…über die ich ja schon des öfteren geschrieben habe, wie hier und hier. Diesmal ein Zitat von einem meiner Lieblingsdichter:

Wessen wir am meisten im Leben bedürfen, ist jemand, der uns dazu bringt, das zu tun, wozu wir fähig sind.

Ralph Waldo Emerson

Hm, merken Sie auch schon wie es zu picksen anfängt…? Denn einerseits sollen wir uns ja selbst motivieren und die intrinsische Art wär ja die einzige Möglichkeit für wahre Motivation.

Doch auf der anderen Seite, kennen Sie nicht auch das Gefühl jemandem gegenüberzustehen, der einem voller Vertrauen sagt: “Du kannst das.” Und davon absolut überzeugt ist, auch wenn man selbst Zweifel daran hat.

Und dieses Zutrauen ist dann fast wie ein Vorschuss auf das eigene Erleben des Schaffens. Sei es auch mit Rückschlägen und Frustrationen behaftet. Jeder Weg hat nunmal seine Steine und Steinchen.

Haben Sie so jemanden in Ihrer Nähe? Jemanden der Sie dazu bringt, das zu tun, wessen Sie fähig sind?

Sind Sie selbst so jemand? Geben Sie Menschen einen Vorschuss im Zutrauen auf ihre Fähigkeiten? Bringen Sie andere dazu, das zu tun, wessen sie fähig sind?

Meine ganz persönliche Meinung ist, dass wir dann wachsen, wenn wir solchen Menschen begegnen und lernen selbst zu solchen Menschen zu werden.

Wie sehen Sie das? Machen Sie mir doch die Freude und schreiben mir Ihre Gedanken.

Grund für die lange Pause

Nach langer Zeit, es sind zwei Monate ins Land gegangen, schreibe ich heute meinen nächsten Beitrag. Der Grund für die lange Pause ist nicht nur der Sommerurlaub gewesen oder das neue Layout (an dieser Stelle vielen herzlichen Dank an Martin) sondern eher etwas, das nicht unbedingt ein so sehr öffentliches Thema ist.

Für mich waren die letzten Monate eine emotional sehr belastete Zeit durch den Tod meines Vaters. Ich hatte in verschiedenen Beiträgen schon darüber geschrieben.

Wieso ich das jetzt zu einem Thema in einem eher geschäftlich aufgebauten Blog mache? Das hat mehrere Gründe. Der erste ist ganz banal, hinter jedem Geschäft stecken Menschen und jeder Mensch wird in seinem Leben mit dem Tod konfrontiert werden. Der zweite Grund ist, dass ich in den letzten Wochen viel über mich, über Menschen in meinem Umfeld und das Gefühl der Ohnmacht gelernt habe, das Trauerarbeit mit sich bringt.

Und das hat mir ganz klar aufgezeigt, dass Trauer eine eigene Dynamik hat. Die verschiedenen Phasen des Trauerns können nicht verkürzt oder übersprungen werden. Der Körper zieht hier klar die Bremse.

Die Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross spricht von 5 verschiedenen Trauerphasen:

  • Nicht-wahrhaben-Wollen
  • Zorn
  • Verhandeln
  • Depression
  • Zustimmung

Jede dieser Phasen ist wichtig. Nach meiner Erfahrung würde ich sagen, dass die Reihenfolge nicht unbedingt bei jedem Menschen die gleiche ist. Obwohl der Punkt Zustimmung den Abschluss bilden sollte, da man sonst in der Trauer quasi steckenbleibt.

Am schlimmsten war für mich die Phase des Zorns und des nicht-wahrhaben-wollens. Dieses Gefühl kam oft so unvermittelt hoch und hat sich auch häufig gegen meine Familie gerichtet, dass das schlechte Gewissen fast genauso schlimm war und ich völlig hilflos dazwischen.

Es war wie ein Ausblendenwollen. Wenn ich mich zurückziehe, einfach meine Arbeit weitermache, dann ist es fast so, als ob gar nichts passiert ist und alles ganz normal weiterläuft. Das ist natürlich eine Illusion und das Aufwachen daraus erfolgt nur langsam.

Ein Punkt, der sich für als überaus wichtig und heilsam erwiesen hat, war das Gespräch mit Menschen, die ähnliches erlebt haben. Die eigene Hilflosigkeit, Wut und Ohnmacht ein klein wenig teilen können mit dem Gefühl des Angenommenseins.

