Dieser Artikel ist Teil der Serie Gewohnheiten ins Leben bringen.

Wir haben uns im

  • ersten Beitrag mit den verschiedenen Motivationsarten und Zielen von Gewohnheiten beschäftigt.
  • heute geht es um Lernkurven und wozu dieses Wissen darüber für uns nützlich ist.
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LernkurveWie bereits erwähnt, frage ich gern meine Workshop-Teilnehmer wie sie denn eine Lernkurve zeichnen würden. Bei vielen kommt etwas ähnliches wie in dieser Zeichnung heraus:

Wir bewegen uns jedoch nicht linear von wenig Kenntnissen bis hin zu vielen Kenntnissen im Verlauf der Zeit. Und bei manchen Themen überschneiden sich Wissen und Fähigkeiten, wie z.B. beim Sprachenlernen. Wie funktioniert das nun genau?

  • Wissenskurve

Eine reine Wissenskurve sieht (schematisch) z. B. so aus:

WissenskurveDas bedeutet sie verläuft exponentiell. Wenn Sie an den Beginn Ihrer beruflichen Karriere zurückdenken, wissen Sie bestimmt noch wie verwirrend anfangs diese unendliche Vielzahl an Fachbegriffen und Abläufen war. Doch je öfter man damit konfrontiert wird, umso verständlicher werden Fachtermini und wir begreifen immer mehr Zusammenhänge.

Und wenn Wissen nicht isoliertes Faktenwissen darstellt, dann werden Sie durch einen Wissenstransfer in der Lage sein ähnliche Situationen zu bewältigen. Sie werden z.B. mit jedem Wasserhahn auf Anhieb umgehen können, da Sie das Prinzip Wasserhahn verstanden haben.

Das bedeutet auch, wenn wir mehrere Wissensgebiete immer besser überschauen, fällt es uns umso leichter ins ganz neue Gefilde vorzustoßen. Was damit zudem die Ideeneentwicklung fördert, denn kreativ seinim Sinne von Kombinations- und Transferkönnenkann derjenige, der Wissen besitzt.

  • Fähigkeitenkurve

Gut, dann gibt es noch die Fähigkeitenkurve. Diese hat ein vollkommen anderes Aussehen:

FaehigkeitenkurveWas hier wie Plateaus aussieht, sind auch welche. Dieses Modell hat George Leonard in seinem Buch Der längere Atem vorgestellt. Er ist seines Zeichens Aikidomeister und Journalist. Was bedeuten nun die einzelnen Phasen im Diagramm? Das ist schnell erklärt:

  • Der steile Anstieg steht für die erste Motivation und Begeisterung die man oft hat, wenn man beginnt eine neue Fähigkeit zu üben. Sie können z.B. nach kurzer Zeit schon mal eine Tonleiter auf dem Klavier spielen.
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  • Der kurze Rücksetzer bildet den Übergang zu einem Plateau. Das ist die Phase in der sich scheinbar nichts mehr tut. Es ist nervig zu üben und die Freude ist auch nicht mehr das was sie einmal war. Tja, und genau hier scheiden sich die Meister von den anderen. Denn wer auf dem Plateau dran bleibt - trotz scheinbar keiner Verbesserung – wird
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  • den nächsten Anstieg erleben. Plötzlich klappt es richtig gut und ich spüre meinen Fortschritt. Das macht Freude und motiviert. Bis es zum nächsten Plateau kommt, auf dem sich dann wieder entscheidet, ob jemand aufgibt oder einfach weitermacht.

Als ich dieses Modell vor vielen Jahren das erste mal über Vera F. Birkenbihl kennengelernt habe, interessierte mich am meisten, was passiert eigentlich auf diesen Plateaus und was macht sie so unabdingbar? Die Antwort darauf fand ich äußerst einleuchtend und bringt einen völlig neuen Zugang zum scheinbar so nervigen Stehenbleiben.

Denn tatsächlich sind diese Plateaus für unser Gehirn elementar wichtig. Wie Sie sicherlich wissen, werden in unserem Kopf, wenn wir lernen, neue Synapsenverbindungen geschaltet. Und diese müssen dann auch regelmäßig aktiviert werden, damit sie quasi zu einer Datenautobahn ausgebaut werden. Dahinter verbirgt sich ein physiologischer Vorgang. Es muss etwas wachsen, sprich die Synapsenverbindung muss körperlich entstehen und das geht halt mal nicht von einer Sekunde auf die andere.

Wenn Sie also das nächste Mal das Gefühl haben, Mist, da tut sich ja gar nichts mehr, obwohl ich übe, dann stellen Sie sich die emsigen Baumeister in Ihrem Gehirn vor, die dabei sind, eine neue kunstvolle Architektur zu bauen und bleiben einfach dran. Sie werden durch den nächsten Könnens-Schub belohnt werden.

Was bedeutet das nun alles, wenn wir neue Gewohnheiten in unser Leben integrieren wollen?

Das wollen wir im nächsten Beitrag aus der Artikelserie, Gewohnheiten ins Leben  bringen, beleuchten.

