Gedanken zu Ostern

uhr.jpgOstern ist für mich persönlich mit dem Tod meines Vaters verbunden. Es werden nun bald zwei Jahre, dass er gestorben ist.

Meine Gedanken gehen jetzt in diesen Feiertagen nach innen, wieder aufmerksam werden für das Wesentliche im Leben. Nachdenken darüber ob ich selbst in einem guten Kontakt mit mir bin und damit auch mit den Menschen die mir am nächsten stehen.

Und wie auch letztes Jahr habe ich von einer lieben Freundin einen wunderbaren Text bekommen, den ich gern mit Ihnen teilen möchte. Vielleicht nehmen Sie sich einfach einen Moment Zeit und lassen ihn auf sich wirken.

Das Pardoxe der Zeit

Das paradoxe unserer Zeit ist, dass wir höhere Gebäude aber kleinere Gemüte haben, breitere Autobahnen aber engere Sichtweisen. Wir geben mehr aus aber haben weniger, wir kaufen mehr aber erfreuen uns weniger daran. Wir haben größere Häuser aber kleinere Familien, mehr Annehmlichkeiten aber weniger Zeit. Wir haben mehr Grade aber weniger Sinn und mehr Probleme, mehr Medizin aber weniger Wohlbefinden.

Wir trinken zu viel, rauchen zu viel, geben zu gedankenlos Geld aus, lachen zu wenig, fahren zu schnell, werden zu wütend, bleiben zu lange wach, stehen zu müde auf, lesen zu wenig, schauen zu viel fern, und beten zu selten.

Wir haben unsere Besitztümer vervielfacht, aber unsere Werte reduziert. Wir reden zu viel, lieben zu selten und hassen zu oft.

Wir haben gelernt uns durchs Leben zu schlagen aber nicht gelernt ein Leben zu haben.

Wir haben dem Leben Jahre hinzugegeben aber nicht den Jahren das Leben. Wir haben den ganzen Weg zum Mond zurückgelegt, aber Schwierigkeiten, die Straße zu überqueren um unseren Nachbarn kennen zu lernen.

Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht unser innerstes. Wir haben große Dinge getan, aber nicht bessere. Wir haben die Luft gereinigt, aber unsere Seele verschmutzt.

Wir haben das Atom in den Griff bekommen, aber nicht unsere Vorurteile. Wir schreiben mehr, aber lernen weniger. Wir planen mehr, aber erreichen weniger. Wir haben gelernt uns zu beeilen, aber nicht zu warten. Wir bauen immer mehr Computer, um immer mehr Informationen zu verwahren und so viele Kopien wie noch nie zu erstellen, aber wir kommunizieren immer weniger.

Das sind die Zeiten des schnellen Essens und der langsamen Verdauung, größerer Menschen und kleinerer Charakter, steilen Gewinnen und oberflächlichen Beziehungen. Es sind die Tage der zwei Einkommen aber mehr Scheidungen, schicken Häusern aber zerstörten Zufluchten.

Es sind die Tage von schnellen Ausflügen, Wegwerfwindeln und Wegwerfmoral, One Night Stands, übergewichtigen Körpern, und Pillen, die alles erledigen, vom aufheitern bis ruhigstellen, bis töten.

Es sind die Zeiten, in denen eine Menge im Schaufenster und nichts im Lager ist. Zeiten in denen Technologie diese Zeilen zu dir bringt und eine Zeit in der du entscheiden kannst sie entweder zu lesen oder schnell weiter zu springen.

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Denk daran, mehr Zeit mit deinen Lieben zu verbringen, weil diese nicht für immer da sein warden.

Denk daran, ein paar liebe Worte zu dem zu sagen, der bewundernd zu dir aufschaut, weil diese kleine Person bald erwachsen sein wird und deine Seite verlässt.

Denk daran, jemandem der dir nahe steht zu umarmen, weil das der einzige Schatz ist, den du mit deinem Herzen geben kannst und der keinen Cent kostet.

