“enabling the dreams of others” Die Träume anderer möglich machen.

Fundstelle: Video von Randy Pausch

Ein großartiger Lehrer ist tot. Randy Pausch ist am 25. Juli 2008 an den Folgen seiner Krebserkrankung gestorben. Er hinterlässt ein wichtiges Erbe in Form seiner ganz persönlichen “Last lecture” Einer seiner Kerngedanken, über die er spricht, ist “enabling the dreams of othersDie Träume anderer möglich machen.

Ein seltener Gedanke, der einem eher im Bereich der Spendenhilfe begegnen mag. Doch im Bildungssektor? Im täglichen Leben?

Mich hat das sehr an die Anfänge meiner Selbständigkeit erinnert. Ich habe 1995 angefangen zu unterrichten und war sehr idealistisch und mit viel Schwung unterwegs. Eine kleine Weltverbesserin… Die Realität hat mich dann schnell in Form der Bürokratie eingebremst. Doch genau das wollte ich nicht akzeptieren. Ich wollte Chancen bieten. Den Menschen, die in meinen Klassen saßen, eine Zukunft eröffnen. Die meisten der Umschüler die bei uns landeten waren aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht mehr in der Lage ihren bisherigen Beruf auszuüben. Alters- und bildungsstandmäßig völlig durchmischt. Motivation sehr unterschiedlich, je nach ganz persönlicher Geschichte.

Und mit diesem “Material”, wie es allen Ernstes in manch offiziellen Schriften hieß, galt es nun zu arbeiten.

Manche Leute denken, dass ich deswegen so gern lehre, weil ich so gern rede :-) Das stimmt jedoch nur zum Teil. Einer meiner inneren Antreiber von klein auf war es zu lernen und das was ich gelernt hatte weiterzugeben. Anfangs noch sehr unreflektiert, jeder der grad zur Verfügung stand, kam so in den Genuss einer “Vorlesung”. Was mir dann als Kind auch den Zusatz altklug einbrachte. Damals verstand ich das noch nicht und mit meinem Hang zu Clownerie konnte ich wahrscheinlich wieder einiges wettmachen.

Jedoch genau diese Kombination von Humor und Wissensvermittlung war dann viele Jahre später mein Schlüssel um die Menschen zu erreichen. Herauszufinden was ihre Träume waren und sie bei der Verwirklichung zu unterstützen.

Kennen Sie dieses Gefühl, wenn Sie jemandem gegenüberstehen, dem langsam klar wird, dass es doch noch nicht zu spät ist für ein neues Leben und er vielleicht nicht alles, jedoch sehr viel von dem erreichen kann, was er sich von seinem Leben wünscht? Das Strahlen, das sich über das Gesicht ausbreitet, ein Lächeln, das wie von selbst entsteht und der Mensch sich aufrichtet - das zu sehen, hat mich jedes Mal wieder sehr beeindruckt und begeistert. Dazu die eigene Freude darüber zu spüren, ein Teil dieser “Ermöglichung” gewesen zu sein.

Dies ist nun keineswegs ein Privileg, dass nur Lehrern, Dozenten usw. zusteht. Nein, wir übersehen so häufig, dass wir viel öfter in der Lage sind, andere dabei zu unterstützen ihre Träume zu verwirklichen, als wir meinen. Genau das würde uns selbst gut tun. Denn wir eiern im Kopf zu sehr um unsere kleine Welt herum, beißen uns an irgendwelchen Gedanken fest, ertrinken im Alltagseinerlei und verlernen dabei unsere Umwelt wirklich wahrzunehmen.

Wirkliches Zuhören, wahres Interesse zeigen setzt voraus, dass ich mich auf mein Gegenüber konzentriere und mein Ego zuhören und lernen lasse. Und Fakt ist, dass wir in der Interaktion mit anderen am meisten über uns selbst lernen - wenn wir es denn wollen. Den meisten von uns ist das alles bekannt, doch wenden wir dieses Wissen auch wirklich an?

Nehmen wir doch dieses Beispiel “die Träume anderer möglich machen”. Es ist ganz erstaunlich, welch blockierende Gedankenmuster in diesem Zusammenhang oft auftauchen. Beispielsweise: ‘Wieso sollte ich die Träume von anderen möglich machen? Mir hilft ja auch keiner bei meinen.’ Und das aus dem Mund von Erwachsenen wohlgemerkt. Ist es nicht erstaunlich, wieviel Trotz diese Aussage enthält, wenn man in sie hineinspürt? Wussten Sie, dass es in der Psychologie ein geflügeltes Wort zum Trotz gibt?

Trotz = fehlgeleitete Traurigkeit

Sie erinnern sich bestimmt an Situationen, in denen auch Sie sich trotzig gefühlt haben. Wenn Sie in dieses Gefühl hineingehen und genau wahrnehmen, was dort ist, dann könnte es sein, dass Ihnen die Traurigkeit bewusst wird, die dahinter liegt. Doch es gab in dem Moment keine Möglichkeit sie auszudrücken aus welchem Grund auch immer und daher kommt der Trotz nach außen.

In diesem Bewusstwerden liegt nun die Chance zum Wachstum. Denn, um auf die obige Aussage zurückzukommen, wer das Gefühl hat, dass ihm niemand hilft, hat möglichweise das Prinzip mit Geben und Nehmen noch nicht ganz durchschaut. Dieses hat ganz klar zwei Seiten. Und wenn ich eine davon zu sehr betone, dann hängt die Waage auf Dauer schief.

Wer mehr gibt als er nimmt, wird zum Märtyrer. Wer mehr nimmt als er gibt, macht sich zum Opfer. Beide Seiten haben für manche Menschen einen gewissen Reiz. Denn wer mehr gibt, kann sich als “Gutmensch” präsentieren, doch innerlich glücklich macht das nicht wirklich. Im Gegenteil, das gipfelt oft in Aggressionen gegenüber denjenigen, denen man ja so sehr hilft. Ist klar, der Ausgleich stimmt nicht.

Auf der anderen Seite wer mehr nimmt als er gibt, hält sich selbst künstlich klein und unselbständig. Eine Methode die die Illusion aufrecht erhält, nicht verlassen zu werden. Doch genau das ist dann trotzdem irgendwann der Fall, in welcher Form auch immer.

Was bedeutet das nun für unser Eingangsthema “die Träume anderer möglich machen”? Nun, genau darin spiegeln sich beide Seiten der Waage geben und nehmen. Denn wenn Sie für andere Möglichkeiten schaffen, um Träume zu verwirklichen, werden auch Sie selbst immer mehr den Mut haben, andere darum zu bitten Sie bei der Verwirklichung Ihrer Träume zu unterstützen.

Wir sind Lernende auf diesem Planeten und wenn wir wirklich bewusst leben, dann werden bis an unser Ende Lernende bleiben. Und wenn Sie sich für die Idee öffnen gleichzeitig Lehrender zu werden, wird sich Ihnen eine neue Welt zeigen die am meisten Ihnen selbst zu gute kommt.

Schauen Sie sich um, fragen Sie die Menschen in Ihrer Nähe, “Welche Träume hast du? Lass Sie uns verwirklichen, ich unterstütze dich dabei.” Auf dem gleichen Weg sollten Sie Ihre Träume teilen. Wissen denn die Menschen die Ihnen nahe stehen, was Ihre Träume sind? Reden Sie darüber. Fragen Sie um Unterstützung.