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Teil 1

Wissen ist der Stoff aus dem die Zukunft ist

Aktion gegen ArmutDas ist mein Leitsatz schon seit vielen Jahren. Und als ich nun die ersten Meldungen zum 3. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung gelesen habe, ist mir ehrlich gesagt ganz schummrig geworden….

Bildquelle: vdk

Denn der Zusammenhang zwischen Armut und fehlender Bildung ist eklatant. Damit wird klar, dass nur durch Wissen eine lebbare Zukunft möglich ist. Und nur wer den Zugang, die Mittel und die Förderung dazu bekommt, wird aus einem armen Leben in eine gesicherte Zukunft gehen können. Hier ein paar Zahlen:

  • 13 Prozent der Bürger in Deutschland sind arm
  • in Großstädten wie Berlin ist mittlerweile jedes dritte Kind von “Hartz IV” abhängig
  • Als arm gilt nach einer Definition der Europäischen Union, wer als Alleinlebender weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verdient – das sind 781 Euro netto im Monat.
  • “Wenn es die Sozialtransfers wie Arbeitslosengeld II, Wohn- oder Kindergeld nicht gäbe, dann hätten wir statt 13 Prozent 26 Prozent Arme“, Zitat Scholz.
  • Armutsquote der 16- bis 24-Jährigen liegt bei 28,3 Prozent
  • Dauerrisikogruppen sind Alleinerziehende – jeder dritte Haushalt ist arm
  • die Armutsquote bei Familien mit Kindern liegt bei 19,2 Prozent

Ich persönlich finde diese Zahlen erschreckend. Die Schere zwischen bildungsnah (= Tendenz reich) und bildungsfern (= Tendenz arm) geht immer weiter auseinander. Und das heißt, dass vor allem Kinder die nur bei einem Elternteil aufwachsen massiv von Armut bedroht sind oder bereits darin leben.

Das bedeutet z.B. konkret, dass der Anteil der Kinder die in der ersten Klasse, mit kaum einem Heft, Stiften u.ä. ausgestattet in die Schule kommen, immer größer wird. Einfach aus dem Grund, weil kein Geld dafür da ist. Das Aggressionspotential dieser Kinder ist zudem um einiges höher, da die erlebte Hilflosigkeit sich oft dieses Ventil sucht.

Irgendwie hab ich manchmal das Gefühl, dass diese Kluft, die sich hier immer mehr vergrößert auch mit einem kleiner werdenden Sozialgefühl zu tun hat. Es scheint so zu sein, dass der Gemeinschaftsgedanke sich zurückzieht zu Gunsten des sich selbst der nächste zu sein.

Das Engagement im Ehrenamt ist seit Jahren rückläufig und hängt interessanterweise ebenfalls mit dem Bildungsstand zusammen. Der Prototyp des/der ehrenamtlich Tätigen ist mit meist Realschulabschluss oder höher, einer abgeschlossenen Ausbildung und dem regelmäßigen Arbeitsleben, ausgestattet.

Ebenfalls mit dem Bildungsgrad hängt die Länge des Lebens zusammen, wie in Studien festgestellt wurde. Was nun nicht heißen soll, wer mehr weiß, länger lebt. Nein, ein Schuh wird dann draus, wenn man sich klar vor Augen hält, was jemandem der mehr weiß als andere, für andere Möglichkeiten hat.

Ganz banal z.B. die richtigen Fragen zu stellen. Denn wenn ich keine Ahnung von einem Thema habe, hab ich auch keine Ahnung was ich fragen soll. Das wirkt sich natürlich vor allem in finanziellen Belangen aus.

Ein weiterer Aspekt ist die Fähigkeit des vernetzten und kreativen Denkens. Nur wenn ich zu verschiedensten Themen Wissen habe, kann ich Zusammenhänge herstellen und einen Wissenstransfer von einem Thema zum anderen bewerkstelligen.

Und kreatives Denken bedeutet in diesem Fall die Fähigkeit kreative Lösungen entwickeln zu können. Als Grundvoraussetzung brauche ich dafür einen Wissensfundus, einen Erfahrungsschatz aus dem ich schöpfen kann. Aus einem leeren Brunnen werd ich auch kein Wasser bekommen.

Selbstverständlich ist die Politik gefordert, ein grundlegendes Reformpaket in Sachen Bildung und Förderung auf den Weg zu bringen. Doch das wird auf jeden Fall dauern. Und es ist die Frage, ob wir uns das wirklich leisten können, noch lange zu warten und die Dinge hinzunehmen.

Was können wir tun? Wie wäre es denn, sich mit dem Gedanken zu befassen, sich ehrenamtlich zu engagieren? Sich nach Möglichkeiten umzusehen, wie Unterstützung geleistet werden kann. Ob man sich dazu einen kirchlichen Organisation anschließt oder caritativen Einrichtungen, in der Schule der Kinder engagiert oder ähnliches bleibt als Möglichkeit jedem selbst überlassen. Doch überlegen Sie doch einfach mal, was Sie geben könnten um Wissen zu vermitteln.