Der Verlust eines Elternteils bringt auch eine Neuverteilung im Familiensystem mit sich. Häufig mit veränderten Rollenbildern, Aufgaben und Verantwortlichkeiten. Es ist wie ein Mobile, in dem ein Anhängsel abgenommen wird. Es dauert eine ganze Zeit, bis sich wieder alles einpendelt und ins Gleichgewicht kommen kann. Es treten alte Verletzungen zum Vorschein und nicht ausgesprochenes macht sich breit.

All das braucht Zeit und Raum zum Verarbeiten. Menschen, die damit umgehen und den Schmerz eines anderen aushalten können.

Zum Abschluss möchte ich ein paar Gedanken zum Alltag in den Raum stellen:

  • Wie gehen Sie mit dem Thema Trauerarbeit in Ihrem Unternehmen um?
  • Kennen Sie mögliche Anlaufstellen wie Trauergruppen, Trauerbegleiter usw. die Sie weitergeben können?
  • Wie könnten Sie Ihre Mitarbeiter bei den rechtlichen Folgen und Fragen unterstützen, die mit jedem Todesfall auftreten?
  • Könnten Sie sich vorstellen, immer wieder einmal Informationsvorträge zu den Themen Erbschaftsregelungen, Patientenverfügung usw. anzubieten?

Für mich wird es noch eine ganze Weile dauern, bis ich für mich das Gefühl habe, im Reinen zu sein. Ans Grab zu gehen, schaffe ich im Moment immer noch nicht. Doch es geht aufwärts, Schritt für Schritt. Mit Achtsamkeit und bewusstem Leben. Und mit dem Gefühl, jemanden zu haben, der jetzt auf eine andere Art auf mich aufschaut. Meinen Weg begleitet und in mir ein Stück weiterlebt.

In diesem Sinne mache ich mit diesem Beitrag einen neuen Anfang und wünsche all meinen Lesern Zeit für das Wesentliche in Ihrem Leben.

Ein Zitat über ganzheitliche Führungskräfte:

Trompete können Sie nicht zögerlich spielen.

(Pater Theodore Hesburgh)

Da ist wohl was dran. Würde sich wahrscheinlich bei einer Trompete eher unfreiwillig komisch anhören, quitschend oder nach heißer Luft….

Wenn man nun diese Metapher auf den Unternehmensalltag als Führungskraft überträgt, dann lohnt es sich, über folgende Fragen nachzudenken:

  1. Bei welchen Entscheidungen verhalten Sie sich tendenziell eher zögerlich?
  2. Welche Auswirkungen hat das? Auf Sie selbst, auf Ihre Mitarbeiter, Ihre Kollegen, auf die Prozesse?
  3. Wie wäre der optimale Verlauf?
  4. Was fehlt Ihnen dazu?
  5. Was können Sie tun, um das fehlende zu erlernen, zu bekommen, auszufüllen?

Bis zu dieser Frage ist alles ziemlich logisch aufgebaut. Und in vielen Fällen lässt sich nun eine Veränderung erreichen, in dem das in den Antworten Erarbeitete sukzessive umgesetzt und gelebt wird.

Doch ebenso häufig ist der andere Fall, in dem wir genau wissen, was zu tun ist und es trotzdem nicht machen. Und hier wird es nun interessant. Um mit diesen Widersprüchen zu arbeiten, gibt es verschiedenste Herangehensweisen. Letztlich gipfeln alle darin, dass jedes Verhalten einen Sinn hat, wie unsinnig und unlogisch es uns auch im Bewusstsein erscheinen mag.

Ein Beispiel dazu aus meinem Dozentenleben: Ein wirklich cleverer Schüler wusste genau, wo es bei ihm hakte und lernen fiel ihm leicht. Doch irgendwie legte er sich ständig selbst Steine in den Weg. Im Betreuungsgespräch ergab sich dann der Grund dafür: Wenn er in diesen Fächern bessere Noten haben würde wie seine beiden Freunde würde das zu einer Spaltung führen, befürchtete er. Und damit war die Entscheidung sonnenklar: Die Zugehörigkeit zu seiner Peergroup war um einiges gewichtiger, als seine eigene Verbesserung. Mit diesem Wissen ließ sich nun an einer konkreten Lösung mit ihm arbeiten, seine Ziele zu erreichen und die Zugehörigkeit zu bewahren.