Um Ihnen zum Abschluss ein Beispiel erzählen, die mich absolut beeindruckt hat, möchte ich Sie mitnehmen in das Jahr 1998. Wir hatten einen neuen Kurs gestartet und eine Teilnehmerin - ich will sie hier Gerda nennen - war mit dabei. Mitte 40, Fliesenlegerin (was ein gigantisch harter Job ist, um das mal anzumerken), gesundheitlich am Ende, ungepflegt mit Hang zur Verwahrlosung. Wir hatten zwei Jahre abzgl. 10 Monaten Praktikum Zeit um unsere Schützlinge auszubilden.

In den Betreuungsgesprächen und auch im Unterricht war kaum ein Wort aus ihr herauszukriegen. Verschüchtert war überhaupt kein Ausdruck. Es war daher für sie eine besonders harte Schule, denn ich hatte in meinen Klassen den Frontalunterricht so gut wie abgeschafft und auf Projektunterricht mit Präsentation und allem möglichen umgestellt. Sie stotterte vor der Klasse und starb fast tausend Tode wenn sie so im Rampenlicht stand. Doch da die Atmosphäre immer freundlich und liebevoll war - das ist mir in jeder Gruppe, die ich begleite sehr wichtig - fasste sie Stück für Stück Vertrauen. In ihre Umgebung und langsam auch in sich selbst. In den nächsten Gesprächen stellte sich heraus, dass sie ein großer Fan von Kulenkampff war (vielleicht erinnert sich noch die eine oder andere an Einer wird gewinnen - die Mutter aller Quizshows).

Und dann rückte sie auch endlich mit ihrem Traum heraus, einmal so frei und locker vor der Kamera (wir haben alles gefilmt, was die Teilnehmer so präsentierten) als Moderatorin zu stehen. Nachdem sie nun erstmals ausgesprochen hatte, was ihr so sehr Freude bereiten würde, haben wir stetig daran gearbeitet, die dafür nötigen Fähigkeiten zu trainieren. Was soll ich sagen - am Ende der zwei Jahre hatte sich für die Abschlusspräsentation eine Gruppe dafür entschieden ein Quiz mit Moderation zu zeigen. Dreimal dürfen Sie raten, wer moderiert hat. Genau. Und soll ich Ihnen noch was sagen? Die anwesenden Berater vom Arbeitsamt haben uns nicht geglaubt, dass das die Person sein sollte, die sie vor zwei Jahren zu uns geschickt hatten.

Und ganz ehrlich, wenn wir uns den Film der ersten Sequenz ansahen und damit verglichen, was wir zum Ende sahen, war es tatsächlich kaum zu glauben. Doch das ist die große Kraft, die darin liegt, die Träume anderer möglich zu machen.

Welche Träume können Sie als nächstes für andere möglich machen?

berwis_fuellfederhalter_252527.jpgHaben Sie den Film “Das Beste kommt zum Schluss” gesehen? Mit Jack Nicholson und Morgan Freeman? Nein? Dann sollten Sie das unbedingt nachholen.

Ein dichtes Portrait von zwei Menschen die unterschiedlicher nicht sein könnten und durch eine Diagnose, die beide gleichermaßen trifft, verbunden werden. Sie haben beide Krebs und Ihnen bleiben noch sechs Monate, mit Glück ein Jahr.

Es ist ganz erstaunlich wieviel Leben trotz diesem schweren Thema in den Film einzieht. Die beiden machen sich zu zweit auf die Reise. Finden durch ihr bevorstehendes Ende ins Leben zurück. Und all das wird möglich durch die “Löffel-Liste” (Bucket List).

Diese Liste beginnt Carter (Morgan Freeman) zu schreiben an, als er im Krankenhaus im gleichen Zimmer mit Edward (Jack Nicholson) liegt. Und sie soll all das aufnehmen, was er noch erleben möchte, bevor er “den Löffel abgibt”. Er setzt solche Dinge darauf wie “lachen, bis ich weinen muss” oder “etwas majestätisches sehen”.

Als er jedoch seine Diagnose erfährt, wirft er die angefangene Liste weg. Edward findet sie und ergänzt sie durch weitaus prosaischere Dinge wie Fallschirmspringen u.ä. Die Entscheidung sich auf all das einzulassen und diese Liste zu leben, fällt unter dem Aspekt “wenn nicht jetzt, dann nie mehr, denn ein später gibt es nicht“.

Vielleicht ahnen Sie schon auf was ich hinaus will und denken möglicherweise ‘jaja, kenn ich schon, ich soll jetzt auch so eine Liste schreiben blablabla….’

Und wissen Sie was, Sie haben damit vollkommen recht, falls Sie so etwas im Kopf haben sollten. Sogar auf zweierlei Art recht, denn ich möchte sie tatsächlich dazu einladen, Ihre ganz persönliche Löffel-Liste zu schreiben. Und Sie haben recht, dass es keinen Sinn macht, wenn man sich nicht dazu entscheidet, sich wirklich darauf einzulassen.

Doch mal ganz ehrlich, was ist schon dabei? Schenken Sie doch sich selbst die nächsten Minuten und denken mit Block und Stift über Ihre Löffel-Liste nach:

  • Was möchten Sie noch sehen von der Welt?
  • Welchen Traum schieben Sie schon soo lange vor sich her?
  • Welche Verrücktheiten wollten Sie immer schon mal machen?
  • Welche Sportart möchten Sie gern ausprobieren?
  • Welcher Nervenkitzel würde Sie lebendig fühlen lassen?
  • Was haben Sie Ihren liebsten Menschen nicht gesagt, obwohl Sie das schon lange tun wollten?
  • Wie können Sie Freude verbreiten?
  • Welche Geschenke möchten Sie sich selbst noch machen?
  • Bei wem möchten Sie sich bedanken?
  • Welches Naturerlebnis würde Sie innerlich still werden lassen?
  • Was würden Sie bereuen, wenn Sie es nicht machen würden?
  • Welches Essen möchten Sie noch kosten?
  • Welche Musik live hören?
  • Was möchten Sie noch lernen?
  • Welche Sprachen möchten Sie gern sprechen?
  • Welches Handwerk erlernen?
  • Welchen Tanz einüben?
  • Welche künstlerische Richtung möchten Sie ausprobieren?
  • Welches Auto (probe-)fahren?
  • Welche Bücher lesen?
  • Was wäre für Sie “etwas majestätisches sehen“?

Ergänzen Sie die Liste nach Belieben und fangen Sie all Ihre Gedanken dazu auf. Die Löffel-Liste ist eine wunderbare Möglichkeit wieder mit sich selbst in Kontakt zu kommen. Und damit im Jetzt zu leben.

Wenn Sie tatsächlich Ihre Liste angefangen haben, werden Sie den Zug spüren sie zu verwirklichen. Schritt um Schritt. Damit gestalten Sie aktiv Ihr Leben und leben MIT sich und nicht neben sich her.

Machen Sie einfach ohne lang darüber nachzudenken den Anfang. Schreiben Sie Ihre Löffel-Liste. Hier können Sie die Fragen zum Mitnehmen downloaden. Und als Inspiration sei Ihnen der Film “Das Beste kommt zum Schluss” nochmals ans Herz gelegt.

j0386638.jpgÜber diesen Begriff bin heute gestolpert und hängengeblieben. Wohlhabend. Wohl haben.