Wie wäre es mit

  • Unterstützung beim Ausfüllen von amtlichen Formularen
  • einer kostenlosen Beratungsstunde im Monat von Versicherungsberatern oder Leuten sich eben gut mit dieser Materie auskennen
  • klassische Nachhilfe zu geben
  • sich in der Schuldnerberatung zu engagieren, wenn das Ihr Fachgebiet ist
  • als Mentorin jemanden für einen gewissen Zeitraum zu begleiten, wenn Sie z. B. als Coach arbeiten (Ich persönlich habe das immer sehr gern “gegeben” denn es hat meiner Arbeit unabhängig von Entlohnung Sinn verliehen)
  • Informationen zu Gesundheitsthemen weiterzugeben z.B. schon für die Eltern von Kindergartenkindern, damit auch hier der Zugang zu alternativen Methoden möglich wird

Es gibt soviele Möglichkeiten Wissen weiterzugeben und zu vermitteln. Dazu muss man keineswegs LehrerIn sein. Sondern einfach nur den Wunsch haben, jemandem zu zeigen, wie er selbst seinen Brunnen – um das Bild von oben nochmals aufzugreifen – füllen kann.

Mir ist das Thema der Wissensweitergabe ein tiefes Bedürfnis und Anliegen. Und ich hoffe, ich kann Sie mit meinen Zeilen dazu ermuntern, auch selbst aktiv zu werden. Schreiben Sie mir doch Ihre Ideen in einen Kommentar und lassen uns davon profitieren.

word-2007-titel.jpgAus aktuellem Anlass gibt es neue ebooks von der WissensAgentur:

  • Word 2007 für Umsteiger
  • Excel 2007 für Umsteiger

Da ich selbst erst seit ein paar Wochen umgestiegen bin und die Angewohnheit habe, ziemlich viel zu dokumentieren :-) sind dabei diese Publikationen entstanden. Von den bisherigen Anwendern wurde sie als sehr positiv und nützlich aufgenommen.

Um was geht’s:

Sie arbeiten mit Word/Excel? Sie sind gerade auf das neue Word/Excel 2007 umgestiegen? Sie möchten einfach und schnell damit arbeiten können? In diesem ebook finden Sie alles was Sie dazu brauchen. Lernen Sie die neue Oberfläche von Word/Excel kennen und finden Sie sich dort in kürzester Zeit zurecht. Sie bekommen jeweils einen direkten Vergleich zwischen den beiden Versionen 2003 und 2007. Darüber hinaus unterstützt Sie ein ausführlicher Index bei der zielgerichteten Suche einzelner Befehle.

Eine Vorschau für Excel finden Sie hier und für Word hier. Falls Ihr Interesse geweckt ist, können Sie die beiden ebooks hier günstig downloaden.

Frauen leben länger – aber wovon….?

geldscheine.jpgDiese Zeile ist inzwischen schon zu einem geflügelten Wort geworden. Doch es kümmern sich (leider) immer noch die wenigsten Frauen wirklich um Ihre Absicherung. Wie sich das bewerkstelligen lässt und was dazu nötig ist, machen wir an diesem Vortragsabend zum Thema.

Gerade in der Familienphase, in der das Geld oft knapp ist, denken viele Frauen nicht an ihre finanzielle Zukunft. Veränderungen im Lebensentwurf (Trennung, Arbeitslosigkeit, Krankheit, Rente) können finanziell zur schweren Belastung werden. Wie Frauen rechtzeitig für sich gut finanziell vorsorgen können, welche Wege sogar Spaß machen können, darum soll es an dem Abend gehen. Auch für Frauen, die es vermeintlich schon verpasst haben, hält der Abend Tipps bereit.

Bildquelle: pixelio.de

Wann:
23. April 2008 ab 19 Uhr

Wo:
Spectrum Kirche Haus Mariahilf, Schärdinger Str. 6, 94032 Passau – Anfahrtsskizze

Veranstalter:
KdFB

Anmeldung:
Tel: 0851/36361, Fax 0851/31812, eMail: kdfb.passau@bistum-passau.de

Kosten:
3 € für Mitglieder des KdFB und 5 € für Nichtmitglieder

Praxis-Vorträge:
Renate Braun – Direktorin der Sparkasse Passau
Welche Möglichkeiten der Absicherung gibt es für Frauen und wie kann ich sie ausschöpfen? Wie ist das jetzt genau mit Riester & Co.? Welche Veränderungen kommen durch das neue Unterhaltsgesetz auf mich zu?

Alexandra Graßler - Die WissensAgentur
Wie kann ich auch mit wenigen Mitteln etwas für meine finanzielle Zukunft tun? Welches Grundwissen sollte ich als Frau im Bereich Finanzen haben? Welche inneren Blockaden und Gedankenmuster stehen vor allem Frauen im Weg beim Aufbau finanzieller Sicherheit? Und wie lässt sich das ändern?

Nutzen Sie diesen Abend um sich zu informieren über dieses so sehr wichtige Thema. Frauen verdienen nun mal immer noch um einiges weniger und können durch Familienpausen auch weniger Rentenzeiten ansammeln. Auch das Modell “mein Mann versorgt mich” hat schon lange ausgedient. Kümmern Sie sich um Ihre Zukunft. Sie können uns an dem Abend mit allen Fragen löchern, die Sie zu diesem Thema beschäftigen.

