“enabling the dreams of others” Die Träume anderer möglich machen.

Fundstelle: Video von Randy Pausch

Ein großartiger Lehrer ist tot. Randy Pausch ist am 25. Juli 2008 an den Folgen seiner Krebserkrankung gestorben. Er hinterlässt ein wichtiges Erbe in Form seiner ganz persönlichen “Last lecture” Einer seiner Kerngedanken, über die er spricht, ist “enabling the dreams of othersDie Träume anderer möglich machen.

Ein seltener Gedanke, der einem eher im Bereich der Spendenhilfe begegnen mag. Doch im Bildungssektor? Im täglichen Leben?

Mich hat das sehr an die Anfänge meiner Selbständigkeit erinnert. Ich habe 1995 angefangen zu unterrichten und war sehr idealistisch und mit viel Schwung unterwegs. Eine kleine Weltverbesserin… Die Realität hat mich dann schnell in Form der Bürokratie eingebremst. Doch genau das wollte ich nicht akzeptieren. Ich wollte Chancen bieten. Den Menschen, die in meinen Klassen saßen, eine Zukunft eröffnen. Die meisten der Umschüler die bei uns landeten waren aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht mehr in der Lage ihren bisherigen Beruf auszuüben. Alters- und bildungsstandmäßig völlig durchmischt. Motivation sehr unterschiedlich, je nach ganz persönlicher Geschichte.

Und mit diesem “Material”, wie es allen Ernstes in manch offiziellen Schriften hieß, galt es nun zu arbeiten.

Manche Leute denken, dass ich deswegen so gern lehre, weil ich so gern rede :-) Das stimmt jedoch nur zum Teil. Einer meiner inneren Antreiber von klein auf war es zu lernen und das was ich gelernt hatte weiterzugeben. Anfangs noch sehr unreflektiert, jeder der grad zur Verfügung stand, kam so in den Genuss einer “Vorlesung”. Was mir dann als Kind auch den Zusatz altklug einbrachte. Damals verstand ich das noch nicht und mit meinem Hang zu Clownerie konnte ich wahrscheinlich wieder einiges wettmachen.

Jedoch genau diese Kombination von Humor und Wissensvermittlung war dann viele Jahre später mein Schlüssel um die Menschen zu erreichen. Herauszufinden was ihre Träume waren und sie bei der Verwirklichung zu unterstützen.

Kennen Sie dieses Gefühl, wenn Sie jemandem gegenüberstehen, dem langsam klar wird, dass es doch noch nicht zu spät ist für ein neues Leben und er vielleicht nicht alles, jedoch sehr viel von dem erreichen kann, was er sich von seinem Leben wünscht? Das Strahlen, das sich über das Gesicht ausbreitet, ein Lächeln, das wie von selbst entsteht und der Mensch sich aufrichtet - das zu sehen, hat mich jedes Mal wieder sehr beeindruckt und begeistert. Dazu die eigene Freude darüber zu spüren, ein Teil dieser “Ermöglichung” gewesen zu sein.

Dies ist nun keineswegs ein Privileg, dass nur Lehrern, Dozenten usw. zusteht. Nein, wir übersehen so häufig, dass wir viel öfter in der Lage sind, andere dabei zu unterstützen ihre Träume zu verwirklichen, als wir meinen. Genau das würde uns selbst gut tun. Denn wir eiern im Kopf zu sehr um unsere kleine Welt herum, beißen uns an irgendwelchen Gedanken fest, ertrinken im Alltagseinerlei und verlernen dabei unsere Umwelt wirklich wahrzunehmen.

Wirkliches Zuhören, wahres Interesse zeigen setzt voraus, dass ich mich auf mein Gegenüber konzentriere und mein Ego zuhören und lernen lasse. Und Fakt ist, dass wir in der Interaktion mit anderen am meisten über uns selbst lernen - wenn wir es denn wollen. Den meisten von uns ist das alles bekannt, doch wenden wir dieses Wissen auch wirklich an?

Nehmen wir doch dieses Beispiel “die Träume anderer möglich machen”. Es ist ganz erstaunlich, welch blockierende Gedankenmuster in diesem Zusammenhang oft auftauchen. Beispielsweise: ‘Wieso sollte ich die Träume von anderen möglich machen? Mir hilft ja auch keiner bei meinen.’ Und das aus dem Mund von Erwachsenen wohlgemerkt. Ist es nicht erstaunlich, wieviel Trotz diese Aussage enthält, wenn man in sie hineinspürt? Wussten Sie, dass es in der Psychologie ein geflügeltes Wort zum Trotz gibt?

