TablettJetzt ist es da, das neue Jahr. Noch ganz blitzeblank, der zweite Tag bewegt sich leise vor sich hin. Die Zeit der Rückblicke ist vorbei und geht nahtlos in die Zeit der Vorausschauen über. Manch einem liegt das und manch einem weniger.

Eine sehr schöne Art sich auf’s neue Jahr einzustimmen habe ich vor einigen Jahren in dem Buch von Melody Beattie: Mehr Kraft zum Loslassen gefunden. Es geht dabei weniger um konkrete Ziele, die man sich stecken soll oder Projekte, die es umzusetzen gilt, sondern eher um eine interessante Art von Fragen.

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Es geht auch nicht darum, diese Antworten groß angelegt zu planen, sondern einfach schriftlich festzuhalten, was einen an dem heutigen Tag dazu einfällt. Vielleicht klingt das manchen nach esoterisch angehauchten Wunschlisten, das mag durchaus sein, doch es kommt ja immer darauf an, was man selbst daraus machen möchte.

Wenn Sie Lust haben das ganze jetzt gleich mal auszuprobieren, dann schnappen Sie sich was zu schreiben und horchen auf die Antworten, die Ihnen auf diese Fragen einfallen. Erstellen Sie eine spontane Liste von:

  • Welche Ereignisse sollen in Ihrem Jahr 2010 eintreten?
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  • Welche Eigenschaften wollen Sie erwerben?
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  • Welche Dinge möchten Sie gern bekommen?
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  • Welche Dinge möchten Sie gern tun?
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  • Welche Veränderungen sehnen Sie herbei? (sehr interessante Frage!)
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  • Welche Orte möchten Sie unbedingt besuchen?
    .
  • Welche Objekte möchten Sie gern sehen?

Vor allem Ihre Antworten auf die Frage nach den Veränderungen, die Sie herbeisehnen, zeigt Ihnen glasklar auf, wo Ihre Kraft gebunden ist. Was Sie innerlich am meisten beschäftigt und wo es sich lohnt, wirklich hinzusehen.

Es gibt einen zweiten Teil von Fragen, die in eine andere Richtung abzielen und richtig Kraft entwickeln können:

  • Welche Dinge möchten Sie 2010 bereitwillig loslassen?
    .
  • Welche Menschen möchten Sie bereitwillig loslassen?
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  • Welche Einstellungen möchten Sie bereitwillig loslassen?
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  • Welche Verhaltensweisen möchten Sie bereitwillig loslassen?

Sich dafür Zeit zu lassen und sich damit zu beschäftigen, kann Ihren Fokus für die nächste Zeit auf bestimmte Themen einstellen, die in Ihrem Leben gerade präsent sind. Die wichtige Formulierung “bereitwillig loslassen” zeigt auf, dass es dabei um ein gelöstes Loslassen geht. Eines, bei dem es nur wenig Bedauern gibt. Meist ist es weniger unsere Aufgabe Dinge oder Menschen loszulassen, sondern unseren Gedanken darüber eine neue Richtung zu geben.

Sich zu lösen kann häufig bedeuten, sich von anderen wieder sich selbst zuzuwenden. Damit geht meist ein Nachlassen des Drucks einher, den Sie innerlich verspüren. Loslassen heißt damit auch Anspannung zu lösen, die sich im Körper regelrecht manifestiert hat. Denn ein seelisches Festhalten ist zugleich ein körperliches Festhalten im Sinne von unwillkürlicher Muskelanspannung. Und diese zu lösen, kann auch Tränen nach sich ziehen. Und das darf alles sein. Denn Loslassen kann auch zulassen bedeuten. Ein Annehmen dessen, was gerade ist.

Gönnen Sie sich ein innerliches behutsames Lösen. Lassen Sie Ihre Anspannung mit jedem Moment ein wenig mehr los. Es war gut, dass sie da war und es ist gut, dass sie weniger werden darf. Ihre Kraft wird dadurch wachsen und Sie werden alles was es loszulassen gilt, immer besser bewältigen können.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gelöstes Jahr 2010!

Weihnachten_R_by_Moni-Sertel_pixelio.de….so ging es mir die letzten Tage durch den Kopf. Schon wieder ein Weihnachtsfest. Schon wieder Geschenke. Schon wieder Glühwein. Schon wieder….

Ja, was schon wieder….?

Lassen wir uns nicht einfach viel zu oft, von dem ganzen Wahn um das Weihnachtsfest herum anstecken?

Bildquelle: ©moni.sertel/pixelio.de

Ist es denn nicht völlig egal, ob nun mit Weihnachtsbaum, Adventskalender, den richtigen Kerzen, der perfekte Braten, die hübscheste Weihnachtskarte, die passendsten Geschenke, das schönste Papier, die ideenreichsten Dekorationen, die meisten Plätzchen, den besten Glühwein…….

Was könnte denn Weihnachten noch für uns sein? Wie wär’s denn mit:

F Fröhlichkeit, Freude, Frieden

R Ruhe, rasten

O Oh du Fröhliche

H Herzlichkeit, Heimat

E Entzücken, Engel

S Strahlen

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F Familie, Freunde, Ferien

E Ergriffenheit, Erlebnis, Erinnerungen

S Stille

T Träume

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Oder wie wär’s mit:

W Wünsche

E Erfüllung

I Innigkeit

H

N

A

C

H

T

E

N

Vielleicht haben Sie ja Lust, Ihr ganz persönliches WEIHNACHTEN oder Ihr FROHES FEST mal zu schreiben. Eine kleine Spielerei, die Ihnen ganz leicht wieder die guten Gedanken, die Sie zu diesem Anlass in sich tragen, wieder bewusst machen.

Und dann ist der Schritt nur mehr ein kleiner, zu überlegen, was davon Sie gern in Ihrem Weihnachtsfest haben möchten und wie Sie das bewerkstelligen können.

Von den Momenten, in denen Sie im Innersten satt und glücklich sind (und damit mein ich jetzt nicht die Leckereien :-) wünsche ich Ihnen zu diesem Weihnachtsfest ganz, ganz viele!