Wir freuen uns auf Sie!

stift.jpgSeit kurzem gibt es einen neuen Bereich hier auf der Homepage:

Publikationen

Er enthält Veröffentlichungen, Fachartikel, Interviews, Downloads zu allen Themenbereichen der WissensAgentur und wird laufend ergänzt. Schauen Sie doch mal rein und stöbern sich durch!

Bildquelle: office online

Heute ein Hinweis in eigener Sache:

Am Mittwoch 19. März 2008 startet der nächste Workshop der Reihe “Präsentation mit Storyboarding

Für Kurzentschlossene sind noch zwei Plätze freigeworden. Alle Informationen können Sie hier nachlesen. Und zum Anmeldeformular geht es hier.

frauen.jpgHeute am 8. März wird der internationale Frauentag gefeiert. Wie sich in der Wikipedia nachlesen lässt, wurde er bereits 1911 das erste Mal begangen. Und seit seiner Einführung sind nun einige Jahre vorbei.

Wie an solchen Tagen üblich, wird Resümee gezogen. Fragen gestellt, wie es denn z. B. heute mit der Gleichstellung aussieht. Wer sich die Situation in Sachen Entgelt ansieht, wird feststellen, dass innerhalb Europas, Deutschland und Großbritannien etwas gemeinsam haben.

Was schätzen Sie, wieviel verdienen Frauen durchschnittlich WENIGER als Männer?

Ehrlich gesagt, hätte ich nicht gedacht, dass die Zahl immer noch so hoch ist. Es sind im Durchschnitt 22 %. Das ist fast ein Viertel! Und in manchen Berufsgruppen beträgt der Unterschied sogar noch mehr. Z. B. verdienen Grafikdesignerinnen 28,9 % weniger als ihre männlichen Kollegen.

Frau von der Leyen hat heute dazu die Hoffnung geäußert,

dass die Ungleichheit bei den Einkommen von Frauen und Männern überwunden wird. Entscheidend sei heute, dass Kinder nicht mehr als “Hindernis im Beruf” gelten dürften, sagte die CDU- Politikerin der “Mitteldeutschen Zeitung”. “Wenn es gelingt, ein Leben mit Kindern zum gemeinsamen Anliegen von Männern und Frauen zu machen, wird auch die Gleichwertigkeit der Arbeit steigen.”

Details aus der Erhebung (nachzulesen bei der Hans-Böckler-Stiftung), zeigen, dass die Einkommensschere um so weiter aufgeht, je älter die Mitarbeiterinnen sind:

  • Bei den jüngeren Frauen bis 24 Jahren beträgt der Unterschied im Verdienst
    7,8 Prozent.
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  • Bei der Altersgruppe zwischen 25 und 34 Jahren wächst die Differenz bereits auf 17,5 Prozent.
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  • Frauen zwischen 35 und 55 Jahren liegen bereits 22,2 Prozent hinter den Männern zurück.
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  • Am größten ist der Abstand zwischen Frauen und Männern mit 26,7 Prozent in der Altersgruppe ab 55 Jahren.

Wir reden hier, wohlgemerkt, immer von gleichen Tätigkeiten. Das sollte man nicht aus dem Auge verlieren. Es werden hier nicht ein Führungsjob mit einer Sachbearbeitertätigkeit verglichen, sondern es geht um EINEN Arbeitsplatz, der entweder mit einem Mann oder einer Frau besetzt wird.

Ketzerisch könnte man ja jetzt sagen, hm, wenn Frauen umso viel günstiger zu haben sind, wieso werden sie dann nicht vermehrt eingestellt? Naja, das “Ausfallrisiko” wegen Kinder ist halt immer noch höher als bei Männern. Das hat nun nichts mit Leistung zu tun.

Ein weiterer kritischer Gedanke betrifft die Gehaltsvorstellungen und -verhandlungen an sich. Frauen trauen sich häufig immer noch nicht, ein höheres Gehalt einzufordern und geben sich mit weniger zufrieden. Bei diesem Punkt können sich Frauen jedoch nur an die eigene Nase fassen, denn für sich einstehen kann “frau” nur selbst.

  • Wieso fällt es Frauen immer noch tendenziell schwerer ihre Leistung angemessen einzustufen?
  • Und wieso verkaufen sich Frauen tendenziell in Gehaltsgesprächen unter Wert?

Die Gründe sind so vielfältig wie es Frauen gibt. Dies habe ich in meiner Arbeit im Bereich der Frauenförderung immer wieder erlebt. Auf der Suche nach Möglichkeiten die allen oder zumindest sehr vielen Frauen bei diesem Thema weiterhilft, sind wir häufig am gleichen Punkt hängengeblieben, Frauen ist selten bewusst:

  • wieviel Arbeit sie leisten
  • in wie wenig Zeit sie diese leisten
  • in welcher Qualität und
  • mit welchem Nutzwert

Machen wir mal die Probe auf’s Exempel: Wenn ich Sie jetzt frage (als Mann dürfen Sie selbstverständlich auch gern mitspielen :-) Was haben Sie im Februar an Projekten bearbeitet, abgeschlossen und vorangetrieben? Was hat Ihr Arbeitgeber davon gehabt, dass Sie bei ihm gearbeitet haben?