Lässt sich “wohl” haben? Ist das nicht eher ein Gefühl? Das ist wirklich interessant. Ließe sich dann sagen, wer wohlhabend ist fühlt sich auch wohl? Oder ist es einfach nur eine Entsprechung von reich?

Welche gefühlte Qualität haben diese beiden Wörter für Sie?

Also ich für meinen Teil empfinde reich eher als kühl und wohlhabend eher als angenehm warm. Mit jemandem der wohlhabend ist, bringe ich auch eine wohl-wollende Geisteshaltung in Verbindung. Wie z. B. jemand der als Mäzen künstlerische Arbeit unterstützt oder als Initiator Stiftungen gründet.

Mit jemandem der reich ist bringe ich Dinge und Statussymbole in Verbindung. Und damit Besitzdenken und Fokussierung auf materielle Güter, Ansehen und ein bestimmtes Image.

Unter diesem Blickwinkel ist es für mich persönlich also erstrebenswerter wohlhabend zu sein als reich. Selbstverständlich ist das eben meine ganz persönliche Empfindung.

Worauf ich mit diesem Vergleich hinaus will, ist die Tatsache, dass Wörter für uns über die “duden’sche” Bedeutung hinaus eine ganz persönliche Qualität haben. Und diese beeinflusst uns weit mehr als wir denken.

Dieses plakative Beispiel mit wohlhabend/reich habe ich auch deswegen gewählt, weil es ein Anliegen vieler Menschen ist reich zu sein. Und doch scheint es nicht so einfach zu verwirklichen. Mal ganz abgesehen von äußeren Umständen, inneren Programmen u. ä. kann Ihnen eine aufmerksame Wahrnehmung Ihrer Empfindungen beim Nutzen bestimmter Wörter interessante Aufschlüsse geben. Sinn macht das vor allem dann, wenn Sie eine gewisse emotionale Intensität feststellen.

Und wenn nun jemand den Begriff “reich” in seiner gefühlten Qualität eher als unangenehm empfindet, ist dies ein weiterer Grund reich zu sein/zu werden tunlichst zu vermeiden. Denn wer strebt es schon an, sich unangenehm fühlen.

Probieren Sie es doch mit unseren Beispielwörtern selbst einmal aus und achten auf die ersten spontanen Emfindungen. Sie können Gegensatzpaare als Hilfestellung verwenden wie kalt/warm, dunkel/hell, weich/kratzig, schwer/leicht usw.

  • Wie fühlt sich “reich” für Sie an?
  • Und wie fühlt sich “wohlhabend” für Sie an?

Machen Sie sich ein paar kurze Notizen dazu, das kann sehr aufschlussreich sein.

Wie wär’s mit noch einem Wortpaar?

  • Wie fühlt sich Disziplin für Sie an?
  • Und wie steht’s mit Durchhaltevermögen?

Auch das ist ein Begriffpaar, das etwas sehr ähnliches beschreibt.

Wenn Sie nun auf diese spielerische Art Ihre Sprache und Wortwahl wahrnehmen, könnte es sein, dass Sie im übergeordneten Sinn eine Ahnung davon bekommen, welche Gefühle Sie sich selbst hauptsächlich verschaffen.

Was denken Sie? Welches Verhältnis wird sich bei Ihnen dabei ergeben? Eher in eine angenehme oder eine unangenehme Richtung? Schätzen Sie doch mal spontan das Verhältnis in %. (Diese spontanen Aussagen sind überaus interessant und spiegeln sehr häufig Ihre persönliche Realität.)

Sollten Sie bei 50/50 gelandet sein, so ist das doch schon mal ausbaufähig. Und wer den unangenehmen Bereich höher bewertet hat wie den angenehmen sollte sich darüber Gedanken machen, ob ihm denn das gefällt. Falls nicht, sollten Sie zusätzlich darauf achten, welche wortgewaltige Negativität von außen auf Sie einströmt, allein nur durch Zeitung, Fernsehen und Internet.

Sie dürfen eines nicht vergessen: Sobald der Mensch lesen gelernt hat, ist er nicht mehr in der Lage “nicht” zu lesen. Und das bedeutet damit, dass alle Katastrophenmeldungen die Ihnen als Text begegnen, alle Unglücke, Horrorszenarien der Wirtschaft usw. von Ihnen aufgenommen werden. Ob Sie nun wollen oder nicht. Denn Sie können nicht “nichtlesen”. Und das fördert das Wohlbefinden im seltensten Maße.

In so einem Fall kann ich Ihnen nur dringend eine Mediendiät empfehlen. Lesen Sie mal zwei Wochen keine Zeitung und sehen und hören keine Nachrichten an.

Falls Sie sich Sorgen machen etwas wichtiges zu verpassen, kann ich Sie beruhigen. Ich z.B. lese seit über 10 Jahren keine Zeitung mehr und höre und sehe mir keine Nachrichten mehr an. Und ich kann Ihnen aus meiner persönlichen Erfahrung sagen, dass ich deswegen keineswegs uninformierter bin. Im Gegenteil es bleibt mehr Zeit für die gezielte Informationsaufnahme. Und das was soo wichtig ist, bekommen Sie sowieso mit. In Gesprächen in der Familie, mit Freunden und Kollegen.

Um den Kreis zu schließen als Resümee:

Worte haben für uns eine gefühlte Qualität und lösen etwas in uns aus. Das ist oft für jeden Menschen etwas anderes. Und um uns selbst mehr inneres Wohlbefinden zu verschaffen, lohnt es sich die Aufmerksamkeit und Wahrnehmung zu erhöhen wenn wir mit Sprache umgehen.

Wer dazu gern etwas praktische Hilfe hätte, dem seien die Werke von Mechthild Scheurl-Defersdorf empfohlen. Sie hat das energetische Sprachtraining entwickelt, das sich mit der oft übersehenen Bedeutung und Wirkung von Worten beschäftigt. Hier finden Sie das ganze als wunderschön gestaltetes Kartenset.

Und wie immer freue ich mich auf Ihre Anmerkungen und Kommentare zum Thema.

Gedanken zu Ostern

uhr.jpgOstern ist für mich persönlich mit dem Tod meines Vaters verbunden. Es werden nun bald zwei Jahre, dass er gestorben ist.

Meine Gedanken gehen jetzt in diesen Feiertagen nach innen, wieder aufmerksam werden für das Wesentliche im Leben. Nachdenken darüber ob ich selbst in einem guten Kontakt mit mir bin und damit auch mit den Menschen die mir am nächsten stehen.

Und wie auch letztes Jahr habe ich von einer lieben Freundin einen wunderbaren Text bekommen, den ich gern mit Ihnen teilen möchte. Vielleicht nehmen Sie sich einfach einen Moment Zeit und lassen ihn auf sich wirken.

Das Pardoxe der Zeit

Das paradoxe unserer Zeit ist, dass wir höhere Gebäude aber kleinere Gemüte haben, breitere Autobahnen aber engere Sichtweisen. Wir geben mehr aus aber haben weniger, wir kaufen mehr aber erfreuen uns weniger daran. Wir haben größere Häuser aber kleinere Familien, mehr Annehmlichkeiten aber weniger Zeit. Wir haben mehr Grade aber weniger Sinn und mehr Probleme, mehr Medizin aber weniger Wohlbefinden.

