch mit einer anderen Struktur verknüpfen werden können. Lassen sich möglicherweise auch neue Tools wie Wikis oder ähnliches einsetzen.

Ein generell wichtiger Aspekt betrifft interne Abläufe, vor allem was den Informationsfluss betrifft. Die Aufgaben die zu erledigen sind, machen wir ja häufig für Kollegen oder den Chef. Und wenn wir den Sinn einer Aufgabe, die uns übertragen wurde, überhaupt nicht erkennen können, dann haben wir doch nicht wirklich Lust sie zu erledigen, oder?
Wie wäre es denn, wenn Sie bei solchen Punkten mal nachhaken und gemeinsam mit Kollege oder Chef überlegen, ob, zum einen die Aufgabe tatsächlich noch sinnvoll ist und zum anderen mit welchem Zweck sie überhaupt ihre Berechtigung hat.

Tatsache ist, dass wir zwar in einer Informationsflut ertrinken, jedoch das für uns relevante Wissen nicht bekommen. Und dann wird es auch für Mitarbeiter schwierig zu erkennen, wieso beispielsweise dieser Bericht denn nun wirklich sooo wichtig ist. Deshalb fragen Sie nach und lassen Sie sich Zusammenhänge erklären, wenn sie sich nicht von selbst zeigen.

Denn je mehr Sie über das “große Bildwissen, in das ihre Detailaufgabe eingebettet ist, umso eher werden Sie sich dafür auch interessieren. Und wer mehr Interesse hat, arbeitet automatisch konzentrierter. Das lässt sich nun mal nicht voneinander trennen.

Welche Möglichkeiten verwenden Sie um Ihre Aufgaben “anzureichern”? Ich bin sehr gespannt auf Ihre Anregungen.

stern-gebrochen.jpgDas Thema, wie man mit Tiefschlägen umgeht, ist nicht gerade bestsellerverdächtig. Gewiss, es gibt genügend Ratgeber die uns klar machen, dass Scheitern immer auch eine Chance ist. Das mag alles sein, doch mal ganz ehrlich, scheitern ist einfach erstmal scheitern und fühlt sich ziemlich besch… an, wenn Sie mir diesen Kraftausdruck verzeihen wollen.

Bildquelle: Klicker / pixelio

Wenn jemand scheitert, erlebt er das Paradox eines Endes und Anfangs zugleich. Nur dass das Ende eine unvorhergesehene Sackgasse darstellt und der Anfang keineswegs freiwillig sondern erzwungen ist. Und trotzalledem muss es ja irgendwie weitergehen, doch mit welchem Ziel und ohne Plan?

Scheitern ist zutiefst persönlich. Es trifft uns im wahrsten Sinne des Wortes mitten im Kern. Alles was bisher galt, ist außer Kraft gesetzt. Die Zukunft die einem vor Augen war, liegt zerschellt wie ein Spiegel auf dem Boden.

Im Scheitern begegnen wir unseren tiefsten Ängsten. Sind erstarrt in der Ohnmacht und Hilflosigkeit die sich breit macht. Alles Schönreden, wie “du wirst sehen, es ist das beste so” oder “jetzt kannst du nochmal neu anfangen” vielleicht noch mit einem nachgeschobenen “ist doch toll…” verstört viel mehr als es auch nur nützen würden. Denn was soll ich denn sehen oder beginnen, wenn meine Welt in Trümmern liegt?

Der erste Schritt um aus dem Chaos herauszukommen, besteht für mich in einem Annehmen der Situation. Es ist wie es ist und grad lässt sich auch nicht wirklich was daran ändern. Auch die damit verbundenen Gefühle anzunehmen, wie Trauer, Wut, Hilfslosigkeit, Angst und was sich in dem Cocktail noch so befindet ist ein wichtiger Akt. Denn sie wegzuschieben, macht sie nur noch größer als kleiner.

Und auch wenn ich in meinem vorherigen Beitrag über den Beschluss glücklich zu sein geschrieben habe, dürfen wir doch nicht vergessen, dass uns das Leben immer wieder Tiefschläge präsentieren wird. Ob wir das nun wollen oder nicht.

Der wichtige Unterschied besteht im Umgang mit diesen Situationen. Wir werden mit den schmerzlichsten Momenten in unserem Leben dann am ehesten klar kommen, wenn wir unsere Emotionen weder verniedlichen noch künstlich dramatisieren. Die Kunst besteht darin, sich dem wahren Gefühl anzunähern. Die Traurigkeit zuzulassen und auszuhalten, die Hilflosigkeit als Panik aufsteigen zu fühlen und nicht davon zu laufen.

Wenn Sie sich so immer wieder Stückchen für Stückchen sich selbst annähern und sich Zeit lassen, Ihr Scheitern anzunehmen, werden Sie letztendlich gestärkt daraus hervorgehen. Auch wenn das in den Momenten, in denen alles zerbrochen ist, unendlich weit weg erscheint.

Die Gewissheit Tiefschläge gemeistert zu haben, kann uns stärken. Es macht es nicht unbedingt einfacher oder das Gefühl wird deswegen nicht weniger unangenehm sein, doch wir wissen zumindestens aus unserer Erfahrung heraus, dass wir es überstehen werden. Dies stellt einen enorm wichtigen Lernprozess dar: Zu wissen, man schafft es aus eigener Kraft. Und das ist etwas das uns niemand nehmen kann. Darin steckt die wahre Chance des Scheitern. Lernen damit umzugehen und diese Fähigkeit in uns zu integrieren.