Wenn Sie zur Mehrheit gehören, dann wird es höchstwahrscheinlich nicht wie aus der Pistole geschossen kommen und Sie werden auch Schwierigkeiten dabei haben, die Wochen aus dem Februar erledigten Arbeiten zuordnen zu können. Geschweige denn beziffern zu können, was denn Ihre Arbeit z. B. für Kosteneinsparungen bzw. Qualitätssteigerungen gebracht hat.

Wie so häufig liegt die hilfreiche Lösung im Notieren. Ein sog. Wissensportfolio, eine Leistungsmappe unterstützt Sie dabei die eigene Arbeit einzustufen zu können. Bei manchen hör ich jetzt schon das leise Gegrummel ‘wann soll ich das denn noch machen…?’ Das ist nun wieder eine Frage von Aufwand und Ertrag. Nur wer es tatsächlich ausprobiert wird von den folgenden Vorteilen profitieren können:

  • Sie können in (Gehalts-)Gesprächen klar nachweisen, welche Jobs, Projekte Sie in welcher Zeit mit welchem Ergebnis abgeschlossen haben.
  • Falls möglich, lassen sich die Ergebnisse sogar monetär bewerten.
  • Sie können häufig mit der Zeit einen Expertenstatus nachweisen.
  • Das Gefühl der inneren Sicherheit steigt mit der Möglichkeit des nachlesbaren Erfolgs – eben schwarz auf weiß.
  • Bei Bewerbungen und Einstellungsgesprächen können Sie völlig anders punkten, wenn Sie aus Ihrer Leistungsmappe verschiedene abgewickelte Projekte aufbereitet mitbringen.

Und nicht zu vergessen, ist es für einen selbst eine große Bereicherung nachzulesen, was man alles an Aufgaben bewältigt hat. Denn wer in der Informationsgesellschaft seinen Arbeitsplatz hat, kennt vielleicht diese Situation, dass man abends ziemlich erschlagen nach Hause geht, jedoch irgendwie die Menge an erledigter Arbeit nicht sichtbar ist.

Dazu passt ein Zitat, das Albert Einstein zugesprochen wird:

Die Leute lieben Holzhacken deswegen so, weil man nach getaner Arbeit das Ergebnis vor sich sieht.

Und genau das ist im Büro halt schwierig. Da leistet ein Wissensportfolio gute Dienste. Denn mit ihm können Sie die imaginären Holzscheite sichtbar machen.

Eine detaillierte Einführung in das Thema Wissensportfolio, wie es aufgebaut und geführt werden kann, können Sie hier nachlesen. Über Ihre Anregungen und Gedanken zu diesem Thema freue ich mich!

Bildquelle: office.online.de

Es git Neuigkeiten in Sachen Weiterbildung seitens des Innovationskreises. Informationen aus dem Bildungs-Klick:

lernen.jpg

Bildquelle: pixelio.de

Der von Bundesbildungsministerin Annette Schavan eingesetzte Innovationskreis Weiterbildung (IKWB) hat zehn Empfehlungen für eine Konzeption zur Gestaltung des Lernens im Lebenslauf vorgelegt. “Ziel ist es, die Weiterbildung in Deutschland zu stärken und mehr Menschen für Weiterbildungsmaßnahmen zu gewinnen. Bis 2015 wollen wir eine Weiterbildungsbeteiligung von 50 Prozent erreichen”, sagte Schavan am Mittwoch in Berlin.

Ein hehres Ziel möchte man sagen. Wenn das erreicht werden könnte, bestünden erstmalig wieder gute Chancen, unser Wirtschaftswachstum auf unsere Innovationskraft auszurichten.

Eine der zehn Empfehlungen bezieht sich explizit auf Unternehmen:

Das Lernen im Lebenslauf für und mit Unternehmen ausbauen
– Hightech und Weiterbildung verbinden

Und eines der Ziele, die sich die Kommission dabei u.a. steckt, lautet:

KMU sind darin zu unterstützen, das Lernen am Arbeitsplatz stärker in der Personalentwicklung zu verankern. Dabei ist der Ausbau der Innovations- und Lernkultur in KMU zu unterstützen. Hilfen zur Ableitung von Weiterbildungsbedarf (im Sinne einer vorausschauenden Qualifizierungsbedarfsanalyse) sind hier notwendig. Auf positive Beispiele sowohl bei einzelnen Unternehmen als auch in verschiedenen Branchen sollte dabei zurückgegriffen werden.

Die gesamten Empfehlungen finden Sie hier.

Da es vor allem KMU sind, die weniger in Weiterbildung investieren (können) ist ja seit langem bekannt. Doch genau diese Unternehmen trifft es umso empfindlicher, wenn Wissensträger den Betrieb verlassen. Und auch nur wenig bis kein neues Wissen in die Firma einfließt.

Dass es für den Bereich der Weiterbildung auch Förderprogramme gibt, die einen Zuschuss leisten, ist vielen KMU nicht bekannt. Es mussten letztes Jahr sogar Fördertöpfe zurückgegeben werden, da sie nicht ausgeschöpft wurden.