Wir trinken zu viel, rauchen zu viel, geben zu gedankenlos Geld aus, lachen zu wenig, fahren zu schnell, werden zu wütend, bleiben zu lange wach, stehen zu müde auf, lesen zu wenig, schauen zu viel fern, und beten zu selten.

Wir haben unsere Besitztümer vervielfacht, aber unsere Werte reduziert. Wir reden zu viel, lieben zu selten und hassen zu oft.

Wir haben gelernt uns durchs Leben zu schlagen aber nicht gelernt ein Leben zu haben.

Wir haben dem Leben Jahre hinzugegeben aber nicht den Jahren das Leben. Wir haben den ganzen Weg zum Mond zurückgelegt, aber Schwierigkeiten, die Straße zu überqueren um unseren Nachbarn kennen zu lernen.

Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht unser innerstes. Wir haben große Dinge getan, aber nicht bessere. Wir haben die Luft gereinigt, aber unsere Seele verschmutzt.

Wir haben das Atom in den Griff bekommen, aber nicht unsere Vorurteile. Wir schreiben mehr, aber lernen weniger. Wir planen mehr, aber erreichen weniger. Wir haben gelernt uns zu beeilen, aber nicht zu warten. Wir bauen immer mehr Computer, um immer mehr Informationen zu verwahren und so viele Kopien wie noch nie zu erstellen, aber wir kommunizieren immer weniger.

Das sind die Zeiten des schnellen Essens und der langsamen Verdauung, größerer Menschen und kleinerer Charakter, steilen Gewinnen und oberflächlichen Beziehungen. Es sind die Tage der zwei Einkommen aber mehr Scheidungen, schicken Häusern aber zerstörten Zufluchten.

Es sind die Tage von schnellen Ausflügen, Wegwerfwindeln und Wegwerfmoral, One Night Stands, übergewichtigen Körpern, und Pillen, die alles erledigen, vom aufheitern bis ruhigstellen, bis töten.

Es sind die Zeiten, in denen eine Menge im Schaufenster und nichts im Lager ist. Zeiten in denen Technologie diese Zeilen zu dir bringt und eine Zeit in der du entscheiden kannst sie entweder zu lesen oder schnell weiter zu springen.

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Denk daran, mehr Zeit mit deinen Lieben zu verbringen, weil diese nicht für immer da sein warden.

Denk daran, ein paar liebe Worte zu dem zu sagen, der bewundernd zu dir aufschaut, weil diese kleine Person bald erwachsen sein wird und deine Seite verlässt.

Denk daran, jemandem der dir nahe steht zu umarmen, weil das der einzige Schatz ist, den du mit deinem Herzen geben kannst und der keinen Cent kostet.

Denk daran “Ich liebe dich” zu deinem Partner und deinen Lieben zu sagen, aber es vor allem auch zu meinen. Ein Kuss und eine Umarmung wird Schmerz lindern, wenn es aus deinem tiefen Innern kommt.

Denk daran, Hände zu halten und den Moment zu genießen, eines Tages wird diese Person nicht mehr da sein.

Nimm dir Zeit zu lieben, zu sprechen und die wundervollen Gedanken zu teilen.

Und denk immer daran:
Das Leben wird nicht an den Atemzügen gemessen sondern an den Momenten in denen es dir den Atem raubt.

Georg Carlin

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Wer gern noch mehr lesen möchte: hier finden Sie den nachdenkenswerten Text vom letzten Jahr. Ich wünsche Ihnen ein wunderbares Osterfest. Zeit, die Sie mit Ihren Lieben verbringen können und Frieden im Herzen.

buroklammern.jpgGegen das Multitasking wird ja inzwischen allerorts gewettert. Es bringt uns dazu weniger leistungsfähig zu sein, mehr Fehler zu machen, den inneren Stress signifikant zu erhöhen usw.

Gut, das hab ich soweit verstanden. Über was ich mir allerdings schon länger Gedanken mache, ist, WIESO versuchen wir eigentlich alles gleichzeitig zu machen? Ist es wirklich der Grund, weil wir zuviel zu tun haben? Ist also die Menge an Arbeit ausschlaggebend für unseren ständigen Kampf mit zuviel Aufgaben auf einmal?

Multitasking tritt ja vor allem dann auf, wenn wir nicht konzentriert an einer Sache dranbleiben (wollen…). Und das mit dem Wollen hängt auch am Gefühl, das beim Abarbeiten damit verbunden ist. Dadurch kann’s durchaus schon mal sein, dass was anderes interessanter ist und schwups hüpfen wir gedanklich zur nächsten Blume … ähm Aufgabe.

Eine Studie vom Attention Lab des University College London bringt einen wichtigen Gedanken dazu mit ins Spiel. Und dabei fange ich gleich mal mit dem leicht provokativem Fazit der Studienleiterin Nilli Lavie an:

“Ergebnis: Je schwieriger die Wörter, umso weniger ließen die Probanden sich ablenken.

Das Fazit der Studienleiterin Nilli Lavie sollten ineffiziente Multitasker verinnerlichen: »Wenn man sich leicht ablenken lässt, sollte man die Aufgabe anspruchsvoller machen.«

Einen ausführlichen Artikel dazu finden Sie in der Zeit. Was bedeutet das nun für unser täglich Brot? Weniger werden die Aufgaben ja erst mal nicht werden, soviel ist sicher. Das ermüdende an der Fülle ist jedoch auch ihre Gleichförmigkeit, stupide Routine und Langeweile.

Denn wenn wir geistig nicht gefordert werden, bringt die Arbeit uns auch keine Energie. Und damit schließt sich der Kreis: Wer sich leicht ablenken lässt, sollte seine Aufgaben auf Anspruch überprüfen.

Dazu können folgende Fragen hilfreich sein:

  • Was würde denn passieren, wenn diese Aufgabe nicht erledigt würde? Sprich, ist sie wirklich in dieser Form sinnvoll und wichtig?
    .
  • Wenn Sie wirklich durchzuführen ist, dann ist die nächste Frage, ob sie sich nicht auf einem effizienteren Weg erledigen lässt. Sprich, welche Möglichkeiten gibt es sie auf andere Art schneller zu schaffen? Was kann ich weglassen?
    .
  • Ist diese Aufgaben überhaupt richtig bei Ihnen zugeordnet? Oder gehört sie möglicherweise in einen ganz anderen Bereich hinein bzw. andere Hierarchie?

Mit diesen Fragen können Sie Ihr tägliches Feld unter die Lupe nehmen und beginnen auszusondern. Denn meistens werden viele Abläufe einmal eingeführt und ewig durchgezogen.

Das ist die eine Seite der Medaille, alles was zu erledigen ist, mal wieder in Frage zu stellen um den Sinn dahinter zu prüfen. Die andere Seite ist die Geschichte mit dem Anspruch. Auf neudeutsch sagt man auch “Anreicherung“. Welche Möglichkeiten haben Sie um das was Sie gerade zu erledigen haben, anzureichern? Und damit auch mehr Konzentration zu erzeugen?

Wenn’s jetzt nicht gerade um heikle Themen geht, können Sie z. B.

  • Die Zeitkomponente mit hinein bringen. Nicht um noch mehr Druck zu erzeugen, sondern um Wege zu finden, diesen Job in einer bestimmten Zeit zu erledigen. Damit verlassen Sie auch das Perfektionsdenken und kommen eher zu einem “gut erledigt”-Denken.
    .
  • Eine weitere Methode ist zu überlegen, welche Aufgaben sich zusammenfassen lassen. Vielleicht auch mit einer anderen Struktur verknüpfen werden können. Lassen sich möglicherweise auch neue Tools wie Wikis oder ähnliches einsetzen.