Uhren_by_zenov_pixelio.deDer Dezember und damit Weihnachten rücken unaufhaltsam näher. Fast ist schon das Herangaloppieren der Rentiere zu hören. Und wenn der Weihnachtsmann grad so eine Phase hätte wie wir, dann würde er möglicherweise mit einem hochroten Kopf stehend auf dem Schlitten stehen, seine Peitsche knallen lassen und einen vollkommen gehetzten und erschöpften Eindruck machen. Und wieso das alles…? Na, damit er die 100.000 Päckchen, die er da auf seinem Schlitten liegen hat, auch ja rechtzeitig unter die richtigen Bäumen, passenden Socken oder wahlweise Kamine stopfen kann.

Bildquelle: @zenov / pixelio.de

Die ganze Arbeit hat er sowieso nur wegen uns, weil die meisten unserer Spezies im Dezember zu Geschenkmonstern werden. Je weiter der 24.12. heranrückt um so verrückter wird der Drang und die gefühlte Verpflichtung all unseren Lieben (und vielleicht auch nicht so Lieben, doch das liebe Pflichtgefühl….) ein Päckchen unter den Baum legen zu können. Und wieviele von uns schwören sich regelmäßig am 25. Dezember, ‘nächstes Jahr mach ich den Zirkus nicht mehr mit’ um dann mit täglich-grüßt-das-Murmeltier-Gefühl im nächsten Jahr das gleiche wieder zu erleben.

Was ließe sich denn da anders machen?

Was wäre denn, wenn Sie kein Geld für Weihnachtsgeschenke aufwenden dürften? Und die Geschenke auf jeden Fall mit Ihnen zu tun haben sollten? Was ist das kostbarste, was wir Menschen anderen Menschen, die uns am Herzen liegen, schenken können?

Vielleicht wissen Sie schon, worauf ich hinaus will. Wie wäre es mit der Kostbarkeit Zeit?

Wie…Zeit….? werden vielleicht manche innerlich denken. Ich komm ja so schon kaum rundum, und dann soll ich noch Zeit schenken…?!? Ja, genau. Das sollten wir. Vor allem dann, wenn wir viel zu oft keine Zeit haben.

Wie im letzten Artikel schon angeklungen ist, sind wir in unserer eigenen Zeit oft gar nicht daheim. Wir sind zuwenig wirklich anwesend in unserem Leben und damit in unserer Zeit. Noch weniger sind wir meist in den Leben unserer Lieben anwesend. Und damit meine ich wirklich anwesend, präsent, wirklich da. Doch das, was das Leben wirklich ausmacht, sind die Momente, die wir wahrhaft spüren. In denen wir uns in uns zu Hause fühlen, die Menschen um uns wahrhaft spüren und damit auch wieder die Nähe erlebbar wird, die für uns so wichtig ist.

Um jetzt den Bogen zu den Geschenken zu spannen: Wem könnten Sie in welcher Form Zeit schenken? Wenn Ihre Eltern noch leben, wann haben Sie das letzte Mal wirklich mit Ihren Eltern Zeit verbracht? Was würden Sie gern mal wieder mit Ihnen machen? Halten Sie Ihre Gedanken dazu fest.

Vor allem, wenn Ihre Eltern nicht mehr die Jüngsten sind, wird die Zeit mit Ihnen umso kostbarer. Meine Mama wird dieses Jahr an Sylvester 75. Das ist ein Dreivierteljahrhundert. Ein bereits langes gelebtes Leben. Wissen Sie denn, was Ihre Eltern für Träume hatten, als sie jung waren? Was hat sich davon verwirklicht und was nicht? Was sind die wichtigsten Dinge die sie in ihrem bisherigen Dasein gelernt haben? Welche Lektionen waren ihnen wertvoll?

Nehmen Sie sich Zeit und fragen Sie danach. Diese Antworten werden Ihnen mit Sicherheit neue Facetten zeigen und Ihnen persönlich wertvolle Anregungen für Ihr inneres Gedeihen geben können. Schenken Sie Zeit für solche Gespräche.

Oder mit Ihrer Partnerin/Ihrem Partner. Klar ist, dass zwischen tausend Verpflichtungen, Kindern, und anderen Obliegenheiten die Zeit für die Zweisamkeit oft zu kurz kommt. Doch lassen Sie mal das Jahr Revue passieren. Für was sind Sie Ihrer Liebsten/Ihrem Liebsten von Herzen dankbar? Was würde ohne sie/ihn nicht funktionieren, überhaupt nicht rund laufen, komplett schief gehen? Was sind die kleinen großen Dinge die Sie immer wieder, wie fast selbstverständlich, geschenkt bekommen? Wissen Sie wirklich, was in Ihren Liebsten gerade vorgeht? Welche Träume vielleicht grad begraben worden sind oder neu aufblühen? Was für Ängste und welche Freuden es gerade gibt?

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass wir unsere technischen Spielereien wie Handys, Palms usw. täglich synchronisieren um wieder einen einheitlichen Stand zu haben? Und was ist mit der Synchronisation in unseren Partnerschaften? Wie oft nehmen wir uns die Zeit dafür, wahrhaft nachzufragen und zuzuhören? Wie oft synchronisieren wir uns hier miteinander? Wie wäre es mit einem geschenkten Ritual dazu? Eine Zeittorte, die zu Weihnachten begonnen und dann in vielen kleinen Stücken während des ganzen nächsten Jahres genüsslich verspeist wird?

Diese Liste lässt sich natürlich noch fortsetzen. Denken Sie an Ihren engsten Freundeskreis. Wie wäre es mit einem kleinen gemeinsamen Fest? In meinem Freundeskreis gibt es die schöne Tradition sich am 26.12. bei einem Paar aus unserer Runde abends daheim zu treffen und gemeinsam zu essen. Und mit meiner ältesten Freundin treffe ich mich am 24.12. bevor wir beide zu unseren Familien gehen. Das ist eine uns lieb gewordene Tradition. Es ist meist nur ein Stündchen, doch für uns ein Moment des Innehaltens, der Freude über eine Kleinigkeit und vertrautes Zusammensein.