In Gesprächen mit Unternehmern ist mir manches mal aufgefallen, dass die Entscheider die Möglichkeit einen Zuschuss in Anspruch zu nehmen ausschließen, weil sie es als Almosen empfinden. Krass gesagt, “das wäre ja wie HartzIV für unsere Firma.”

Damit verzichten Unternehmer auf der anderen Seite jedoch darauf eine Weiterbildungsmaßnahme möglich zu machen, die dem Betrieb guten Nutzen bringen würde. Seltsame Diskrepanz, die da herrscht.

Es gibt natürlich auch Unternehmen, die sich schon fast einen Sport daraus machen, möglichst wenig an Eigenmitteln investieren zu müssen und durch die Kombination von Programmen Gelder zu bekommen. Häufig sind es größere Firmen, die dies nutzen und dafür auch Spezialisten zu Rate ziehen. Lohnen tut sich das alle mal.

Wie auch immer man darüber denken mag, Fakt ist, diese Programme wurden dazu geschaffen, um die Wirtschaft zu unterstützen und einen gesunden Wachstumsprozess zu fördern.

Und da sei mir die folgende Analogie verziehen: Wer Kinder hat, beantragt doch auch Kindergeld – könnte man ja auch sagen, wieso sollte ich Geld bekommen, weil ich ein Kind habe? Nun, es ist halt einfach so, dass diese Möglichkeit der Förderung vorhanden ist und jeder sie nutzen kann, der die Bedingungen erfüllt. Punkt.

Übertragen auf ein Unternehmen könnte man also sagen, WEIL man in einem Betrieb Mitarbeiter beschäftigt, besteht der Anspruch darauf, Unterstützung (nicht nur) bei Weiterbildungsmaßnahmen u.ä. zu beantragen. Damit ist die Bedingung erfüllt. Genügt. Punkt.

Es kann gut sein, dass sich das jetzt durchaus etwas direktiv :-) anhört. Doch ich habe in den letzten Jahren verschiedenste Firmen erlebt, mit denen wir gemeinsam Beratungs- und Bildungsprojekte durchführen konnten, die ohne diese Zuschüsse einfach nicht möglich geworden wären.

Und die erzielten Ergebnisse sind nachhaltig in den Unternehmen verankert, was sich in höheren Umsätzen, niedrigeren Fluktuationen und stärkerer Innovationskraft zeigt. Das ist doch den Papierkram wert, oder?

Wer sich gern mehr zu dem Thema informieren möchte und Interesse daran hat diese Förderprogramme zu nutzen, dem stehe ich gern mit Rat und Tat zur Seite. Schreiben Sie mir einfach per eMail.

buroklammern.jpgGegen das Multitasking wird ja inzwischen allerorts gewettert. Es bringt uns dazu weniger leistungsfähig zu sein, mehr Fehler zu machen, den inneren Stress signifikant zu erhöhen usw.

Gut, das hab ich soweit verstanden. Über was ich mir allerdings schon länger Gedanken mache, ist, WIESO versuchen wir eigentlich alles gleichzeitig zu machen? Ist es wirklich der Grund, weil wir zuviel zu tun haben? Ist also die Menge an Arbeit ausschlaggebend für unseren ständigen Kampf mit zuviel Aufgaben auf einmal?

Multitasking tritt ja vor allem dann auf, wenn wir nicht konzentriert an einer Sache dranbleiben (wollen…). Und das mit dem Wollen hängt auch am Gefühl, das beim Abarbeiten damit verbunden ist. Dadurch kann’s durchaus schon mal sein, dass was anderes interessanter ist und schwups hüpfen wir gedanklich zur nächsten Blume … ähm Aufgabe.

Eine Studie vom Attention Lab des University College London bringt einen wichtigen Gedanken dazu mit ins Spiel. Und dabei fange ich gleich mal mit dem leicht provokativem Fazit der Studienleiterin Nilli Lavie an:

“Ergebnis: Je schwieriger die Wörter, umso weniger ließen die Probanden sich ablenken.

Das Fazit der Studienleiterin Nilli Lavie sollten ineffiziente Multitasker verinnerlichen: »Wenn man sich leicht ablenken lässt, sollte man die Aufgabe anspruchsvoller machen.«

Einen ausführlichen Artikel dazu finden Sie in der Zeit. Was bedeutet das nun für unser täglich Brot? Weniger werden die Aufgaben ja erst mal nicht werden, soviel ist sicher. Das ermüdende an der Fülle ist jedoch auch ihre Gleichförmigkeit, stupide Routine und Langeweile.

Denn wenn wir geistig nicht gefordert werden, bringt die Arbeit uns auch keine Energie. Und damit schließt sich der Kreis: Wer sich leicht ablenken lässt, sollte seine Aufgaben auf Anspruch überprüfen.

Dazu können folgende Fragen hilfreich sein:

  • Was würde denn passieren, wenn diese Aufgabe nicht erledigt würde? Sprich, ist sie wirklich in dieser Form sinnvoll und wichtig?
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  • Wenn Sie wirklich durchzuführen ist, dann ist die nächste Frage, ob sie sich nicht auf einem effizienteren Weg erledigen lässt. Sprich, welche Möglichkeiten gibt es sie auf andere Art schneller zu schaffen? Was kann ich weglassen?
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  • Ist diese Aufgaben überhaupt richtig bei Ihnen zugeordnet? Oder gehört sie möglicherweise in einen ganz anderen Bereich hinein bzw. andere Hierarchie?