Denk daran “Ich liebe dich” zu deinem Partner und deinen Lieben zu sagen, aber es vor allem auch zu meinen. Ein Kuss und eine Umarmung wird Schmerz lindern, wenn es aus deinem tiefen Innern kommt.

Denk daran, Hände zu halten und den Moment zu genießen, eines Tages wird diese Person nicht mehr da sein.

Nimm dir Zeit zu lieben, zu sprechen und die wundervollen Gedanken zu teilen.

Und denk immer daran:
Das Leben wird nicht an den Atemzügen gemessen sondern an den Momenten in denen es dir den Atem raubt.

Georg Carlin

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Wer gern noch mehr lesen möchte: hier finden Sie den nachdenkenswerten Text vom letzten Jahr. Ich wünsche Ihnen ein wunderbares Osterfest. Zeit, die Sie mit Ihren Lieben verbringen können und Frieden im Herzen.

Dass Reklamationen von Kunden Chancen sind, können wir in verschiedensten Büchern nachlesen und vom Kopf her ist das auch völlig logisch.

Doch mal ganz ehrlich: Wie geht es Ihnen, wenn ein Kunde persönlich, telefonisch oder schriftlich seinen Ärger an Sie weitergibt? Die Sätze sind (vor allem grad wenn Emotionen eine Rolle spielen) selten im besten Feedback-Format formuliert.

Es ist oft daher ganz natürlich, dass innerlich die Stacheln aufgestellt werden und die erste Reaktion eher eine Rechtfertigung ist als ein bewusstes Zuhören. Reklamationen sind ja letztlich Vorwürfe und genau darauf reagieren wir unbewusst.

Lassen Sie uns doch daher mal einen näheren Blick auf diese Art von Vorwürfen werfen. Es gehören ja immer zwei dazu. Und wer sich vor Augen hält, dass ein Vorwurf erst einmal mit demjenigen zu tun hat, der “wirft”, kann dadurch schon ein anderes Bild entstehen. Niemand macht ja etwas umsonst, wie uns die Psychologie lehrt und heute hab ich im Kalenderblog ein wunderbares Zitat dazu gefunden, wie sich das mit den Vorwürfen erklären lässt:

“Vorwürfe sind schlecht formulierte Wünsche.”

Martin Haberzettl

Denken Sie doch in diesem Zusammenhang mal an die letzten Vorwürfe, die Sie jemandem gemacht haben. War es da nicht auch so, dass Sie etwas anderes wollten, als Sie bekommen haben? Meist hängt das mit nicht erfüllten Erwartungen zusammen. Die zudem oft unbewusst aufgebaut und nicht klar formuliert werden.

Und wenn wir das nun auf ein Kundengespräch ummünzen, dann könnten Sie beim nächsten Vorwurf anders reagieren. Behalten Sie folgenden Gedanken dabei im Kopf:

Der Kunde hat offensichtlich andere Wünsche. Er kriegt es nur nicht gebacken, wie er es formulieren soll.

Und damit sind Sie im Kopf mehr bei Ihrem Kunden und müssen sich nicht mehr primär verteidigen oder schützen. Fragen Sie ihn doch, nachdem er alles losgeworden ist, nach seinen Wünschen. Z. B. mit der einfachen Formulierung: Was würden Sie sich für eine Lösung wünschen?

Diese Mechanismus funktioniert natürlich nicht nur in Kundengesprächen sondern trifft auch auf private Gespräche zu. Dabei sind halt häufig noch ganz andere Emotionswuchten im Spiel. Trotzdem könnte Ihnen dieser Gedanke daran auch helfen, ein wenig mehr Abstand zu gewinnen und dadurch besser zuhören zu können.

Um den Kreis zu schließen, noch einmal unsere Ausgangsposition: Reklamationen von Kunden sind Chancen. Vor allem Akquise-Chancen.