Und wie steht es mit Ihnen selbst? Wann haben Sie sich selbst das letzte Mal Zeit geschenkt? Vielleicht für eine entspannende Massage, ein gutes Buch, ein Saunabesuch, ein Bummel durch die Stadt, ein Stündchen im Cafe um in aller Ruhe Zeitung zu lesen und und und…. Auch das sind Geschenke, die eher mit Zeit als mit Geld zu begleichen sind.

Doch der Lohn ist eine Verlangsamung unseres Lebens, eine wahrhaft sinnliche Erfahrung, wenn wir uns wieder im Hier und Jetzt verorten und ein ruhiger werdendes Inneres. Sie brauchen die Kraft die Sie aus Ihrer Zeit schöpfen. Und Sie werden aus der Zeit Kraft schöpfen, die Sie sich selbst zugestehen und schenken. Niemand sonst kann das für Sie tun.

Wie wäre es also, wenn Sie dieses Jahr zumindest einen Teil der Geschenke, in Zeit ummünzen? Machen Sie sich doch mal Gedanken über eine solche Liste. Wem würden Sie denn gern Zeit schenken? Und was würden Sie in dieser Zeit gern machen?

Wie sehr wünsche ich Ihnen die Freude, die aus diesen Geschenken erwachsen wird. Sie wird länger anhalten als jede mit Geld zu bezahlende Kostbarkeit.

Was ist Ihr Jahresmotto?

Das Dilemma mit den Vorsätzen ist ja inzwischen hinreichend bekannt. Sie haben häufig eine Halbwertszeit die dem Abklingen des Katers entspricht…. Daher habe ich mich schon seit einigen Jahren für einen anderen Ansatz entschieden.

Anfang Januar denke ich darüber nach, was ich die kommenden 365 Tage in meinen gedanklichen Fokus setzen möchte. Welches Thema ist mir ein Herzensthema, ist gerade dran und gibt mir das Gefühl, das nun dafür die richtige Zeit ist. Das wird zu meinem ganz persönlichen Jahresmotto. Um es auf seine Quintessenz zu konzentrieren, wird es mit einem einzigen Wort ausgedrückt.

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2008 war für mich das Jahr der Liebe. Das hört sich nun wahrscheinlich sehr pathetisch an. Mag sein. Und doch habe ich es genauso feierlich gemeint als ich dieses Motto Anfang Januar letzten Jahres festgehalten habe. Ich wollte die Augen offen halten und wahrnehmen was es dazu in meinem Leben bereits gibt und was ich dazu beitragen kann, dass sie sich vermehrt. Und wenn ich heute Resümee ziehe, dann kann ich sagen, dass ich unendlich reich beschenkt bin in Sachen Liebe.

Es gibt wunderbare Freunde in meinem Leben, die auch in schweren Zeiten zu mir stehen und denen ich vielleicht viel zu selten sage, wie wichtig sie mir sind. Was für ein Geschenk zu wissen, dass es Menschen gibt, zu denen man in jeder Situation und zu jeder Zeit kommen kann und ein offenes Ohr und eine tröstende Umarmung findet.
Wie können Sie Ihre Freunde wissen lassen, wie wertvoll sie Ihnen sind?

Wer Katzen hat weiß um die Seelenweisheit dieser Tiere. Und meine zwei Miezen sind dafür ein Paradebeispiel. Sie scheinen stets den siebten Sinn für meine Stimmungen zu haben und geben mir Kraft mit ihrer lebendigen Gegenwart.
Wenn Sie Tiere haben, welches kleine Ritual stärkt Ihre Verbindung zu Ihnen?

Mein größtes Geschenk des Jahres 2008 ist ein wunderbarer Mann, mit dem ich mich vom ersten Moment an verbunden fühlte. Ein stilles Glück, das mich mit großer Dankbarkeit erfüllt.
Was lieben Sie besonders an Ihrem(r) Partner(in) und wie können Sie dies mitteilen?

Wer den Blick mal auf die Liebe in seinem Leben richtet, könnte entdecken, dass es davon viel mehr gibt, als vorher gedacht. Ein freundliches Lächeln, eine kleine Aufmerksamkeit, blühende Blumen, ein wunderbares Essen, ein nettes Kompliment, ehrliches Zuhören und und und….
Wieviel tragen wir dazu bei, dass sich diese liebevollen Momente in unserem Leben vermehren können?

Auch wenn es mancher vielleicht schon nicht mehr hören mag: Was wir aussäen wird zu uns zurückkehren.

Mit einem Jahresmotto kann es Ihnen gelingen, das von Ihnen gewählte Thema im Blick zu behalten. Sie können es schön ausgedruckt aufhängen, sich am Ende eines jeden Monats einen Reflexionstermin dafür setzen und sich Gedanken darüber machen, was Ihnen in diesem Monat gelungen ist zu Ihrem Thema und was Sie sich gut für den nächsten Monat vorstellen können.

Über was wir uns schriftlich Gedanken machen, bleibt besser in uns verankert. Und ein Motto soll ein hoch gespannter Bogen sein, der Ihr Jahr umrahmt. Kein Training das Sie durchlaufen sollen.

Eines meiner letzten Jahre war das Jahr der Gesundheit. Und da ich immer wieder mal – ganz entspannt – für mich über dieses Thema nachgedacht habe im Laufe der 365 Tage konnte ich auch viel mehr für mich erreichen als sonst. Seit dem habe ich z. B. ein Trampolin, da ich nun mal ein ziemlicher “Drinnen-Mensch” bin und keine Lust auf Joggen o.ä. habe. Wenn ich mich – wie man das ja oft so macht – unter Druck setze um jetzt auch wirklich mehr auf meine Gesundheit zu achten und dieses und jenes dazu zu tun, hätte ich ja schon keine Lust mehr gehabt. Durch das mehr spielerische Herangehen habe ich mich viel lieber mit Möglichkeiten dazu beschäftigt als sonst.