Mit diesen Fragen können Sie Ihr tägliches Feld unter die Lupe nehmen und beginnen auszusondern. Denn meistens werden viele Abläufe einmal eingeführt und ewig durchgezogen.

Das ist die eine Seite der Medaille, alles was zu erledigen ist, mal wieder in Frage zu stellen um den Sinn dahinter zu prüfen. Die andere Seite ist die Geschichte mit dem Anspruch. Auf neudeutsch sagt man auch “Anreicherung“. Welche Möglichkeiten haben Sie um das was Sie gerade zu erledigen haben, anzureichern? Und damit auch mehr Konzentration zu erzeugen?

Wenn’s jetzt nicht gerade um heikle Themen geht, können Sie z. B.

  • Die Zeitkomponente mit hinein bringen. Nicht um noch mehr Druck zu erzeugen, sondern um Wege zu finden, diesen Job in einer bestimmten Zeit zu erledigen. Damit verlassen Sie auch das Perfektionsdenken und kommen eher zu einem “gut erledigt”-Denken.
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  • Eine weitere Methode ist zu überlegen, welche Aufgaben sich zusammenfassen lassen. Vielleicht auch mit einer anderen Struktur verknüpfen werden können. Lassen sich möglicherweise auch neue Tools wie Wikis oder ähnliches einsetzen.

Ein generell wichtiger Aspekt betrifft interne Abläufe, vor allem was den Informationsfluss betrifft. Die Aufgaben die zu erledigen sind, machen wir ja häufig für Kollegen oder den Chef. Und wenn wir den Sinn einer Aufgabe, die uns übertragen wurde, überhaupt nicht erkennen können, dann haben wir doch nicht wirklich Lust sie zu erledigen, oder?
Wie wäre es denn, wenn Sie bei solchen Punkten mal nachhaken und gemeinsam mit Kollege oder Chef überlegen, ob, zum einen die Aufgabe tatsächlich noch sinnvoll ist und zum anderen mit welchem Zweck sie überhaupt ihre Berechtigung hat.

Tatsache ist, dass wir zwar in einer Informationsflut ertrinken, jedoch das für uns relevante Wissen nicht bekommen. Und dann wird es auch für Mitarbeiter schwierig zu erkennen, wieso beispielsweise dieser Bericht denn nun wirklich sooo wichtig ist. Deshalb fragen Sie nach und lassen Sie sich Zusammenhänge erklären, wenn sie sich nicht von selbst zeigen.

Denn je mehr Sie über das “große Bildwissen, in das ihre Detailaufgabe eingebettet ist, umso eher werden Sie sich dafür auch interessieren. Und wer mehr Interesse hat, arbeitet automatisch konzentrierter. Das lässt sich nun mal nicht voneinander trennen.

Welche Möglichkeiten verwenden Sie um Ihre Aufgaben “anzureichern”? Ich bin sehr gespannt auf Ihre Anregungen.

Soviele gute Bücher und sowenig Zeit… Da heißt es auswählen und sich entscheiden. Welche es bei mir in den Bücherschrank geschafft haben und bleiben dürfen :-) stelle ich Ihnen hier in loser Folge vor. Das Themenspektrum ist weit gefächert und ich freue mich, wenn ich Ihnen passende Anregungen geben kann.

Viel Spaß beim Schmökern!

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Zeit, der Stoff aus dem das Leben ist – Stefan Klein

zeit-stefan-klein.jpgDieses Buch von Stephan Klein steht ganz in der Tradition seiner anderen Bücher die Glücksformel und Alles Zufall. Es behandelt das Thema Zeit von verschiedensten Seiten. Was es meiner Meinung nach absolut lesenswert macht, sind einige Punkte:

  • sein Schreibstil, der auch schwierige Themen sehr verständlich macht
  • einen großen Überblick über verschiedenste Experimente zum Thema Zeitempfinden angefangen vom Höhlenexperiment von Siffre bis hin zu Hitchcocks Filmen
  • wie sich lernen lässt, die Zeit “gefühlt” zu verlängern
  • Gedankenmodelle die jedem persönlich ermöglichen, sich trotz Stress gelassener durch’s Leben zu bewegen

Wer das Buch aufmerksam liest, wird sich sehr wohl umsetzbares daraus mitnehmen können. Für meine Begriffe gibt es immer eine bestimmte Zielrichtung, die ein gutes Buch verfolgt. Und in diesem Fall ist es weder ein wissenschaftlicher Exkurs, noch primär die Unterhaltung. Nein, ich denke, es dient in erster Linie zur Information und praktischen Ansätzen. Und diesen Anspruch sehe ich persönlich als erfüllt an. Meine Empfehlung sind daher 5 Sterne.