Denn ein Kunde, der das Gefühl hat, Sie hören ihm wirklich zu und helfen ihm dabei seine Wünsche zu formulieren hat einen weitaus höheren Bindungsgrad wie zuvor. Und zudem wird er diese Erfahrung mit Sicherheit gern weitererzählen.

blog_karneval.jpgDieser Beitrag wird auch im Rahmen des 1. Businessblog-Carneval veröffentlicht.

blog_karneval.jpg Seit der 1. Business Blog-Karneval läuft, bin ich schon auf sehr viele interessante Beiträge und Blogs gestoßen. Gern komme ich der Einladung nach und beteilige mich ebenfalls mit eigenen Beiträgen.

Wenn es um Dienstleister geht, zu denen ich auch gehöre, heißt die eigene Leistung verkaufen können in erster Linie sich selbst verkaufen können. Und ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, mir persönlich ist das “sich selbst anpreisen” eher schwer gefallen. Denn schnell ist die Grenze zur Aufdringlichkeit überschritten, was man vielleicht von manchen “Haustürvertretern” oder Verkäuferinnen in Geschäften erlebt hat.

Wie also kann ich potentielle Kunden am besten von meiner Leistung überzeugen? Als Anbieter einer Dienstleistung fällt bei der Akquise ja die Möglichkeit weg, ein Produkt mitbringen oder zeigen zu können, das sich anfassen lässt.

Wenn Sie einmal für sich reflektieren, aus welchen Gründen Sie selbst kaufen, dann werden wir über kurz oder lang bei Vertrauen landen. Wir erwerben dann etwas, wenn wir darauf vertrauen, dass dieses Produkt, diese Dienstleistung das beste für uns ist. Und wir damit für unsere Zwecke die beste Entscheidung getroffen haben.

Wie lässt sich nun Vertrauen aufbauen? Für mich beginnt dieser Prozess bei der Kommunikation. Daher auch der Titel “Ins Gespräch kommen”. Vor allem Kleinunternehmer und Freiberufler haben hier viele Möglichkeiten durch “ins Gespräch kommen” Kontakte zu knüpfen, die in Aufträge und damit zufriedenen Kunden münden.

Machen Sie doch das ganze mal mit System. Wenn Sie Ihre Planung für die nächsten Monate aufstellen, suchen Sie sich ganz bewusst Veranstaltungen heraus die für Sie interessant sind. Ob das nun Firmenpräsentationen sind, Netzwerktreffen, Vorträge, Benefizveranstaltungen oder öffentliche Termine.

Und wenn Sie nun diese Termine wahrnehmen, dann sollten nicht unter der Voraussetzung hingehen, möglichst viele verschiedene Leute kennenzulernen und denen Ihre Leistung zu verkaufen.

Nein, gehen Sie mit der Prämisse hin, interessante Gespräche zu führen und interessante Leute kennenzulernen. Das wird Ihnen erstens eine entspanntere Zeit ermöglichen und zweitens wirken Sie dadurch auf Ihre Gesprächspartner um einiges vertrauenswürdiger. Gehen Sie immer von sich selbst aus: Nichts ist schlimmer, sich mit jemandem zu unterhalten, der mit einem Auge schon wieder Ausschau hält nach dem nächsten und vielleicht interessanteren Gesprächspartner.

Die erfolgreichsten Gespräche sind selten die, in denen man die perfekte Präsentation seiner Leistung abliefert. Die erfolgreichsten Gespräche sind meist die, in denen man viel mehr zuhört als spricht und dem Gegenüber durch öffnende Fragen die Möglichkeit bietet von sich zu erzählen.

Wenn Sie jetzt denken, das ganze läuft auf Smalltalk hinaus, dann haben Sie recht und doch wieder nicht. Was bedeutet denn Smalltalk? Im negativen Sinn versteht man meist eher oberflächliches und leichtes Geplauder darunter. Und genau das ist auch nötig um einen ersten Kontakt zu ermöglichen. Oder wie reagieren Sie auf jemanden der verbal mit der Tür ins Haus fällt?