Wie gehen Sie mit dem Thema um? Ich freue mich sehr auf Ihre Antworten.

kalender.jpgWer im letzten Jahr schon mit dabei war, kennt das Ritual bereits:

Die große Lebens-Inventur

Und zwischen den Jahren, wie man so schön sagt, ist dafür eine gute Zeit. Sie finden hier die Anleitung dazu. Die Idee stammt von Vera F. Birkenbihl und ist für mich jedes Jahr wieder eine Bereicherung. Hier finden Sie den Beitrag dazu aus dem letzten Jahr.

Bildquelle: pixelio.de

Für wen diese Möglichkeit das Jahr zu beschließen, neu ist, dem kann ich nur empfehlen es einmal auszuprobieren. Nehmen Sie sich Zeit und Ruhe und lassen Sie mit Hilfe der Fragen das Jahr Revue passieren. Wertvolle Hinweise verbergen sich im Vergleich der jetzigen Ziele mit denen des vergangenen Jahres.

Was hat sich verändert, was ist gleich geblieben und wohin geht nun der Fokus?

Wer dieses Ritual seit einigen Jahren macht, wird interessante Strömungen feststellen. Manche Ziele haben sich wie von selbst erreichen lassen, manche haben sich direkt in Luft aufgelöst und manche sind unerreicht geblieben. Da es hier nicht um eine Abrechnung im Sinne einer Bilanz geht, sondern um ein Wahrnehmen dessen was IST, können Sie mit einem wohlwollenden Blick auf Ihr Jahr Veränderungen wie auch Stagnationen wichtige Erkenntnisse gewinnen.

Wenn Ihnen beispielsweise auffällt, dass Sie auch in diesem Jahr Ziel XY wieder nicht oder nur zu einem kleinen Teil erreicht haben, dann versuchen Sie doch einmal eine andere Reaktion darauf als sonst. In den meisten Fällen gefällt es uns nicht besonders, wenn wir etwas nicht erreicht haben, was wir uns vorgenommen haben und es macht sich schnell ein Gefühl des Versagens breit. Wie wäre es denn, wenn Sie sich dafür dankbar wären?

Hört sich verrückt an? Das stimmt. Doch probieren Sie es doch einmal aus. Dazu ein Beispiel, das sich als sehr aufschlussreich erwiesen hat:

Seit Jahren hadert jemand, den ich sehr gut kenne, mit ihrer Disziplinlosigkeit. Und damit meine ich z.B. die Tendenz, Dinge zwar anzufangen und dann nicht zu beenden oder Routinen schleifen zu lassen, häufig viel zu spät mit der Bearbeitung von Projekten anzufangen usw. Die Liste könnte noch eine ganze Weile fortgesetzet werden. Und daher ist dieses Thema meist auch bei der Jahresinventur dabei.

Dieses Jahr haben wir den Spieß einfach mal umgedreht und sie hat sich bei sich selbst für ihre Disziplinlosigkeit bedankt. Und das war das beste was sie machen konnte. Denn interessanterweise war ihr im nächsten Moment klar, dass sie dadurch ihre Freiheit und Eigenständigkeit bewahrt hat. Dieses Gefühl ist für sie sehr wichtig und elementar und es hat sich daher meistens durchgesetzt. Woher dieser tiefe Wunsch stammt lassen wir mal völlig außen vor. Denn es geht doch um HEUTE und Veränderungen die JETZT möglich sind.

Im Anschluss an diese Erkenntnis war klar, dass das Annehmen der Disziplinlosigkeit mit dem Wissen des Freiheitsschutzes, eine große Stärke ist und sie nun nicht mehr gegen sich selbst ankämpfen muss.

Denn eine Eigenschaft in uns zu überwinden suchen, heißt auch immer, sie nicht anzunehmen und ihre positive Absicht nicht wertzuschätzen. Und wir wissen doch, kein Mensch macht etwas umsonst.

Also machen Sie doch dieses Jahr eine Ausnahme und anstelle dessen, dass Sie sich für nicht erreichtes selbst schimpfen, sich als tendenzieller Looser fühlen, seien Sie sich dafür dankbar. Tauchen Sie in dieses Gefühl ein und lassen sich davon überraschen, was für Gedanken in Ihnen nach oben steigen.

Arbeiten Sie mit diesen Gedanken und betrachten Sie sie als Geschenk. Sie werden dadurch Ihren inneren Triebfedern und Werten näher kommen. Und wenn Sie diese klarer vor Augen haben und wissen, was das eigentliche Ziel dahinter ist, können Sie auch beginnen positive Veränderungen zu leben. Denn Sie werden niemals etwas gegen Ihr Innerstes durchsetzen. Machen Sie es dagegen zu Ihrem Verbündeten und seien Sie für Ihre innere Weisheit dankbar. Wenn Sie auch manches mal in einem seltsamen Gewand erscheinen mag.

Über Ihre Gedanken und Erfahrungen dazu freue ich mich und wünsche Ihnen viele wertvolle Erkenntnisse über sich selbst.

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