Ein generell wichtiger Aspekt betrifft interne Abläufe, vor allem was den Informationsfluss betrifft. Die Aufgaben die zu erledigen sind, machen wir ja häufig für Kollegen oder den Chef. Und wenn wir den Sinn einer Aufgabe, die uns übertragen wurde, überhaupt nicht erkennen können, dann haben wir doch nicht wirklich Lust sie zu erledigen, oder?
Wie wäre es denn, wenn Sie bei solchen Punkten mal nachhaken und gemeinsam mit Kollege oder Chef überlegen, ob, zum einen die Aufgabe tatsächlich noch sinnvoll ist und zum anderen mit welchem Zweck sie überhaupt ihre Berechtigung hat.

Tatsache ist, dass wir zwar in einer Informationsflut ertrinken, jedoch das für uns relevante Wissen nicht bekommen. Und dann wird es auch für Mitarbeiter schwierig zu erkennen, wieso beispielsweise dieser Bericht denn nun wirklich sooo wichtig ist. Deshalb fragen Sie nach und lassen Sie sich Zusammenhänge erklären, wenn sie sich nicht von selbst zeigen.

Denn je mehr Sie über das “große Bildwissen, in das ihre Detailaufgabe eingebettet ist, umso eher werden Sie sich dafür auch interessieren. Und wer mehr Interesse hat, arbeitet automatisch konzentrierter. Das lässt sich nun mal nicht voneinander trennen.

Welche Möglichkeiten verwenden Sie um Ihre Aufgaben “anzureichern”? Ich bin sehr gespannt auf Ihre Anregungen.

Die Überschrift hat nichts mit Buchführung zu tun, wie sich an der Begrifflichkeit vermuten ließe. Nein mir geht es um andere offene Posten, die sich nicht mit Geld ausgleichen lassen.

anker_ohne_boot_213878.jpgWie sieht es in Ihrem Leben momentan in Sachen unerledigte Dinge aus? Eben offene Posten? Das meiste, was man da so vor sich her schiebt, hat emotional richtig Power. Und das macht es oft so schwierig sie abzuschließen bzw. einen Schritt vorwärts zu kommen.

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Machen Sie doch mal spaßeshalber eine Liste. Ob nun gleich schriftlich oder nur erst im Kopf bleibt ganz Ihnen überlassen. Mit was beschäftigen Sie sich schon eine ganze Weile, geht Ihnen im Kopf herum, lässt Sie nicht los? Gibt es vielleicht noch

  • offene gebliebene Gespräche (Streits, Eskalationen, Diskussionen usw.)?
  • sind es so ungeliebte Themen wie die berühmt-berüchtigte Steuererklärung?
  • Anrufe die Sie vor sich her schieben?
  • Entscheidungen die Sie noch nicht getroffen haben?
  • nicht zurückgegebene Dinge?
  • Versprechen, die Sie noch nicht gehalten haben?
  • Geld, dass Sie noch zurückzahlen müssen?
  • Abschiede, die Sie hinausschieben?
  • usw.

Je mehr unerledigtes es in einem Leben gibt, umso mehr Energie ist in diesem Leben auch gebunden. Und um so gebundener, fast schon gefesselter, ist dadurch der Mensch.

Erlebt haben Sie bestimmt schon einmal das Gegenteil, nämlich wie befreiend es sich anfühlt, wenn man lange unerledigtes endlich zu einem guten Abschluss bringen kann. Hier kommt die Energie wieder zurück.

Wenn Sie sich nun spontan für einen Punkt auf Ihrer Liste entschieden haben, dann überlegen Sie nun konkret, was ist hier nötig für einen guten Abschluss, bzw. nächsten Schritt. Und tun Sie das erst mal als Experiment. Nur als Trockenübung. Stellen Sie sich die Frage so, als ob es nicht Ihre Angelegenheit wäre, sondern die eines Freundes/einer Freundin.

  • Was wäre für diese Angelegenheit ein guter Abschluss?
  • Welche Handlung ist dafür als nächstes erforderlich? Was genau ist zu tun?
  • Mit welcher Handlung kommt die Energie wieder zurück?
  • Wer kann Sie dabei unterstützen?
  • Und was für Konsequenzen hat das Nichthandeln? Sprich, wie hoch wird der Preis und was genau ist der Preis für’s Nichthandeln?

Und wenn Sie dies für einen Punkt auf Ihrer Liste geschafft haben, dann nehmen Sie sich doch einfach noch einen vor und gehen genauso vor. Immer in dem Wissen, dass das hier ein Gedankentraining ist. Sie trainieren, eine gewisse Distanz zu wahren und aus dieser Instanz heraus wieder in eine Handlungsfähigkeit zu gelangen.

Denn was uns in diesen Situationen am meisten fehlt, ist Klarheit. Klarheit darüber, was überhaupt alles ansteht, was genau für Auswirkungen auf einen zukommen. Schon allein die Fülle an Gedanken lässt einen oft erstarren. Und genau darin liegt die Gefahr. Nicht mehr unterscheiden zu können, welche Reaktion denn nun angemessen ist und wann die Grenze zum ’sich selbst verrückt machen’ überschritten wird.

Wer zu nah dran ist, wird den Überblick nicht haben und nicht wahren können. Dieser ergibt sich eben erst aus einer gewissen Distanz. Und das lässt sich trainieren.

Wenn Sie nun Ihre Gedanken geordnet haben und Ihnen klar ist, was ansteht, müssen Sie davon nun nichts sofort umsetzen. Im Gegenteil, Sie sollten es ganz bewusst nur in Gedanken klären und die erforderlichen Handlungen auf Papier festhalten. Und dann legen Sie Ihre Niederschrift bis zum nächsten Tag beiseite.

Lesen Sie sich dann am folgenden Tag Ihre Notizen durch und möglicherweise werden Sie für sich das Gefühl haben, “so, jetzt weiß ich was ich tun kann und möchte es umsetzen.” Wenn Sie dieses Gefühl noch nicht haben, dann überlegen Sie ob der Schritt, den Sie notiert haben, vielleicht zu groß ist und suchen ihn zu verkleinern.

Nähern Sie sich so im wahrsten Sinne schrittweise einem guten Abschluss an. Und erleben Sie dabei wie gut es tut, Dinge zu einem guten Abschluss zu bringen, aus eigener Kraft.

Welche Erfahrungen haben Sie mit diesen offenen Posten gemacht? Ich freue mich auf Ihren Kommentar.

stern-gebrochen.jpgDas Thema, wie man mit Tiefschlägen umgeht, ist nicht gerade bestsellerverdächtig. Gewiss, es gibt genügend Ratgeber die uns klar machen, dass Scheitern immer auch eine Chance ist. Das mag alles sein, doch mal ganz ehrlich, scheitern ist einfach erstmal scheitern und fühlt sich ziemlich besch… an, wenn Sie mir diesen Kraftausdruck verzeihen wollen.

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Wenn jemand scheitert, erlebt er das Paradox eines Endes und Anfangs zugleich. Nur dass das Ende eine unvorhergesehene Sackgasse darstellt und der Anfang keineswegs freiwillig sondern erzwungen ist. Und trotzalledem muss es ja irgendwie weitergehen, doch mit welchem Ziel und ohne Plan?