Menschen haben einen sog. Gewöhnungseffekt eingebaut. Das heißt, auch unangenehme Situationen nehmen mit jeder vergehenden Minute an Intensität ab. Daher spricht man bei Gesprächen auch davon “miteinander warm zu werden”. Wenn man in einen Raum voller Menschen kommt, dann sind die ersten Minuten für viele am ungenehmsten und sie suchen sich erst mal ein Plätzchen “zum Ankommen”.

Nach einer Weile geht’s dann und man kann schon mehr aufnehmen, wahrnehmen oder in Kontakt treten. Natürlich gibt es dabei die ganze Bandbreite von eher extrovertierten bis zu introvertierten Menschen. Doch generell gilt für die meisten, dass sie die erste Gewöhnungsschwelle erst überschreiten müssen in gesellschaftlichen Situationen.

Es gibt Menschen die eher ungern Smalltalk betreiben und vor diesen “Erstkontakten” ausweichen. Oft steckt dahinter der eigene Anspruch besonders eloquent sein zu wollen, mit gutem Wissen glänzen zu können usw. Machen Sie es sich leichter. Denn um zuhören zu können, brauchen Sie nur ein paar gute Fragen, die Sie immer wieder stellen können.

Probieren Sie doch einmal folgendes aus:

Wenn Sie bei einem Vortrag, einer Präsentation oder ähnlichem waren und danach gibt es noch eine Kleinigkeit zu essen und trinken, dann sprechen Sie doch den neben Ihnen stehenden an und fragen ihn nach seiner Meinung. Ganz einfach z. B. mit “der Vortrag war wirklich interessant, was halten Sie davon?”

Und da jeder Mensch gern über seine Meinung und das was ihm am Herzen liegt spricht, können Sie mit öffnenen Fragen vom Smalltalk auf weiterführenden Themen übergehen.

Meist ist z.B. die Frage nach der Berufstätigkeit schon die nächste verbale Tür, mit der manche ins Haus fallen. Unter dem Motto: “Und, was machen Sie so?” oder “In welcher Branche (Position) sind Sie tätig?” Selbstverständlich ist das eine wichtige Information und man sollte auch wissen, mit wem man es zu tun hat. Versuchen Sie doch mal die Frage frei nach Columbo zu stellen: “Darf ich fragen, in welcher Branche Sie tätig sind?” Das ist die gleiche Frage, das stimmt. Doch Sie haben erst mal angeklopft, bevor Sie die Tür aufmachen. Diese Kleinigkeiten sind es, die es uns ermöglichen wirkliches Interesse zu vermitteln.

Wenn Sie nun dieses Gespräch weiter führen, dann fragen Sie doch mal Ihr Gegenüber was ihm am meisten Freude an seinem Job macht. Auf diese Frage habe ich schon sehr interessante Antworten erhalten. Vor allem Antworten, mit denen ich nie gerechnet hätte. Und spätestens bei diesen Antworten können Sie mit weiteren Fragen immer tiefer in die berufliche und gleichzeitig persönliche Ebene einsteigen. Meist sind das die interessantesten Gespräche die ich führe. Einfach nur mit der Frage: “Was macht Ihnen am meisten Spaß in Ihrem Job?”

Wenn Sie Gespräche auf diese Art führen, dann konzentrieren Sie sich auf Ihr Gegenüber. Widmen Sie ihm Ihre ganze Aufmerksamkeit. Auch wenn Sie vielleicht das Gefühl haben, dass Ihnen jetzt dieser Kontakt gar nichts nützt. Dieser Gedanke wird Sie davon abhalten ein richtiges Gespräch zu führen und damit ein Vertrauensverhältnis aufzubauen.

Nachhaltige Aufträge ergeben sich nicht nur durch direkte Kontakte sondern häufig durch Empfehlungen. Und von daher können Sie jetzt noch gar nicht sagen, ob Ihnen dieser Kontakt nun nützt oder nicht.