Was könnte Ihr Motto sein? Es ist alles erlaubt, was Ihnen am Herzen liegt. Vielleicht machen Sie uns die Freude und teilen Ihr Motto mit uns. Selbstverständlich darf es ruhig pathetisch sein :-) Für mich ist 2009 das Jahr der Fülle.

Die Inspiration zum heutigen Text habe ich in einem Büchlein von Anselm Grün gefunden:

Wenn Sorgen über die Zukunft deinen Tag beschweren, wende dich bewusst dem Heute zu. Heute entscheidet es sich, ob du lebst oder nicht, ob du da bist oder nicht, ob du dich auf den Menschen vor dir einlässt oder nicht, ob du etwas anpackst oder nicht.

Das Heute gut zu bewältigen – das ist die eigentliche Herausforderung für das Leben.

Fundstelle: Jeder Tag ein Weg zum Glück – Anselm Grün

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In Zeiten wie diesen, in denen die Medien von Katastrophenszenarien nur so überquellen, ist es gar nicht so einfach, sich davon nicht anstecken zu lassen. Und da der Mensch (leider) evolutionär eher auf die Vermeidung von Negativszenarien geeicht ist, als auf das Erreichen von positiven Ergebnissen, kann es durchaus sein, dass sich die Sorgen mehr ausbreiten, als man sich das wünschen würde.

Und sobald negative Gedankenschleifen die Oberhand gewinnen, wird der Aktionsradius oft gleichermaßen weniger. Je mehr Befürchtungen, je mehr Ängste, umso größer wird die Erstarrung. Es scheint manchesmal fast so zu sein, als ob die Gedanken uns denken und nicht wir unsere Gedanken. Verrückte Welt, möchte man meinen.

Was mir in dem obigen Zitat so gut gefallen hat, ist der Hinweis auf die mögliche Lösung: Sich auf das Heute zu konzentrieren. Der heutige Tag ist eine Einheit die ich bewältigen kann. Meine nächsten 8 Stunden kann ich füllen mit anstehenden Aktivitäten, mit sinnhaftem Tun. In dem Wissen, dass ich heute etwas tun kann. Denn zwischen alles und nichts gibt es ETWAS. Etwas, das ich tun kann. Heute. Und für die nächsten Stunden zählt nur das Heute. Das Heute kann ich gestalten, in die Hand nehmen, wahrnehmen. Leben.

Wer es immer wieder schafft, mit seinen Gedanken ins Heute zurückzukehren, wird auch die Kraft spüren, die damit verbunden ist. Denn die gefühlte Hilflosigkeit, die sich in uns bei sorgenvollen Gedanken breit macht, lässt uns kraftlos werden. Oft im wahrsten Sinne auch körperlich.

Die Kraft des Heute dagegen ermöglicht uns einen nächsten Schritt zu gehen. Einen Schritt nach vorne. Aus unserer Kraft heraus. Und in unsere Kraft hinein. Das Erfahren, diesen Schritt zu gehen, zieht auch die Möglichkeit eines weiteren nach sich. Erfolg gebiert Erfolg. Das gilt auch in diesem Fall.

Und egal wie oft wir in unser angstgetriebenes Denken zurückfallen, wir können uns jederzeit wieder dem Heute zuwenden. In jeder Sekunde. Immer wieder. Es genügt, das Heute zu überschauen. Wenn Sorgen kommen, nehmen wir sie wahr und lassen sie in dem Wissen ziehen, dass wir sie am besten bewältigen, wenn wir uns wieder dem Heute widmen. Sorgen sind nun mal der Natur nach Gedankenkonstrukte von möglichen Ereignissen. Die nur in unserem Kopf bereits geschehen sind. Jedoch nicht in der Wirklichkeit.

Sorgen wegzuschieben, ist oft viel schwerer, als sie quasi einfach dasein zu lassen und sich weiter dem Heute zu widmen. Denn wie schon die einfachste Psychologie lehrt: das gegen das ich mich wehre, wird sich vervielfachen. Es geht auch nicht darum Sorgen zu verniedlichen, unter dem Motto ach so schlimm wird es schon nicht werden. Auch das verstärkt die Schleife häufig.

Eine Möglichkeit ist eher der Gedanke: ‘Ja ich fühle im Moment diese Sorge und jetzt konzentriere ich mich wieder auf mein Heute.’

Dazu passen die 10 Gebote der Gelassenheit von Papst Johannes XXIII – Seine Lebensregeln.

Und mit diesen tröstlichen Gedanken möchte ich Ihnen alle Kraft für Ihr Heute wünschen.

  1. Nur für heute werde ich mich bemühen, den Tag zu erleben, ohne das Problem meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.
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  2. Nur für heute werde ich große Sorgfalt in mein Auftreten legen: vornehm in meinem Verhalten; ich werde niemand kritisieren, ja ich werde nicht danach streben, die anderen zu korrigieren oder zu verbessern – nur mich selbst.
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  3. Nur für heute werde ich in der Gewissheit glücklich sein, dass ich für das Glück geschaffen bin – nicht für die anderen, sondern auch für diese Welt.
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  4. Nur für heute werde ich mich an die Umstände anpassen, ohne zu verlangen, dass die Umstände sich an meine Wünsche anpassen.
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  5. Nur für heute werde ich zehn Minuten meiner Zeit einer guten Lektüre widmen; wie die Nahrung für das Leben des Leibes notwendig ist, ist eine gute Lektüre notwendig für das Leben der Seele.
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  6. Nur für heute werde ich eine gute Tat verbringen, und ich werde es niemandem erzählen.
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  7. Nur für heute werde ich etwas tun, für das ich keine Lust habe zu tun: sollte ich mich in meinen Gedanken beleidigt fühlen, werde ich dafür sorgen, dass es niemand merkt.
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  8. Nur für heute werde ich fest glauben – selbst wenn die Umstände das Gegenteil zeigen sollten – , dass die gütige Vorsehung Gottes sich um mich kümmert, als gäbe es sonst niemanden auf der Welt.
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  9. Nur für heute werde ich keine Angst haben. Ganz besonders werde ich keine Angst haben, mich an allem zu freuen, was schön ist - und ich werde an die Güte glauben.
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  10. Nur für heute werde ich ein genaues Programm aufstellen. Vielleicht halte ich mich nicht genau daran, aber ich werde es aufsetzen – und ich werde mich vor zwei Übeln hüten: der Hetze und der Unentschlossenheit.