Scheitern ist zutiefst persönlich. Es trifft uns im wahrsten Sinne des Wortes mitten im Kern. Alles was bisher galt, ist außer Kraft gesetzt. Die Zukunft die einem vor Augen war, liegt zerschellt wie ein Spiegel auf dem Boden.

Im Scheitern begegnen wir unseren tiefsten Ängsten. Sind erstarrt in der Ohnmacht und Hilflosigkeit die sich breit macht. Alles Schönreden, wie “du wirst sehen, es ist das beste so” oder “jetzt kannst du nochmal neu anfangen” vielleicht noch mit einem nachgeschobenen “ist doch toll…” verstört viel mehr als es auch nur nützen würden. Denn was soll ich denn sehen oder beginnen, wenn meine Welt in Trümmern liegt?

Der erste Schritt um aus dem Chaos herauszukommen, besteht für mich in einem Annehmen der Situation. Es ist wie es ist und grad lässt sich auch nicht wirklich was daran ändern. Auch die damit verbundenen Gefühle anzunehmen, wie Trauer, Wut, Hilfslosigkeit, Angst und was sich in dem Cocktail noch so befindet ist ein wichtiger Akt. Denn sie wegzuschieben, macht sie nur noch größer als kleiner.

Und auch wenn ich in meinem vorherigen Beitrag über den Beschluss glücklich zu sein geschrieben habe, dürfen wir doch nicht vergessen, dass uns das Leben immer wieder Tiefschläge präsentieren wird. Ob wir das nun wollen oder nicht.

Der wichtige Unterschied besteht im Umgang mit diesen Situationen. Wir werden mit den schmerzlichsten Momenten in unserem Leben dann am ehesten klar kommen, wenn wir unsere Emotionen weder verniedlichen noch künstlich dramatisieren. Die Kunst besteht darin, sich dem wahren Gefühl anzunähern. Die Traurigkeit zuzulassen und auszuhalten, die Hilflosigkeit als Panik aufsteigen zu fühlen und nicht davon zu laufen.

Wenn Sie sich so immer wieder Stückchen für Stückchen sich selbst annähern und sich Zeit lassen, Ihr Scheitern anzunehmen, werden Sie letztendlich gestärkt daraus hervorgehen. Auch wenn das in den Momenten, in denen alles zerbrochen ist, unendlich weit weg erscheint.

Die Gewissheit Tiefschläge gemeistert zu haben, kann uns stärken. Es macht es nicht unbedingt einfacher oder das Gefühl wird deswegen nicht weniger unangenehm sein, doch wir wissen zumindestens aus unserer Erfahrung heraus, dass wir es überstehen werden. Dies stellt einen enorm wichtigen Lernprozess dar: Zu wissen, man schafft es aus eigener Kraft. Und das ist etwas das uns niemand nehmen kann. Darin steckt die wahre Chance des Scheitern. Lernen damit umzugehen und diese Fähigkeit in uns zu integrieren.

Wie gehen Sie mit dem Thema um? Ich freue mich sehr auf Ihre Antworten.

glcksklee_52063.jpgNun ist das neue Jahr schon wieder eine Woche alt oder jung, je nach Sichtweise. Spüren Sie immer noch den Zauber des Anfangs? Oder sind Sie bereits wieder in der Tretmühle und im Alltagstrott angekommen?

Halten Sie doch kurz einen Moment inne und fragen sich selbst: ‘Bin ich glücklich?‘ Glücklich im Sinne von einer stillen inneren Zufriedenheit, einem wärmenden Gefühl, einem Lächeln, das sich wie von selbst auf’s Gesicht zaubert?

Bildquelle: pixelio.de

Da ich selbst im Moment große persönliche Veränderungen zu bewältigen habe, ist dieses Gefühl mir ein gutes Stück abhanden gekommen. Und genau aus diesem Grund habe ich beschlossen, trotz alledem einfach glücklich zu sein. Das mag sich sehr seltsam anhören und das ist es wohl auch. Doch mit jedem Moment, an dem mir dieser Gedanke präsent ist, tue ich mir selbst etwas gutes.

Glück ist nichts was einem passiert, sondern ein Zustand in den man sich selbst versetzen kann. Glücklich sein, bedeutet für mich in erster Linie Gedanken zu hegen, die dieses Empfinden fördern. Negative Ereignisse anzunehmen in dem Wissen, dass auch sie vorüber gehen werden. Gelassenheit zu lernen und immer wieder den jetzigen Moment als wertvoll zu empfinden.

Egal welche Gedanken Sie gerade im Kopf haben, Sie sind der Mensch, der es ändern kann. Wenn in Ihnen momentan viel negatives herumschwirrt, können Sie beschließen, ihnen weniger Raum zu geben und stattdessen liebevolle Gedanken in den Vordergrund zu stellen.

Das ist tatsächlich so einfach wie Fingerschnippsen. Sie können den Gedanken ‘Ich beschließe, dass ich jetzt glücklich bin.’ im Kopf verankern. Immer wieder. Denn wir vergessen viel zu oft, dass niemand “uns denkt” sondern das alles was in unserem Kopf passiert von uns selbst gemacht ist.

Es gibt Erkenntnisse aus der Gehirnforschung die besagen, dass negatives wie positives - also Gefühle, Gedanken die emotional stark aufgeladen sind - wie ein Musikstück eine Weile in uns nachklingen. Sie drehen sich im Kreis und wiederholen sich stetig. Und genau dieses Empfinden haben wir, wenn wir das Gefühl haben, aus einem Gedankenkarusell nicht herauszukommen.

Dieses Wissen kann uns nun dazu befähigen, es als genau das anzunehmen was es ist: ein Nachhall eines lauten Klanges, der mit der Zeit leiser wird bis er verstummt. Alles geht vorüber, das ist gewiss. Und in dieser Zeit können wir trotzdem beschließen glücklich zu sein. Sie können es mit jedem Mal wieder. Sie können in jeder Minute damit anfangen. Immer wieder.

Im NLP gibt es diese wunderbare Metapher mit der Frage: Who drives the bus? - Wer fährt den Bus? Und wenn Sie sich diese Frage selbst stellen, dann werden Sie ganz schnell feststellen, ob Sie grad selbst lenken oder irgendwo hinten in Ihrem eigenen Bus sitzen. Und dann liegt es nur noch an Ihnen das Steuer wieder zu übernehmen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gute Fahrt :-) und wenn Sie dazu noch gern etwas Lesestoff hätten, dann schauen Sie doch mal in diesen Beitrag hinein.

kalender.jpgWer im letzten Jahr schon mit dabei war, kennt das Ritual bereits:

Die große Lebens-Inventur

Und zwischen den Jahren, wie man so schön sagt, ist dafür eine gute Zeit. Sie finden hier die Anleitung dazu. Die Idee stammt von Vera F. Birkenbihl und ist für mich jedes Jahr wieder eine Bereicherung. Hier finden Sie den Beitrag dazu aus dem letzten Jahr.

Bildquelle: pixelio.de

Für wen diese Möglichkeit das Jahr zu beschließen, neu ist, dem kann ich nur empfehlen es einmal auszuprobieren. Nehmen Sie sich Zeit und Ruhe und lassen Sie mit Hilfe der Fragen das Jahr Revue passieren. Wertvolle Hinweise verbergen sich im Vergleich der jetzigen Ziele mit denen des vergangenen Jahres.