Zudem sollten Sie möglicherweise eine Haltung einnehmen, die genau auf die andere Seite der Medaille zielt: Wie kann ich diesem (neuen) Kontakt nützlich sein? Hab ich vielleicht Informationen für ihn? Oder kenne ich Personen, die ihm (oder ihr) weiterhelfen können?

Seien Sie eine Brücke. Vernetzen Sie Ihre Kontakte. Durch diese Haltung bieten Sie den anderen einen Nutzen und das wird sich bezahlt machen. Sie werden dadurch bei anderen ins Gespräch kommen und man wird positiv über Sie sprechen, da Sie etwas gegeben haben ohne gleich die Rechnung zu präsentieren.

Ihnen viel Erfolg beim “Ins Gespräch kommen”. Vielleicht begegnen wir uns ja mal bei einer solchen Gelegenheit.

Als Abschluss einen Gedanken von jemandem, den ich persönlich als einen der weisesten Menschen einschätze:

Der wahre Reichtum eines Menschen ist das, was er anderen Gutes getan hat.
Mahatma Gandhi

So, jetzt ist es schon wieder eine Woche her, dass in Deggendorf der 6. Ostbayerische Unternehmerinnentag stattgefunden hat.

Aus meiner Sicht war es rundum gelungene Veranstaltung mit einem abwechslungsreichen Programm. Der Vortrag von Martin und mir zum Thema Internet und eCommerce hatte regen Anklang gefunden. Vor allem alles rund um Weblogs hat zu vielen interessanten Fragen geführt.

Da die Zeit leider viel zu kurz war um richtig in die Tiefe gehen zu können, gibt es daher einen kostenlosen Info-Abend, der sich nur um das Thema Weblogs dreht. In Zusammenarbeit mit der IHK Passau findet am 3. November um 17 Uhr in der IHK Passau ein Info-Abend statt zu dem wir (Martin und ich) herzlich einladen.

Anmeldungen bitte über info@wissensagentur.net

Beim Forum 5 hatte ich Gelegenheit zum Thema “Virtuelle Netzwerke” ein Kurz-Referat zu halten. Eher ein Klick-Tipp-Red-Referat :-) denn wenn man schon über virtuelle Netzwerke spricht dann am besten gleich live zeigen.

Auch hier war reges Interesse bei den Unternehmerinnen und Existenzgründerinnen zu spüren. Wer die gezeigten Links auch gern noch nachsurfen möchten, bitte einfach einen Kommentar an diesen Beitrag anhängen oder per Mail info@wissensagentur.net anfordern.

Ansonsten an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Organisatorinnen von Frau & Beruf die sich immer sehr viel Mühe geben um diese Veranstaltung zu einem gelungenen Tag zu machen.

Die IHK Passau bietet am 20. Oktober 2006 eine Veranstaltung an mit dem Titel:

Kapazitätsauslastungsbörse Metall Niederbayern

Im Rahmen dieses Erfahrungsaustausches für Metallbetriebe lädt die Firma Hacker in Offenberg-Neuhausen (bei Deggendorf) als Hausherr zu einer Betriebsbesichtigung Ihres Werkes ein.

Anschließend gibt es einen Info-Vortrag zum Thema Ideenmanagement mit KVP/Kaizen. Ich freue mich sehr, dass ich die Möglichkeit habe, dieses Referat zu halten.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Herrn Kirsch (Key Account Manager bei Hacker) und Herrn Traub (Innovationsberater der IHK Passau) die es möglich gemacht haben, dass die Veranstaltung in diesem Rahmen stattfinden kann.

Alle Informationen zur Anmeldung finden Sie direkt auf der Seite der IHK Passau oder hier auf meiner Terminseite. Interessenten und Gäste sind ebenfalls herzlich willkommen.