Eine kleine Randnotiz: Dieses Phänomen von zurückhaltendem „Wissen zeigen“ nach außen mit dem Hintergrund der Verlustangst von Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe lässt sich sehr, sehr häufig bei Jungen und Männern beobachten.

Das angeführte Beispiel illustriert sehr schön den Zusammenhang zwischen äußerem Verhalten und innerem Sinn. Um nun den eigenen Widersprüchen und den dahinterstehenden unbewussten Treibern auf die Spur zu kommen sind zwei Fragen ein guter Ansatz.

Vielleicht nehmen Sie dazu gleich eine konkrete Situation, dann können Sie für sich den größten Nutzen daraus ziehen. Also am besten ein eigenes Verhalten, das Ihnen eher im Weg steht und Ihnen trotzdem immer wieder „passiert“.

  • Was verhindert dieses Verhalten?
    Die Antwort zeigt Ihnen ein angestrebtes Ziel an.
  • Was ermöglicht mir dieses Verhalten?

Damit kommen Sie Ihrem inneren Grund auf die Spur. Lassen Sie sich mit der Beantwortung ruhig Zeit. Und konzentrieren Sie sich auf Ihre Körperempfindungen und Bilder die in Ihnen aufsteigen. Ihr Kopf darf ruhig mal ein Päuschen einlegen.

Egal, was als Antwort aufgetaucht ist, genau das hat für Sie einen höheren Stellenwert. Manchmal braucht man auch ein paar Anläufe, bis Antworten aufsteigen.

Wenn Sie nun Ihr Ziel von Frage 1 erreichen möchten, dann haben Sie dann die größten Chancen, wenn Sie sicherstellen, dass Ihr innerer Grund berücksichtigt wird.

Und sollten Sie merken, dass Sie immer wieder bei gleichen Themen hängenbleiben, dann haben Sie keine Scheu sich jemanden zur Unterstützung und Begleitung zu suchen. Häufig genügen bereits wenige Gespräche, um aus der eigenen Sackgasse herauszukommen. Ein guter Coach oder Therapeut ist in der Lage Ihnen den kleinen Schubs zu geben, der in die für Sie richtige Richtung führt. Laufen müssen Sie dann eh selbst. ;-)

Das Zitat mit dem dieser Beitrag begonnen hatte: Trompete können Sie nicht zögerlich spielen stammt aus dem Buch Visionäres Management von Gay Hendricks und Kate Ludeman.

Eine Inspirationsquelle und gute Zusammenfassung was ganzheitliche Führung bedeutet und welche Vorausetzungen und Möglichkeiten damit verknüpft sind.

Dieses Buch kann ich jedem empfehlen, der mit Führung betraut ist, denn es enthält für meine Begriffe, viele simple Wahrheiten, die doch so oft (leider) unter den Tisch fallen.

Diese tiefe Wahrheit wird u. a. im Zen-Buddhismus gelehrt. Was bedeutet das nun konkret?

Ich bin nicht meine Gefühle.

Vielleicht erläutert das am besten ein Beispiel:

Morgens klingelt der Wecker und Sie sind noch ganz verschlafen als Sie aufstehen. Sie trödeln im Bad und in der Küche herum. Dann fällt Ihnen ein, dass Sie den Bericht immer noch nicht fertig geschrieben haben. Ihre Laune sinkt. Sie suchen Ihre Sachen zusammen und gehen aus der Tür.

Während Sie im Auto sitzen, schießen Ihnen tausend Gedanken durch den Kopf. Der Stresspegel steigt. Sie machen sich innerlich Vorwürfe, dass Sie den Bericht aufgeschoben haben und ärgern sich gleichzeitig über den Autofahrer der vor Ihnen scheinbar dahinschleicht.

Endlich im Büro angekommen, will schon wieder der erste was von Ihnen. Sie schütten sich den Kaffee fast über die Unterlagen und das Telefon läutet bereits penetrant.

Sie haben jetzt schon die Nase voll vom Tag und merken wie der Ärgerpegel steigt und steigt.

Auch wenn dieses Beispiel natürlich überzeichnet dargestellt ist, kennen Sie möglicherweise ähnliche Situationen. Und wenn Sie ein wenig in Gedanken mitgegangen sind, dann haben Sie vielleicht als TrittbrettfahrerIn einen Anflug von diesem Ärger gespürt, der sich hier aufgebaut hat.