Was hat sich verändert, was ist gleich geblieben und wohin geht nun der Fokus?

Wer dieses Ritual seit einigen Jahren macht, wird interessante Strömungen feststellen. Manche Ziele haben sich wie von selbst erreichen lassen, manche haben sich direkt in Luft aufgelöst und manche sind unerreicht geblieben. Da es hier nicht um eine Abrechnung im Sinne einer Bilanz geht, sondern um ein Wahrnehmen dessen was IST, können Sie mit einem wohlwollenden Blick auf Ihr Jahr Veränderungen wie auch Stagnationen wichtige Erkenntnisse gewinnen.

Wenn Ihnen beispielsweise auffällt, dass Sie auch in diesem Jahr Ziel XY wieder nicht oder nur zu einem kleinen Teil erreicht haben, dann versuchen Sie doch einmal eine andere Reaktion darauf als sonst. In den meisten Fällen gefällt es uns nicht besonders, wenn wir etwas nicht erreicht haben, was wir uns vorgenommen haben und es macht sich schnell ein Gefühl des Versagens breit. Wie wäre es denn, wenn Sie sich dafür dankbar wären?

Hört sich verrückt an? Das stimmt. Doch probieren Sie es doch einmal aus. Dazu ein Beispiel, das sich als sehr aufschlussreich erwiesen hat:

Seit Jahren hadert jemand, den ich sehr gut kenne, mit ihrer Disziplinlosigkeit. Und damit meine ich z.B. die Tendenz, Dinge zwar anzufangen und dann nicht zu beenden oder Routinen schleifen zu lassen, häufig viel zu spät mit der Bearbeitung von Projekten anzufangen usw. Die Liste könnte noch eine ganze Weile fortgesetzet werden. Und daher ist dieses Thema meist auch bei der Jahresinventur dabei.

Dieses Jahr haben wir den Spieß einfach mal umgedreht und sie hat sich bei sich selbst für ihre Disziplinlosigkeit bedankt. Und das war das beste was sie machen konnte. Denn interessanterweise war ihr im nächsten Moment klar, dass sie dadurch ihre Freiheit und Eigenständigkeit bewahrt hat. Dieses Gefühl ist für sie sehr wichtig und elementar und es hat sich daher meistens durchgesetzt. Woher dieser tiefe Wunsch stammt lassen wir mal völlig außen vor. Denn es geht doch um HEUTE und Veränderungen die JETZT möglich sind.

Im Anschluss an diese Erkenntnis war klar, dass das Annehmen der Disziplinlosigkeit mit dem Wissen des Freiheitsschutzes, eine große Stärke ist und sie nun nicht mehr gegen sich selbst ankämpfen muss.

Denn eine Eigenschaft in uns zu überwinden suchen, heißt auch immer, sie nicht anzunehmen und ihre positive Absicht nicht wertzuschätzen. Und wir wissen doch, kein Mensch macht etwas umsonst.

Also machen Sie doch dieses Jahr eine Ausnahme und anstelle dessen, dass Sie sich für nicht erreichtes selbst schimpfen, sich als tendenzieller Looser fühlen, seien Sie sich dafür dankbar. Tauchen Sie in dieses Gefühl ein und lassen sich davon überraschen, was für Gedanken in Ihnen nach oben steigen.

Arbeiten Sie mit diesen Gedanken und betrachten Sie sie als Geschenk. Sie werden dadurch Ihren inneren Triebfedern und Werten näher kommen. Und wenn Sie diese klarer vor Augen haben und wissen, was das eigentliche Ziel dahinter ist, können Sie auch beginnen positive Veränderungen zu leben. Denn Sie werden niemals etwas gegen Ihr Innerstes durchsetzen. Machen Sie es dagegen zu Ihrem Verbündeten und seien Sie für Ihre innere Weisheit dankbar. Wenn Sie auch manches mal in einem seltsamen Gewand erscheinen mag.

Über Ihre Gedanken und Erfahrungen dazu freue ich mich und wünsche Ihnen viele wertvolle Erkenntnisse über sich selbst.

Jetzt geht’s langsam aber sicher in den Endspurt. Haben Sie schon alle Geschenke zusammen? Haben Sie auch an sich selbst gedacht? Wenn Sie gern lesen und/oder Bücher verschenken, habe ich ein paar Ideen für Sie zusammengetragen.

Die komplette Empfehlungsliste finden Sie hier. Und die heutige Ausgabe des Lesefutters ist eine kunterbunte Mischung aus Sachbüchern und Belletristik. Vielleicht ist ja die eine oder andere Anregung für Sie dabei.

Viel Spaß beim Stöbern!

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powerpoint.jpgErzählen statt aufzählen - Cliff Atkinson

Endlich kein Tod durch PowerPoint mehr. Wenn Sie des öfteren Präsentationen halten und sie nach neuen Ansätzen der Aufbereitung suchen, werden Sie von diesem Buch absolut begeistert sein. Es vereint die Technik der Drehbuchschreiberei (übrigens basierend auf Aristoteles Poetik!) mit der modernen Multimediawelt.

Erreichen Sie Ihre Ziele mit einer guten Story, in die Ihre Argumente eingebaut sind. Verdichten Sie diese zu einem Spannungsbogen, der Ihre ZuhörerInnen wirklich erreicht. Ein weiteres positives Merkmal an dieser Art der Präsentationsvorbereitung ist, dass sie keinesfalls auf PowerPoint beschränkt ist.Selbstverständlich bekommen Sie im 2. Teil des Buches viele praktische Hinweise zum Umsetzen im Programm (auch Tricks für Könner sind dabei), doch Sie sind darauf keineswegs festgelegt. Für jede Art von Rede/Vortrag u.ä. können Sie diese Vorbereitung nutzen. Mir hat sie schon vielerlei Dienste erwiesen.

Aufgrund des großen Interesses bei Vorträgen zu diesem Thema gibt es im Januar einen Workshop dazu. Alle Details finden Sie hier und dazu noch das Anmeldeformular.

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bas-kast.jpgWie der Bauch dem Kopf beim Denken hilft - Bas Kast

Der Kopf ist schon eine wunderbare Sache, doch er ist nicht immer der beste Ratgeber. Die Erfahrung werden Sie auch schon gemacht haben, dass Ihr Bauchgefühl ein wichtiger Gradmesser ist. Bas Kast geht diesem Phänomen auf der ganzen Welt nach und hat in seinem Buch eine Vielzahl von wissenschaftlichen Erkenntnissen zusammengetragen.

Es ist überaus verblüffend sich mit ihm auf diese Reise zu begeben. Sie können z.B. mit einem Bildertest eine Ahnung davon bekommen, ob Sie denn wirklich so leben, wie sie es im Inneren empfinden. Oder welche Möglichkeiten schon getestet werden um das nicht gelebte “Genie-Potential” in uns anzuzapfen. Mich hat das Buch sehr fasziniert und durch den flüssigen Schreibstil macht es richtig Spaß zu lesen.