Wenn Sie gern noch mehr inspirierende Gedankenanstöße lesen möchten, dann finden Sie in dem Buch von Anselm Grün – Jeder Tag ein Weg zum Glück – viele Anregungen. Ein kleines Büchlein, das sich auch wunderbar als Geschenk eignet. So hat es z. B. seinen Weg zu mir gefunden und ich habe mich sehr darüber gefreut.

Die Zeit, die am Ende des Lebens als wesentlich und erfüllt dasteht, ist nur die, die wir intensiv erlebt haben. Viele Zeitperioden, die eher mechanisch wiederholend dahingingen, schrumpfen zusammen, sind nicht mehr erinnerbar und versinken damit in die Nichtexistenz. Was zählt, was bleibt, sind die bewusst, gegenwärtig gelebten und erlebten Augenblicke des Lebens. Wenn wir uns fragen, wie viel Zeit des Lebens wir wirklich [in diesem Sinne] gelebt haben, wird uns das möglicherweise tief erschüttern.

Fundstelle: Jeder Tag ist kostbar – Daniela Tausch-Flammer und Lis Bickel

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Ich weiß nicht wie es Ihnen mit diesen Zeilen geht. Doch mich haben sie regelrecht eingefangen und ich denke darauf herum. Wie viel Zeit erleben wir wirklich intensiv? Und was heißt schon ‘intensiv’? Das Bertelsmann Wörterbuch sagt dazu folgendes:

intensiv: lat. intensus „heftig, stark, gespannt, aufmerksam”, zu intendere „nach etwas streben, sich bemühen, (an ein Ziel) zu gelangen suchen”

Schon das erste Wort “heftig” ist ein deutlicher Hinweis auf eine hohe Beteiligung des inneren Empfindens. Wenn etwas heftig ist, dann macht es etwas mit uns, bewegt uns im wahrsten Sinne und verankert uns im Jetzt. Interessant finde ich auch die Weiterleitung zu “nach etwas streben”. Wenn wir also intensiv leben und erleben, streben wir nach etwas. Ohne jetzt gleich einen Leistungsgedanken mit dem Begriff “streben” verbinden zu wollen, ist es doch interessant, dass eine “Strebe” auch ein Bauteil ist, eine Stütze.

Und ist es nicht genau das, was uns in unserem Alltag, der sich so oft zu wiederholen scheint, fehlt? Eine Stütze, eine Leitlinie, ein Beteiligtsein und nicht nur anwesend sein? Wenn Sie allein einen Blick auf die vergangenen knapp sechs Monate dieses Jahres werfen, wieviel Zeit davon haben Sie wirklich intensiv gelebt? An was können Sie sich erinnern? Welche Wegmarken können Sie ausmachen? Oder verschwimmt alles zu einer grauen einheitlichen Suppe aus aufstehen, in die Arbeit gehen, seinen Job machen, wieder heim kommen, familiäre Angelegenheiten regeln, essen, schlafen gehen und wieder von vorne?

In Gesprächen werde ich an dieser Stelle fast regelmäßig gelyncht, ob meiner Fragen… Und es spielt keine Rolle, ob das Menschen sind, die Kinder haben oder welche die keine haben, dafür einen anstrengenden Job oder oder oder… Es geht immer ein Aufschrei durch die Runde, der meist in Aussagen gipfelt wie “ich bin halt nun mal darin eingebunden”, “was soll ich denn machen, ich habe ja keine Wahl”, “ich kann mir kein Kürzertreten leisten”, “das ist halt im Moment so, da kann ich auch nicht einfach so raus”, “wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich auch anders” usw. usw. usw. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

Und doch lasse ich meist nicht locker. Denn mich interessiert, was Menschen wirklich als wesentlich in ihrem Leben empfinden. Wann sie sich selbst wahrhaftig spüren, mit sich selbst im reinen sind und das Leben in sich pulsieren spüren. Dadurch dass wir in unserer Zeit fast keinen Zugang zum Tod haben, ihn aus unserem Leben ausklammern und uns auch nicht mit unserem (so sicheren) Ende beschäftigen wollen, fehlt uns ein wichtiger Bestandteil, der uns unserem eigenen Leben näher bringen würde. Die Gewissheit, dass alles endlich ist. Und das ist eines der ganz wenigen sicheren Dinge in unserem Leben, dass es endlich ist – ein Ende haben wird. Und was wir bis zu diesem Ende aus unserem Leben machen, geben wir viel zu oft in andere Hände.

Unsere Wertigkeit hängt viel zu oft von dem Erfolg ab, der durch die Augen anderer definiert wird. Wir kümmern uns um das Wohlergehen unserer Lieben und vergessen dabei viel zu häufig unser eigenes. Und wissen oft überhaupt nicht mehr, was uns selbst wirklich gut tut, durch was wir uns ganz für uns selbst lebendig fühlen.

Mit welchem Gefühl möchten Sie diese Welt verlassen? Eine schwere Frage, ich weiß. Doch nichtsdestotrotz liegt darin die Antwort für ein als wesentlich erlebtes Leben. Führen Sie das Leben das “Ihnen gemäß” ist?

Die Autorinnen aus dem o.g. Buch Jeder Tag ist kostbar empfehlen, sich behutsam mit einfachen Gedankenübungen diesem Thema zu nähern. Und eine dieser kleinen Übungen, die sehr viel Kraft empfalten kann ist eine einfache Frage. Eine Frage die Sie – am besten schriftlich – beantworten. Spontan und immer wieder. Ein paar Tage oder sogar Wochen hintereinander.