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Ab morgen trage ich rot – Linda Jarosch

ab-morgen-trage-ich-rot-linda-jarosch.jpgVon diesem Buch bin ich persönlich sehr begeistert. Es hat den bezeichnenden Untertitel ‘Frauen entdecken ihre Freiheit‘. Die Autorin, Linda Jarosch, ist eine Schwester von Anselm Grün, der vielleicht einigen als Autor und Referent ein Begriff ist.

In ihrem Buch schreibt sie sehr einfühlsam über die Situationen, denen Frauen in unserer Zeit gegenüberstehen und was für Gedankenansätze helfen sich den eigenen Weg zu schaffen.

Mir hat das Buch in einer persönlichen Krise sehr geholfen und neue Wege aufgezeigt. Es macht Sinn sich mit dem Lesen Zeit und die Gedanken darin nachwirken zu lassen.

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Bevor der Job krank macht – Hans-Peter Unger und Carola Kleinschmidt

unger-bevor-der-job-krank-macht.jpgDer Titel bringt es wunderbar auf den Punkt: BEVOR uns der Job krankmacht gilt es zu handeln. Ich denke, jeder von uns kennt diese Tage, an denen man sich nach gefühlten 15 Stunden Arbeit nach Hause schleppt, völlig am Ende ist und sich nur fragt, ob das ewig so weitergeht.

Dann gibt es auch wieder Tage an denen alles wunderbar läuft, die Projekte vorwärtskommen und die Erschöpfung der vergangenen Wochen verdrängt wird. Dass unsere Arbeitswelt immer mehr fordert und hektischer wird ist nun nichts neues. Schlimm wird es jedoch, wenn die Erschöpfung zum Dauerzustand wird und der anhaltende Druck zur Depression führen kann.

Mir gefällt an diesem Buch, dass es sich als Präventionsbuch versteht und Aufklärungsarbeit betreibt. Welche Stufen gibt es in der Erschöpfungsspirale, wie kann ich für mich selbst etwas tun, um gegenzusteuern? Wie kann eine Depression aus einer Arbeitssituation heraus entstehen und was kann ich für meine seelische Gesundheit tun? Wie schaffen es andere aus dem Teufelskreis auszusteigen und wieder ein erfülltes und ausbalanciertes Leben zu führen?

Diese Fragen und mehr werden in dem Buch beantwortet. Angereichert mit Studienergebnissen und klaren Fakten, Erfahrungsbeispielen und Ideen zur Umsetzung.

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Ich könnte alles tun, wenn ich nur wüsste was ich will – Barbara Sher

sher-ich-konnte-alles-tun.jpgBarbara Sher ist vielleicht einigen bekannt durch ihr Buch Wishcraft. Auch das finde ich überaus lesenswert. Das obige Buch finde ich deshalb sehr wertvoll, da meiner Erfahrung nach eher Frauen mit Problemen zu kämpfen haben, sich für viele verschiedene Dinge interessieren und nur schwer Entscheidungen treffen können.

Für diejenigen – Barbara Sher nennt sie bezeichnenderweise “Scanner” – die schnell zu begeistern sind und am liebsten mehrere Leben führen würden, ist dies ein empfehlenswerter Wegweiser den Hintergründen auf die Spur zu kommen. Denn es ist einfach ein wunderbares Gefühl, einen Schritt vorwärts gekommen zu sein und etwas erreicht zu haben, das einem am Herzen liegt.

Verzetteln macht einen auf Dauer mürbe, unzufrieden und traurig. Barbara Sher schreibt sehr authentisch und man merkt, dass sie selbst diese Dinge erlebt hat. Daher sind ihre Lösungssansätze auch gut umsetzbar und der liebevolle Schreibstil tut sein übriges.

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Der Weg zum Wesentlichen / Stephen Covey

covey-der-weg-zum-wesentlichen.jpgDie Bücher von Stephen Covey sind allesamt empfehlenswert und beschäftigen sich sehr tief mit den Themen Balance im Leben. Wie lässt sich das erreichen, welche Strategien helfen mir dabei und welche inneren Wegweiser lassen sich dafür nutzen?

Wer sich mit seinen Büchern intensiv beschäftigt, kann viel über sich selbst lernen und welche Entscheidungen mehr Gelassenheit ins Leben bringen. Auch für Führungskräfte sind die Anregungen sehr empfehlenswert.

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Männersachen – Roger Cicero

mannersachen-roger-cicero.jpgZum Abschluss noch etwas Musik :-) Roger Cicero war dieses Jahr in Straubing bei Jazz an der Donau zu Gast. Und ich muss gestehen, dass ich vor diesem Konzert noch nichts von ihm gehört hatte, sondern nur auf Empfehlung hingegangen bin.

Doch schon nach den ersten Songs war ich begeistert. Die Texte sind witzig und durchdacht und die Musiker wahre Perfektionisten. Dazu kommt noch eine wunderbare Stimme und schon ist der neue deutsche Entertainer geboren.

Wer sich für Michel Bublé begeistern kann, wird auch der Musik von Roger Cicero etwas abgewinnen können. Eine wirkliche Bereicherung der deutschen Musikszene.

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So, dann wünsche ich noch all meinen Leserinnen und Lesern eine gute Woche und vielleicht die eine oder andere entspannte Lesestunde.

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