Die Auswirkungen auf den Körper sind enorm. Der Puls und der Herzschlag werden erhöht. Die gesamte Muskelanspannung verstärkt sich. Die Magensäure schaltet hoch und einiges mehr. Wie gehen Sie mit solchen Situationen um? Wie schaffen Sie es wieder runterzukommen?

Eine Möglichkeit die ich Ihnen in diesem Beitrag vorstellen möchte, hat mit dem o. g. Satz zu tun. Ich wiederhol ihn einfach nochmal:

Ich bin nicht meine Gefühle.

In der Psycho-Analyse wird im Menschen zwischen verschiedenen Ich-Zuständen unterschieden. In der Gestalttherapie kennt man beispielsweise den Unterschied zwischen einem Erwachsenen- und einem Kind-Ich.

Und genau da möchte ich hin. Wir haben ein sog. Ego das uns mit Gedanken und Gefühlen überflutet. Die ganzen Stimmen die man so im Kopf hat und die uns manchmal schelten, antreiben, Vorwürfe machen usw. Doch das SIND wir nicht. Wir sind weder unsere Gefühle, noch unsere Gedanken.

Wir erschaffen sie und nicht sie erschaffen und regieren uns. Diese einfache Wahrheit wird oft übersehen. Alles was wir denken und fühlen, können wir beeinflussen, denn WIR sind es, die denken und fühlen. Es gibt niemanden da draußen, der uns sagen kann: Fühl dich jetzt so und so.

Es ist einzig und allein jedes mal unsere Interpretation von erlebten Situationen, die die Gedanken und Gefühle erschafft. Dies alles läuft natürlich oft in Sekundenbruchteilen ab. Und manchmal merkt man es erst, wenn man schon mitten drin steckt.

Sie wissen jedoch genauso wie ich, das die meisten negativen Empfindungen uns empfindlich in unseren Handlungsmöglichkeiten einschränken. Souveränes Handeln ist im Ärger oder Stress fast nicht möglich. Damit verliert sich auch der Überblick über komplexe Zusammenhängen.

Angst beispielsweise schränkt tatsächlich oft das Blickfeld ein und erhöht damit die Zentrierung auf das Ängstigende. Die Folge davon ist ein unnatürliches Vergrößern der erlebten Sitation, quasi wie eine Lupe.

Was Sie nun konkret tun könnten, um um sich wieder zur Ruhe zu bringen, wäre einen kleinen Trick anzuwenden. Den Trick mit der Uhr.

Denn, wenn Sie Ihrem Ego die Oberhand überlassen, sind Sie nicht mehr im Hier und Jetzt. Sie verlassen sich quasi selbst. Lassen Sie uns das obige Beispiel aufgreifen:

…. merken wie der Ärgerpegel steigt und steigt. Als Sie dies wahrnehmen, schauen Sie bewusst auf die Uhr und sagen (oder denken):

Ich ärgere mich gerade sehr und es ist jetzt 9 Uhr 42.

Haben Sie evtl. mitgemacht? Wenn ja, dann haben Sie möglicherweise eine Veränderung in den Gedanken und Empfindungen gemerkt. Als nächsten Gedanken:

…. es ist jetzt 9 Uhr 42. Ich ärgere mich jetzt noch bis 9 Uhr 50 und dann hör ich damit auf.

Macht das für Sie Sinn? Mussten Sie vielleicht ein ganz klein wenig schmunzeln? Sich bewusst für ein negative Empfindung zu entscheiden, ist etwas, was so gut wie niemand freiwillig machen würde. Und genau das ist das Entscheidende dabei. Sie wählen Ihre Empfindung bewusst und genau dadurch haben Sie wieder alles besser im Griff.

Selbstverständlich können Sie sich jetzt auch für Gelassenheit, für Ruhe, für Souveränität entscheiden. Die Situation an sich, ist immer noch die Gleiche. Doch Sie haben jetzt den Stand- und Sichtpunkt geändert und Ihre Wahrnehmung ermöglicht Ihnen eine neue und bewusste (damit kraftvolle) Bewertung.

Wenn die Situation von Ihnen eine weitere interne Bearbeitung erfordert, d. h. Sie sind mit etwas konfrontiert, was Sie konkret durchdenken möchten, dann können Sie auch dazu die Uhrzeit nutzen.