An dieser Stelle möchte ich Sie einladen, sich etwas zum Schreiben zu nehmen und diese Frage gleich jetzt beginnen zu beantworten:

Wer bin ich….?

Halten Sie fest, was Ihnen dazu einfällt. Ohne zu zensieren, kritisieren oder etwas besonderes schreiben zu wollen. Lassen Sie Ihre Gedanken einfach über Ihren Stift auf’s Papier fließen. Lesen Sie was vor Ihnen entsteht und spüren Sie den Gefühlen nach, die dabei in Ihnen hochkommen. Auch wenn Sie vielleicht anfangs Schwierigkeiten haben sollten, Ihnen nichts rechtes einfallen mag, lesen Sie immer wieder die Frage “Wer bin ich…?”

Wenn Sie möchten können Sie auch Ihre Emotionen zu Papier bringen, die Sie zu fühlen beginnen. Machen Sie keinen riesigen Akt draus, sondern nehmen einfach alles an, was da ist.

Und wenn Sie dies einige Tage oder auch länger machen – die Autorinnen empfehlen abends mit dieser Frage einzuschlafen und gleich nach dem Aufwachen darüber zu schreiben – werden Sie merken, dass sich Ihre Antworten ändern. Sie gelangen Stück für Stück zu Ihrem Wesenskern.

Ihre ganz persönlichen Antworten auf diese Frage können Sie zu einem Überdenken Ihres Lebens führen, einem Nachspüren ob Sie das Leben führen was Ihnen gemäß ist – wie bereits oben erwähnt. Und wenn Sie wollen, können Sie beginnen, das was Ihnen fehlt behutsam zu integrieren, Ideen dazu zu entwickeln und das was Ihnen nicht entspricht langsam zu reduzieren.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, dass Sie dem Leben – das Ihnen selbst entspricht – immer näher kommen.

kalender.jpgWer im letzten Jahr schon mit dabei war, kennt das Ritual bereits:

Die große Lebens-Inventur

Und zwischen den Jahren, wie man so schön sagt, ist dafür eine gute Zeit. Sie finden hier die Anleitung dazu. Die Idee stammt von Vera F. Birkenbihl und ist für mich jedes Jahr wieder eine Bereicherung. Hier finden Sie den Beitrag dazu aus dem letzten Jahr.

Bildquelle: pixelio.de

Für wen diese Möglichkeit das Jahr zu beschließen, neu ist, dem kann ich nur empfehlen es einmal auszuprobieren. Nehmen Sie sich Zeit und Ruhe und lassen Sie mit Hilfe der Fragen das Jahr Revue passieren. Wertvolle Hinweise verbergen sich im Vergleich der jetzigen Ziele mit denen des vergangenen Jahres.

Was hat sich verändert, was ist gleich geblieben und wohin geht nun der Fokus?

Wer dieses Ritual seit einigen Jahren macht, wird interessante Strömungen feststellen. Manche Ziele haben sich wie von selbst erreichen lassen, manche haben sich direkt in Luft aufgelöst und manche sind unerreicht geblieben. Da es hier nicht um eine Abrechnung im Sinne einer Bilanz geht, sondern um ein Wahrnehmen dessen was IST, können Sie mit einem wohlwollenden Blick auf Ihr Jahr Veränderungen wie auch Stagnationen wichtige Erkenntnisse gewinnen.

Wenn Ihnen beispielsweise auffällt, dass Sie auch in diesem Jahr Ziel XY wieder nicht oder nur zu einem kleinen Teil erreicht haben, dann versuchen Sie doch einmal eine andere Reaktion darauf als sonst. In den meisten Fällen gefällt es uns nicht besonders, wenn wir etwas nicht erreicht haben, was wir uns vorgenommen haben und es macht sich schnell ein Gefühl des Versagens breit. Wie wäre es denn, wenn Sie sich dafür dankbar wären?

Hört sich verrückt an? Das stimmt. Doch probieren Sie es doch einmal aus. Dazu ein Beispiel, das sich als sehr aufschlussreich erwiesen hat:

Seit Jahren hadert jemand, den ich sehr gut kenne, mit ihrer Disziplinlosigkeit. Und damit meine ich z.B. die Tendenz, Dinge zwar anzufangen und dann nicht zu beenden oder Routinen schleifen zu lassen, häufig viel zu spät mit der Bearbeitung von Projekten anzufangen usw. Die Liste könnte noch eine ganze Weile fortgesetzet werden. Und daher ist dieses Thema meist auch bei der Jahresinventur dabei.

Dieses Jahr haben wir den Spieß einfach mal umgedreht und sie hat sich bei sich selbst für ihre Disziplinlosigkeit bedankt. Und das war das beste was sie machen konnte. Denn interessanterweise war ihr im nächsten Moment klar, dass sie dadurch ihre Freiheit und Eigenständigkeit bewahrt hat. Dieses Gefühl ist für sie sehr wichtig und elementar und es hat sich daher meistens durchgesetzt. Woher dieser tiefe Wunsch stammt lassen wir mal völlig außen vor. Denn es geht doch um HEUTE und Veränderungen die JETZT möglich sind.

Im Anschluss an diese Erkenntnis war klar, dass das Annehmen der Disziplinlosigkeit mit dem Wissen des Freiheitsschutzes, eine große Stärke ist und sie nun nicht mehr gegen sich selbst ankämpfen muss.

Denn eine Eigenschaft in uns zu überwinden suchen, heißt auch immer, sie nicht anzunehmen und ihre positive Absicht nicht wertzuschätzen. Und wir wissen doch, kein Mensch macht etwas umsonst.

Also machen Sie doch dieses Jahr eine Ausnahme und anstelle dessen, dass Sie sich für nicht erreichtes selbst schimpfen, sich als tendenzieller Looser fühlen, seien Sie sich dafür dankbar. Tauchen Sie in dieses Gefühl ein und lassen sich davon überraschen, was für Gedanken in Ihnen nach oben steigen.