Es war hier die letzten Tage wieder ruhiger in meinem Blog. Der Grund ist leider ein trauriger. Mein Vater war gerade mal 14 Tage daheim und langsam haben alle bei uns wieder angefangen durchzuatmen. Letzten Freitag hatte er nun einen weiteren sehr schweren Schlaganfall.

Erst wenn keine Kommunikation mehr möglich ist, fällt einem auf, was man jemandem noch unbedingt sagen wollte. Vor Weihnachten hatte ich dazu schon mal etwas geschrieben

Wenn manches nicht ausgesprochen wird, dann liegt das manchmal an einer gewissen Scheu, die man mit sich herumträgt. Vielleicht nimmt einen der andere nicht ernst oder tut sich schwer es zu nehmen, was man ihm sagen möchte. Man selbst fühlt sich vielleicht in diesem Moment sehr verletzbar, weil man sich dem anderen so sehr öffnet. Doch glauben Sie mir, es gibt tatsächlich einen Zeitpunkt, an dem ist es nicht mehr möglich jemandem etwas wichtiges zu sagen.

Einfache Dinge wie z. B. du bist der beste Papa, den ich haben konnte. Oder mein Liebster, ich danke dir für die Stunden, in denen du mich gehalten hast im Weinen. Oder danke Mama, dass du mir soviel Liebe schenkst.

Ist Ihnen auch schon mal aufgefallen, wie schlimm wir manchmal mit den Menschen reden, die uns am nächsten stehen? Wir würden nicht mal mit unseren Freunden so umgehen. Natürlich ist man manchmal zornig, hat einen miesen Tag an dem alles schief zu laufen scheint. Und es gibt Tage, da sch… man auf positives Denken und Konsorten (wenn Sie mir diesen Ausdruck verzeihen). Das ist alles wahr. Doch es gibt Grenzen. Grenzen die wir nicht sorglos ständig überschreiten sollten. Halten Sie inne, wenn Sie merken, dass Sie zu sehr in Fahrt sind. Nehmen Sie innerlich Abstand von Emotionen die gerade am Überkochen sind.

Wir sind oft dermaßen gefangen in unserem Alltagsleben. Alles scheint so maßlos wichtig zu sein. Das noch erledigen, dies noch anleiern, jenes noch machen. Doch wir können uns immer wieder daran erinnern:

Im Augenblick der Geburt beginnt unser Sterben.

Und die Zeit dazwischen ist begrenzt. Unsere Wahl wie wir mit ihr umgehen, wird die Qualität unseres Lebens bestimmen. Und um nun auf den Titel für diesen Beitrag zurückzukommen “Der einzigartige Schatz, der Sie sind…” möchte ich Ihnen noch ein paar Gedanken aus dem sehr weisen Buch Das alltäglich Genie mitgeben, das ich gerade lese:

“Sie wurden mit einem einzigartigen Schatz geboren. Dieser Schatz ist Ihre besondere Sichtweise und der spezielle Charakter, den Sie allein mit Leben erfüllen. Dieser Schatz ist das, was Ihre Freunde am meisten vermissen werden, wenn sie später einmal gegangen sind. Nie in der Geschichte hat jemand das Leben genau so gesehen wie Sie; niemand lebte sein Leben jemals so wie Sie, niemand hatte jemals Ihren spezifischen Einfluss auf alles, was Sie umgibt.

So sicher wie Sie durch Ihre Fingerabdrücke Spuren Ihrer Anwesenheit hinterlassen, hinterlassen Sie durch Ihre Wirkung einen Abdruck in der Erfahrung anderer, wohin Sie auch gehen.

Achten Sie auf das gleiche gewisse Etwas auch bei Ihren Freunden und Liebsten. Denken Sie an den Verlust, wenn jemand für immer gegangen ist. Wie würden Sie diesen Jemand ersetzen? Es gibt immerhin mehr als 5 Milliarden Menschen, aus denen Sie wählen können - und Sie können keinen finden, der genauso gut wäre? Wenn nicht, was ist dann diese einzigartige Qualität, die verlorengeht, wenn jemand von uns geht? Versuchen Sie, diese Qualität in jedem Ihrer Liebsten und Freunde zu erspüren.”