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das-damliche-geschlecht.jpgDas dämliche Geschlecht - Barbara Bierach

Das Buch hat den Untertitel ‘Warum es kaum Frauen im Management gibt’. Als es auf den Markt kam, schlugen die Wellen hoch und die Diskussionen hatten vielfach einen äußerst entrüsteten Unterton. Die Autorin stellt in ihrem Buch die These auf, dass Frauen schon selbst schuld sind, wenn sie nicht Karriere machen, aufsteigen und Erfolg haben. Und schmecken kann einem diese Speise anfangs wahrlich nicht. Doch da sie selbst als Wirtschaftsjournalistin gewohnt ist, ordentlich zu recherchieren werden die provokanten Punkte mit vielerlei Zahlen und Material untermauert.

Für mich hat sich während des Lesens der Blick doch sehr gewandelt. Wenn man feststellt, dass Deutschland wohl innerhalb der EU im Bereich der Frauen in Führungspositionen ein Entwicklungslandniveau besitzt und man in diesem Buch die Gründe um die Ohren gehauen bekommt, lässt sich ehrlicherweise nicht mehr viel dagegen sagen. Dann heißt es sich an die eigene Nase fassen. Sich selbst um die eigene Altersversorgung kümmern, das Zickengehabe und den Konkurrenzneid auf andere Frauen ablegen, sich lernen endlich gegenseitig zu unterstützen und vieles mehr. Da ist noch viel zu tun.

Wenn auch Sie mal einen anderen Blickwinkel zu diesem Thema bekommen möchten, kann ich Ihnen dieses Buch sehr empfehlen. Sie können es ja auch, wie ich anfangs…, als völlige Skeptikerin beginnen zu lesen, mit dem inneren Ansinnen, dies als Schwachsinn zu entlarven und sich dann Seite für Seite vom Gegenteil überzeugen lassen.

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alle-wollen-was-von-mir.jpgAlle wollen was von mir - na und? - Jo Ann Larsen

Dieses Buch werden Sie als Frau lieben. Es hat den netten Untertitel ‘Ein Wegweiser durch den täglichen Wahnsinn im Leben einer Frau‘. Ich hab während des Lesens immer wieder laut lachen müssen und dachte nur, oh mein Gott, woher weiß diese Frau, was mir immer so alles passiert...

Dazu vielleicht ein kleiner Auszug aus den ersten Seiten, damit Sie eine Ahnung bekommen und sich vielleicht gleich ein kleines Stück wiederfinden:

Schließlich ist die Frau von heute gewöhnlich eine erschöpfte Frau. Vielen können sich mit jener überarbeiteten Frau identifizieren, die an einem Friedhof vorbeikommt und zu ihrem Erstaunen eine innere Stimme flüstern hört: “Na, das ist aber mal ein leichter Job - einfach so herumliegen.”

Die erschöpfte Frau kümmert sich um alle, nur nicht um sich selbst. Ist der Druck da, dann gibt sie alle Aktiviätten auf, die ihr “Selbst” gut halten könnten - Schlaf, Sport, vernünftige Mahlzeiten, ja sogar Entspannung.

In den verschiedenen Kapiteln des Buches werden typische, kulturell bestimmte Reaktionen und Verhaltensweisen von Frauen beschrieben, die zur Erschöpfung ihrer Energie und Ressourcen führen. Des weiteren geht es um die Wachstumsentwicklung, der Aufrechterhaltung und Wiederherstellung von Frauen und der Festigung des Selbst.

Um Ihnen die Zielrichtung des Buches mit einer Metapher daraus nochmal vor Augen zu führen:

Frauen von heute gleichen so oft dem Gärtner, der wässert und Unkraut jätet, aber vergißt, an der Rose zu riechen. Das Riechen der Rose passt so schwer in unseren Zeitplan.

Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen.

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ps-ich-liebe-dich.jpgP.S. Ich liebe Dich - Cecelia Ahern

Von diesem Buch haben Sie vielleicht schon gehört und haben es vielleicht auch schon gelesen. Der Titel und die Berichte in den Medien verführen dazu, es unter Kitsch und leichte Romanlektüre abzuhaken. Doch das ist es keineswegs.

In dem Buch geht es um Holly die ihren geliebten Mann durch eine Krankheit verliert. Sie hat keine Ahnung wie es weitergehen soll und auch ihre Freunde haben es schwer zu ihr durchzudringen. Ein Packen Briefe, den ihre Mutter ihr eines Tages gibt, reißt sie aus ihrer Lethargie heraus. Gerry, ihr verstorbener Mann hat ihr Briefe hinterlassen. Kurze Briefe, einen für jeden Monat. Und in jedem Monat gibt es eine Aufgabe für sie.

Was diese Aufgaben sind und wie sie Holly nach und nach wieder ins Leben zurückführen ist eine wunderbare Geschichte, die Cecelia Ahern da erzählt. Sie schreibt über Freundschaft und was der Kern dessen ist, was Leben heißt. Es ist auch ein Buch über Trauer und die Zeit, in denen es keine Auswege zu geben scheint. All dies findet sich hier wieder. Lesen Sie es, Sie werden etwas finden, das Sie mitnehmen können.

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Fragen Komma Gute 2007 - Alexandra Graßler

fragen-komma-gute-2007.jpgWenn Ihnen die Beiträge aus meinem Blog gefallen und Sie sie gern in Buchform zum Nachlesen und/oder Verschenken haben möchten, dann habe ich gute Neuigkeiten für Sie. Ab sofort gibt es die neueste Ausgabe “Fragen Komma Gute - Ausgabe 2007.

Dort finden Sie alle Texte versammelt, die zum Nachdenken anregen sollen und Ihnen mit Hilfe von Fragen neue Wege aufzeigen können. Lassen Sie sich inspirieren und anregen. An dieser Stelle noch vielen Dank an Claudia für die Titelidee.

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Mein Weg zum Wohlfühlgewicht - Peter Faulstich

faulstich.jpgMenschen die mich kennen, wissen, dass ich nun gar nichts mit Kochen am Hut habe - hatte, genauer gesagt. Denn dieses Buch hat mich in die Küche gezerrt. Und das ist bei mir schon fast so etwas wie das 8. Weltwunder :-)

In diesem Jahr hatte ich die Möglichkeit den Autor, Peter Faulstich, persönlich kennenzulernen. Innerhalb einer Lehrküche hat er einige der Speisen aus dem Buch live vorgekocht, viel dazu erklärt und wir durften uns hinterher den Bauch vollschlagen. Es war einfach nur köstlich. Die Gerichte sind alle superlecker und tun dem Körper sehr gut. Das Prinzip der vegetarischen Vollwerternährung das dahinter steht, kann ich nur jedem empfehlen. Auch wenn man nicht abnehmen, sondern sich “nur” gesund ernähren möchte.

Doch das Buch kann noch viel mehr. Es baut auf der Kneipp’schen Lehre auf und befasst sich nicht nur mit dem Kochen an sich, sondern geht auch auf viele andere Aspekte ein, die mit dem Thema Essen und Übergewicht zu tun haben. Sie bekommen zahlreiche, praktisch anzuwendende Hilfen um sich dem Thema zu nähern.

Der Rezeptteil umfasst über 200 Rezepte von Brotaufstrichen, Salaten aller Art, verschiedenste Hauptgerichte, Suppen und was für Schleckermäulchen ist auch dabei. Die Gerichte sind so gestaltet, dass sie jederzeit noch etwas anderes für die nächsten Tage daraus machen können. Es gibt tolle Ideen für Berufstätige und - das ist vor allem für mich wichtig - die meisten Gerichte gehen superschnell. Dann bleibt mir nur noch Ihnen “Guten Appetit” zu wünschen!

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