Arbeiten Sie mit diesen Gedanken und betrachten Sie sie als Geschenk. Sie werden dadurch Ihren inneren Triebfedern und Werten näher kommen. Und wenn Sie diese klarer vor Augen haben und wissen, was das eigentliche Ziel dahinter ist, können Sie auch beginnen positive Veränderungen zu leben. Denn Sie werden niemals etwas gegen Ihr Innerstes durchsetzen. Machen Sie es dagegen zu Ihrem Verbündeten und seien Sie für Ihre innere Weisheit dankbar. Wenn Sie auch manches mal in einem seltsamen Gewand erscheinen mag.

Über Ihre Gedanken und Erfahrungen dazu freue ich mich und wünsche Ihnen viele wertvolle Erkenntnisse über sich selbst.

328304_golden_gate_fog.jpgDie Golden Gate Bridge übt auf viele Menschen eine große Anziehungskraft aus. Ein monumentales Bauwerk das San Franciso ein prägendes Gesicht verleiht.

Doch wussten Sie auch, dass im Schnitt alle 14 Tage ein Mensch von der Brücke in den Tod springt?

Und wussten Sie, dass von den Menschen, die vom Sprung durch Passanten abgehalten wurden, nur 6% noch einmal versuchten, sich das Leben zu nehmen?

Und nun kommt die Preisfrage: Wie oft glauben Sie, hat ein Passant jemanden angesprochen, um zu fragen, ob alles in Ordnung sei?

Die Antwort auf diese Frage kann der Filmemacher Eric Steel geben. Er hat mit seiner Crew ein Jahr lang die Golden Gate Bridge von morgens bis abends gefilmt. Dabei konnten sie innerhalb eines Jahres nur zweimal beobachten, dass ein Passant jemanden ansprach, der augenscheinlich nicht OK aussah. Zweimal innerhalb eines Jahres.

Damit sind wir wieder beim Thema Bowling Alone angelangt, über das ich in einem meiner letzten Beiträge geschrieben habe.

Keine Zeit zu haben, sein Gegenüber wirklich wahrzunehmen. Jemandem tatsächlich ins Gesicht sehen und zu fragen “Hey, ist alles in Ordnung?” wenn er offensichtlich nicht so aussieht. Wann haben Sie das das letzte Mal gemacht?

Wir haben oft eine große Scheu davor, uns in das Leben anderer einzumischen. So empfinden wir es zumindest häufig, wenn wir jemanden ansprechen sollten. Doch richtiger ist wahrscheinlich, dass wir eher Angst vor Zurückweisung oder einem blöden Spruch haben. Hm, kann passieren, das ist richtig.

Nur, wenn wir kein Risiko mehr eingehen, werden wir uns immer mehr isolieren und vereinsamen. Menschlichkeit hat mit Mut zu tun. Auf jemanden zugehen, sich zu interessieren, etwas geben und manchmal einfach nur dasein. Das ist nicht viel und doch nicht leicht.

Wenn Menschen sich verschließen, werden sie häufig mürrisch und abweisend. Das ist für das Gegenüber oft nicht nett und macht nicht wirklich Spaß. Daraus entwickeln sich schnell Vorurteile und Desinteresse.

Doch was wäre, wenn Sie als Vorgesetzter dies bei Mitarbeitern bemerken und die Menschen ansprechen würden. Sie einfach zu fragen: “Ich habe den Eindruck in Ihrem Leben ist im Moment eine ganze Menge los. Was kann ich für Sie tun?”

Oder unter Kollegen: “Ist alles in Ordnung mit Ihnen/dir? Ich hab das Gefühl, dass Sie/dich etwas seit längerem belastet. Wenn Sie/du einen Zuhörer brauchen/brauchst, mache ich das gern.”

Wenn Sie darauf einen ablehnenden Satz zu hören kriegen, seien Sie nicht beleidigt und beziehen das ganze auf sich. Es ist Ihnen bestimmt auch schon so ergangen, dass Sie in Situationen feststecken und auf Hilfsangebote erstmal mal abweisend reagieren.

Denn das ist die andere Seite der Medaille. Wir tun uns oftmals so schwer damit, Hilfe anzunehmen. Damit stehen wir in der Schuld des anderen, sind das nicht wert und vieles mehr geht uns da unbewusst durch den Sinn.

Was sollten wir nun daraus lernen, dass 94 % aller “Springer” von einem zweiten Versuch abgehalten werden können und das im Kleinen wie im Großen gilt?

Nun ich denke, es sind diese beiden Dinge:

  • Seien Sie aufmerksam für die Stimmungen anderer Menschen und sprechen Sie sie an, wenn Sie den Eindruck haben, dass etwas nicht stimmt.
  • Lernen Sie selbst, Hilfe anzunehmen. Das wird Ihnen persönlich sehr gut tun und Ihre Gewissheit stärken, dass alles zu bewältigen ist, da Sie nicht allein sind.

Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht? Ich freue mich über jeden Kommentar.

Ein Weihnachtswunsch

Nun ist es bald vollbracht, das Jahr 2006. In meinem Leben war es geprägt von tiefen Einschnitten, persönlichen Verlusten und Neuordnungen. Gleichzeitig habe ich viel Kraft von Freunden, Bekannten und virtuellen Kontakten geschenkt bekommen.

Ich durfte viel neues lernen, an meinem Leben wachsen und meine Grenzen dadurch hinauszuschieben. Es ist tiefer geworden mein Leben, im Lachen wie im Weinen.

Ist es nicht das, was zu den wesentlichen Dingen zählt? Sich selbst auf einer immer tieferen Art und Weise zu begegnen? Zu lernen, immer mehr in sich zu ruhen und den eigenen Kraftort in sich zu finden?