In unserem Beispiel geht es vielleicht um eine sich wiederholende Situation, dass unangenehm empfundene Aufgaben häufig geschoben werden. Es belastet Sie immer wieder und Sie möchten der Sache auf den Grund gehen. Dann können Sie mit sich selbst einen Deal machen, in dem Sie konkret überlegen, wann Sie sich für dieses Thema Zeit nehmen möchten. Und dann nutzen Sie einfach die Uhrzeit, wie z.B.:

… und dann hör ich damit auf. Heute abend um 20 Uhr werde ich mich mit dem Thema “was kann ich tun, um mir unangenehme Aufgaben früher zu erledigen” beschäftigen.

An diesen Termin sollten man sich dann halten. Sonst wird es Sie wie einen Bumerang immer wieder und wieder einholen.

Bei dieser Technik gilt natürlich auch “Übung macht den Meister”. Und die Uhrzeit ist letztlich nur eine Krücke zum schnelleren bewussten Wahrnehmen. Probieren Sie es doch einfach mal für eine Woche aus. Sie werden vielleicht feststellen, dass Sie immer mehr ein Gefühl von Souveränität in Ihrem Leben, Umfeld und Handeln bekommen. Und wenn Sie auch nur eine Situation dadurch verändern können, ist es eine positive Situation mehr.

Lassen Sie sich auch immer wieder mal von einem Zitat inspirieren? Der Newsletter darüber gibt es ja inzwischen viele. Auch ich bekomme meine tägliche Ration ;-) von www.zitate.de

Allerdings war das Zitat von heute wieder eines dieser Krümel im Bett. Und es lässt mich irgendwie nicht los:

"Wir sind schon ein merkwürdiges Volk, wenn wir mit Freude Maschinen bedienen, aber jedes Lächeln gefriert, wenn es sich um die Bedienung von Menschen handelt. "
Roman Herzog (*1934), deutscher CDU-Politiker, Bundespräsident 1994-1999

Was denken Sie darüber?

Jetzt, dieser Moment…

… ist der einzige den Sie beeinflussen können. Hört sich ein wenig seltsam an? Hm, kann gut sein, doch ich hab mal wieder gelernt wie wichtig diese simple Erkenntnis ist.

Sie kennen doch bestimmt auch diese Zeiten, in denen 500 Sachen gleichzeitig zu erledigen sind und auf Sie einstürmen. Tausend Leute wollen was von Ihnen, Termine sind eigentlich gestern schon abgelaufen und wenn Sie bloß an die noch zu erledigenden Projekte denken, dann bekommen Sie schon Bauchweh….

Das Gedankenkarusell das aus solchen Situationen entsteht, dreht sich oft mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit um immer die selben Katastrophen, die man sich ausmalt. Halten Sie es an. Stellen Sie sich die Frage:

Was fehlt diesem Moment?

Eine etwas seltsame Frage? Das stimmt. Probieren Sie es nochmal: Was fehlt diesem Moment? Und damit ist genau dieser eine Moment gemeint. Diese eine Sekunde. Was fehlt diesem Moment? Jetzt, diesem Moment in dem Sie vor dem Computer sitzen und diese Zeilen lesen.

Die Antwort auf diese Frage spielt überhaupt keine Rolle. Was dabei passiert, ist, dass Sie durch diese Frage ins Hier und Jetzt zurückkehren. Sie werden gegenwärtig und hören auf, sich auf die Zukunft zu konzentrieren oder auf die Vergangenheit in der Sie möglicherweise manche Sachen nicht rechtzeitig erledigt haben. Sie brauchen die Kraft der Gegenwart um in Ihrem Chaos klar zu sehen. JETZT, ist der einzige Moment den Sie beeinflussen können.

Was können Sie jetzt tun, damit sich Ihr Chaos lichtet? Sie können die Dinge beeinflussen, die Sie jetzt angehen können. Ganz konkret. Sie können keine Projekte erledigen. Sie können nur den nächsten Schritt in einem Projekt machen.

Wen es interessiert woher diese Frage stammt: Sie wird in der Ausbildung von Zenmeistern gestellt, um die Schüler dazu anzuhalten und Ihnen zu lehren, dass Gegenwärtigkeit der wichtigste Zustand ist.

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