Trotz = fehlgeleitete Traurigkeit

Sie erinnern sich bestimmt an Situationen, in denen auch Sie sich trotzig gefühlt haben. Wenn Sie in dieses Gefühl hineingehen und genau wahrnehmen, was dort ist, dann könnte es sein, dass Ihnen die Traurigkeit bewusst wird, die dahinter liegt. Doch es gab in dem Moment keine Möglichkeit sie auszudrücken aus welchem Grund auch immer und daher kommt der Trotz nach außen.

In diesem Bewusstwerden liegt nun die Chance zum Wachstum. Denn, um auf die obige Aussage zurückzukommen, wer das Gefühl hat, dass ihm niemand hilft, hat möglichweise das Prinzip mit Geben und Nehmen noch nicht ganz durchschaut. Dieses hat ganz klar zwei Seiten. Und wenn ich eine davon zu sehr betone, dann hängt die Waage auf Dauer schief.

Wer mehr gibt als er nimmt, wird zum Märtyrer. Wer mehr nimmt als er gibt, macht sich zum Opfer. Beide Seiten haben für manche Menschen einen gewissen Reiz. Denn wer mehr gibt, kann sich als “Gutmensch” präsentieren, doch innerlich glücklich macht das nicht wirklich. Im Gegenteil, das gipfelt oft in Aggressionen gegenüber denjenigen, denen man ja so sehr hilft. Ist klar, der Ausgleich stimmt nicht.

Auf der anderen Seite wer mehr nimmt als er gibt, hält sich selbst künstlich klein und unselbständig. Eine Methode die die Illusion aufrecht erhält, nicht verlassen zu werden. Doch genau das ist dann trotzdem irgendwann der Fall, in welcher Form auch immer.

Was bedeutet das nun für unser Eingangsthema “die Träume anderer möglich machen”? Nun, genau darin spiegeln sich beide Seiten der Waage geben und nehmen. Denn wenn Sie für andere Möglichkeiten schaffen, um Träume zu verwirklichen, werden auch Sie selbst immer mehr den Mut haben, andere darum zu bitten Sie bei der Verwirklichung Ihrer Träume zu unterstützen.

Wir sind Lernende auf diesem Planeten und wenn wir wirklich bewusst leben, dann werden bis an unser Ende Lernende bleiben. Und wenn Sie sich für die Idee öffnen gleichzeitig Lehrender zu werden, wird sich Ihnen eine neue Welt zeigen die am meisten Ihnen selbst zu gute kommt.

Schauen Sie sich um, fragen Sie die Menschen in Ihrer Nähe, “Welche Träume hast du? Lass Sie uns verwirklichen, ich unterstütze dich dabei.” Auf dem gleichen Weg sollten Sie Ihre Träume teilen. Wissen denn die Menschen die Ihnen nahe stehen, was Ihre Träume sind? Reden Sie darüber. Fragen Sie um Unterstützung.

Um Ihnen zum Abschluss ein Beispiel erzählen, die mich absolut beeindruckt hat, möchte ich Sie mitnehmen in das Jahr 1998. Wir hatten einen neuen Kurs gestartet und eine Teilnehmerin - ich will sie hier Gerda nennen - war mit dabei. Mitte 40, Fliesenlegerin (was ein gigantisch harter Job ist, um das mal anzumerken), gesundheitlich am Ende, ungepflegt mit Hang zur Verwahrlosung. Wir hatten zwei Jahre abzgl. 10 Monaten Praktikum Zeit um unsere Schützlinge auszubilden.

In den Betreuungsgesprächen und auch im Unterricht war kaum ein Wort aus ihr herauszukriegen. Verschüchtert war überhaupt kein Ausdruck. Es war daher für sie eine besonders harte Schule, denn ich hatte in meinen Klassen den Frontalunterricht so gut wie abgeschafft und auf Projektunterricht mit Präsentation und allem möglichen umgestellt. Sie stotterte vor der Klasse und starb fast tausend Tode wenn sie so im Rampenlicht stand. Doch da die Atmosphäre immer freundlich und liebevoll war - das ist mir in jeder Gruppe, die ich begleite sehr wichtig - fasste sie Stück für Stück Vertrauen. In ihre Umgebung und langsam auch in sich selbst. In den nächsten Gesprächen stellte sich heraus, dass sie ein großer Fan von Kulenkampff war (vielleicht erinnert sich noch die eine oder andere an Einer wird gewinnen - die Mutter aller Quizshows).