Je mehr ich bei mir bin, je mehr kann ich für mich und andere da sein. Habe etwas zu geben, ohne dafür etwas bekommen zu müssen. Im Wort Gelassenheit steckt das Verb lassen. Dieser Aspekt ist ein sehr wesentlicher. Denn etwas zu lassen, bedeutet auch häufig loslassen, seinlassen und ruhenlassen.

In engen Zusammenhang damit stehen Erwartungen. Darin ist das warten verborgen. Wenn ich auf etwas warte, dann mache ich mich abhängig von außen. Denn nur wenn meine ErWARTungen erfüllt werden, bin ich zufrieden. Das zeigt sich oft an Weihnachten. Hier brechen häufig schwelende Konflikte auf, lang verschlossene Verletzungen machen sich Luft und die Emotionen wogen hoch.

Vielleicht kennen Sie das in der einen oder anderen Variante. Wie steht es denn mit Ihren Erwartungen? Welche davon könnten Sie gut lassen? Mit welchen Gedanken zieht am meisten Frieden in Ihr Herz ein?

Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen, dass Sie ein friedvolles und gesegnetes Weihnachten erleben. Seien Sie sich Ihrer inneren Kraft bewusst und der Schöpfungsgabe die jeder von uns besitzt.

Vielleicht haben Sie auch Gelegenheit eine persönliche Rückschau zu halten. Hier finden Sie eine Möglichkeit zur Lebensinventur.

Schließen möchte ich mit Gedanken die mir selbst immer wieder Ruhe schenken und ich gern als meinen Weihnachtswunsch an Sie weitergeben möchte:

Bleib in deiner Mitte.
Spür dich selber,
komm immer wieder
in deine eigene Mitte
und lass die anderen dort,
wo sie sind,
und lasse sie so,
wie sie sind.

(Anselm Grün)

Beim Lesen des Buches Führen aus der Mitte von Barbara und Michael Fromm bin ich gerade auf eine hochinteressante Sammlung von Führungsregeln gestoßen.

Interessant finde ich dabei vor allem zwei Sachen: Zum einen sind diese Führungsregeln ein paar tausend Jahre alt (sie stammen aus der vedischen Hochkultur Indiens) und zum anderen sind sie heute mehr denn je gültig.

Vielleicht wollen Sie ja mal einen Blick darauf werfen:

  • Des Königs höchste Verpflichtung besteht den Göttern gegenüber. Als nächstes und gleich wichtiges folgt die Wahrheit; Wahrheit ist die höchste Zuflucht. Die ganze Welt ruht auf der Wahrheit.
  • Das Verhalten eines Königs sollte ohne jeden Tadel sein. Selbstbeherrschung, Demut, Rechtschaffenheit und Aufrichtigkeit sind wichtig für seinen Erfolg. Er sollte seinen Leidenschaften unter vollkommener Kontrolle haben.
  • Seine erste Pflicht besteht gegenüber seinem Volk. Er sollte sich stets um das Volk kümmern, ohne selbstgefällige Gedanken. Seine eigenen Wünsche und Begehren muss er denen seines Volkes unterordnen. Er sollte sein Volk behüten, wie eine Mutter ihr Kind behütet.
  • Ein König muss sich mit Leuten von gleichem Charakter, deren Eigenschaften edel und vortrefflich sind, umgeben. Der einzige Unterschied zwischen ihm und seinen Amtsträgern ist der weiße Schirm, der sein höheres Amt anzeigt.
  • Achte auf den Zustand des Königreiches. Alte und schäbige Anlagen sind ein Zeichen von Vernachlässigung. Verbessere die Zustände, um ein gutes Ansehen zu gewinnen.
  • Nichts, nicht einmal die geringste Handlung, kann von einem einzelnen Menschen erbracht werden. Er braucht Unterstützung.
  • Hege keine Bosheit in deinem Herzen – absolut keine.
  • Dharma (rechtes Handeln) ist das Losungswort eines Königs. Nichts ist mächtiger! In dem Ausmaß, wie du Dharma vernachlässigst, wird der Zerfall einsetzen.

Erlauben Sie mir diese Regeln, die für Könige (die damals höchsten Führungskräfte) geschrieben wurden, nur ein klein wenig umzuformulieren.

Und wenn Sie sie jetzt noch einmal lesen, dann machen Sie doch mal ein Experiment und sprechen die Zeilen laut aus. Halten Sie nach jedem Punkt kurz inne und spüren nach, was es in Ihnen auslöst:

  • Meine höchste Verpflichtung besteht in der Wahrheit; Wahrheit ist die höchste Zuflucht. Die ganze Welt ruht auf der Wahrheit.
  • Mein Verhalten sollte ohne jeden Tadel sein. Selbstbeherrschung, Demut, Rechtschaffenheit und Aufrichtigkeit sind wichtig für meinen Erfolg. Ich sollte meine Leidenschaften unter vollkommener Kontrolle haben.
  • Meine erste Pflicht besteht gegenüber meinen Mitarbeitern. Ich sollte mich stets um meine Mitarbeiter kümmern, ohne selbstgefällige Gedanken. Ich sollte meine Mitarbeiter behüten, wie eine Mutter ihr Kind behütet.
  • Ich muss mich mit Leuten von gleichem Charakter, deren Eigenschaften edel und vortrefflich sind, umgeben.
  • Ich achte auf den Zustand meines Unternehmens. Alte und schäbige Anlagen sind ein Zeichen von Vernachlässigung. Ich verbessere die Zustände, um ein gutes Ansehen zu gewinnen.
  • Nichts, nicht einmal die geringste Handlung, kann von einem einzelnen Menschen erbracht werden. Jeder braucht Unterstützung.
  • Ich hege keine Bosheit in meinem Herzen - absolut keine.
  • Dharma (rechtes Handeln) ist mein Losungswort. Nichts ist mächtiger! In dem Ausmaß, wie ich Dharma vernachlässige, wird der Zerfall einsetzen.

Wenn wir es schaffen, jeden Tag nur ein wenig mehr nach diesen alten Lehren unsere Unternehmen und damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu führen, würde das nicht viel Gutes hervorbringen? Was denken Sie darüber?

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