Und dann sollten Sie Ihnen das sagen. Das ist das was ich Ihnen heute mitgeben möchte.

Das Handelsblatt titelt Jahresgespräche sind meist eine Farce. Eine Studie bei 129 Großunternehmen habe gezeigt:

Nicht einmal 20 Prozent der Unternehmen verfolgen detailliert, ob ihre Mitarbeiter und Führungskräfte sich überhaupt ambitionierte Ziele setzen – und ob sie diese auch erreichen. 30 Prozent der Befragten messen die Effizienz ihrer Performance-Management-Prozesse überhaupt nicht.

Das ist noch nicht alles an alarmierenden Zahlen. Am erschütterndsten fand ich:

So räumen 72 Prozent der Unternehmen ein, dass ihre Manager die Beurteilungsprozesse nicht gut genug ausführen. Fast drei Viertel der Befragten glauben, dass Führungskräfte ihre Fähigkeiten in Sachen Mitarbeiterführung verbessern müssen.

Das Bild ist keineswegs überzeichnet sondern spiegelt die Realität wieder. Was das wohl hochgerechnet für Auswirkungen auf die gesamte Effizienz hat? Wenn fast 75 % der Führungskräfte Defizite in Sachen Mitarbeiterführung haben?

Ist es daher nicht höchste Eisenbahn, die Weiterbildungspolitik in der Firma dahingehend zu überprüfen, ob die eigenen Führungskräfte überhaupt in der Lage sind, diese Gespräch zu leisten? Es ist in den seltenstens Fällen ein fachliches Defizit, das hier vorliegt. Vor allem im mittleren Management sind die Manager oft Tausendsassa, was ihren Arbeitsbereich angeht. Wo es hapert sind die Kommunikationsfähigkeit nach außen und Reflexionsfähigkeit nach innen.

Sollten nicht diese Fähigkeiten als erste gefördert und ausgebildet werden anstelle den 500. Excel- oder Rhetorikkurs für die Mitarbeiter auszuschreiben? Wer in seine Führungskräfte investiert in Sachen eigener Entwicklung, macht diese zu Multiplikatoren. Denn wer sich selbst immer besser führen kann, kann dies auch für andere leisten.

Der Umkehrschluss zeigt allerdings auch auf, wenn diese Investitionen unterbleiben, wird sich das Defizit wie in Stein im Wasser wie von selbst ausbreiten und seine negativen Früchte werden zu ernten sein.

Da denke ich, lohnt doch jede Maßnahme, die damit auch dem ganzen Unternehmen dient.
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Heute habe ich mehrere Gespräche geführt in denen (wie mir scheint) die beiden grundlegendsten internen Firmenprobleme unserer Zeit das Thema waren.

Zum einen fehlender bzw. unkoordinierter und verschwommener Informationsfluss und zum anderen (mit den gleichen Eigenschaftswörtern beschreibbar….) fehlender bzw. unkoordinierter und verschwommener Kommunikationsfluss.

Diesem Phänomen begegne ich in meiner Arbeit ja nicht zum ersten Mal. Im Gegenteil es scheint immer mehr zuzunehmen. Die Mitarbeiter einer Abteilung scheinen noch am ehesten miteinander zu kommunizieren. Sobald die Abteilungsgrenzen jedoch überschritten werden, geht es oft abrupt bergab.

Auch Informationen fließen innerhalb einer Ebene meist noch ziemlich flüssig. Doch dann wird auch hier zwischen verschiedenen Hierarchien und Ebenen häufig eher stille Post gespielt und es kommen teils nur noch verstümmelte Infos an. Dass das natürlich Konfliktpotential par exellence darstellt ist ja nicht verwunderlich.

Meiner Erfahrung nach liegt das selten an tatsächlichem fachlichen Versagen oder Unvermögen. Meine Theorien gehen da in folgende Richtungen:

  • Konkurrenzsituationen die teils aus Unwissenheit über systemische Firmenzusammenhänge von Vorgesetzten geschaffen werden. Was sich jetzt so kryptisch anhört ist nichts anderes als ein gefördertes Gegeneinander verschiedener Abteilungen durch Anforderungen von oben. Ein Beispiel ist da der schon sprichwörtliche Konflikt zwischen Vertrieb und Produktion. Der Vertrieb muss seine Zahlen erreichen und nimmt einfach (überspitzt formuliert) jeden Auftrag an und die Produktion muss dann irgendwie schauen, wie sie alles gebacken kriegt.
  • Wissen das Macht bedeutet kann dazu führen, dass Informationen wie Wertgegenstände behandelt und nur dem Meistbietenden verkauft werden. Auch wenn das ein möglicherweise überzeichnetes Bild ist, illustriert es doch sehr schön, dass noch sehr oft die Meinung herrscht, das eigene Wissen zu teilen würde bedeuten, ich verliere an Wert und damit an Möglichkeiten. Ein echtes Teamwork und Miteinander lebt jedoch vom Teilen des Wissens und hier gilt klar der Satz: Geteiltes Wissen ist doppeltes Wissen. Doch um das möglich zu machen, muss ein Klima herrschen, indem das Gefühl vorrangig ist, ich verliere nicht sondern gewinne, wenn ich mein Wissen teile.
  • Führungsdefizite können sich durch eine ganze Firma ziehen. Je weiter oben angesiedelt umso größer werden die Kreise sein. Die Defizite die ich hier speziell meine, liegen meist darin, dass Führungskräfte kein wirkliches Verständnis ihrer Rolle haben und auch nicht die Entwicklungschance dazu bekommen haben. Es ist halt nicht die beste Voraussetzung seinen Job gut zu können und ein Spezialist in seinem Gebiet zu sein und dadurch auf eine Leitungsposition befördert zu werden. Die besten Führungskräfte sind die, die auch mal sagen können “Ich weiß es nicht” und die es ausshalten, wenn jemand eine Aufgabe anders erledigt, als sie es selbst gemacht hätten. Und die die Fähigkeit zur Selbstreflexion haben. Und damit stellen sich oft diejenigen als beste Führungskräfte heraus, die fachlich nicht unbedingt die besten in ihrem Bereich sind, jedoch für die menschliche Führung prädestiniert sind. Denn wie auch Tom Peters immer wieder in seinen Büchern schreibt, ist MBGA (Manangement by going-around) eine der wichtigsten Eigenschaften die ein Manager können sollte.

Es gäbe mit Sicherheit noch viele weitere Punkte, die sich hier aufführen ließen. Doch wenn allein an diesen wenigen in einer Firma gearbeitet würde, könnte sie Berge versetzen. Davon bin ich nicht nur theoretisch überzeugt, sondern ich erlebe es immer wieder in meiner Arbeit als Beraterin, dass es tatsächlich so ist.

Und einer der Schlüssel, der dazu in meinen Augen ganz elementar ist, bei jeder Arbeit, jedem Kontakt (ob privat oder beruflich) ist die Wertschätzung des anderen. Auch (und vor allem dann) wenn man nicht einer Meinung ist.

Die Wirtschaftswoche hat einen interessanten Artikel über eine aktuelle Umfrage von Stepstones veröffentlicht. Demnach haben vor allem deutsche Führungskräfte kein Interesse an persönlichen Gesprächen mit ihren Mitarbeitern. Über 50 % nutzen diese Möglichkeit nie, laut Umfrage. Das ist doch wieder mal sehr traurig und leider inzwischen anscheinend wieder mal typisch deutsch.

Ein Blick auf die skandinavischen Kollegen zeigt das Bild genau anders herum. Dort werden von über 50 % regelmäßig 1-2x im Jahr persönliche Gespräche mit den Mitarbeitern geführt.