Und dann rückte sie auch endlich mit ihrem Traum heraus, einmal so frei und locker vor der Kamera (wir haben alles gefilmt, was die Teilnehmer so präsentierten) als Moderatorin zu stehen. Nachdem sie nun erstmals ausgesprochen hatte, was ihr so sehr Freude bereiten würde, haben wir stetig daran gearbeitet, die dafür nötigen Fähigkeiten zu trainieren. Was soll ich sagen - am Ende der zwei Jahre hatte sich für die Abschlusspräsentation eine Gruppe dafür entschieden ein Quiz mit Moderation zu zeigen. Dreimal dürfen Sie raten, wer moderiert hat. Genau. Und soll ich Ihnen noch was sagen? Die anwesenden Berater vom Arbeitsamt haben uns nicht geglaubt, dass das die Person sein sollte, die sie vor zwei Jahren zu uns geschickt hatten.

Und ganz ehrlich, wenn wir uns den Film der ersten Sequenz ansahen und damit verglichen, was wir zum Ende sahen, war es tatsächlich kaum zu glauben. Doch das ist die große Kraft, die darin liegt, die Träume anderer möglich zu machen.

Welche Träume können Sie als nächstes für andere möglich machen?

word-2007-titel.jpgAus aktuellem Anlass gibt es neue ebooks von der WissensAgentur:

  • Word 2007 für Umsteiger
  • Excel 2007 für Umsteiger

Da ich selbst erst seit ein paar Wochen umgestiegen bin und die Angewohnheit habe, ziemlich viel zu dokumentieren :-) sind dabei diese Publikationen entstanden. Von den bisherigen Anwendern wurde sie als sehr positiv und nützlich aufgenommen.

Um was geht’s:

Sie arbeiten mit Word/Excel? Sie sind gerade auf das neue Word/Excel 2007 umgestiegen? Sie möchten einfach und schnell damit arbeiten können? In diesem ebook finden Sie alles was Sie dazu brauchen. Lernen Sie die neue Oberfläche von Word/Excel kennen und finden Sie sich dort in kürzester Zeit zurecht. Sie bekommen jeweils einen direkten Vergleich zwischen den beiden Versionen 2003 und 2007. Darüber hinaus unterstützt Sie ein ausführlicher Index bei der zielgerichteten Suche einzelner Befehle.

Eine Vorschau für Excel finden Sie hier und für Word hier. Falls Ihr Interesse geweckt ist, können Sie die beiden ebooks hier günstig downloaden.

wetterhahn.jpgLeben ist die Summe all unserer Entscheidungen.

Albert Camus - Fundstelle: Harvard Business Manager April 2006

Lassen Sie uns das nochmal ganz bewusst lesen:
~~~ Leben ist die Summe all unserer Entscheidungen. ~~~

Das bedeutet also, das Leben, das Sie heute erleben, ist das Ergebnis all Ihrer bisherigen Entscheidungen. Wenn wir mal das Konzept der Fremdbestimmung, Sachzwänge oder wie man es auch immer bezeichnen möchte beiseite lassen, erleben Sie jetzt gerade in diesem Moment die Qualität Ihrer bisherigen Entscheidungen.

Lassen Sie diese Gedanken doch mal richtig wirken: Sie erleben jetzt gerade die Qualität und Ergebnisse Ihrer bisherigen Entscheidungen.

Wie geht es Ihnen damit? Wie fühlt sich das an? Ist es ein frohes Gefühl, ein glückliches, ein zufriedenes, ein erschrockenes, ein trauriges, ein ärgerliches, ein ernüchterndes, ein….?

Nehmen Sie alles bewusst wahr, was als Empfindung in Ihnen aufsteigt und benennen Sie sie. Es fühlt sich ….. an.

Und was sagt uns diese Momentaufnahme? Nun sie gibt uns die Chance auf eine bestimmte Art und Weise unser Leben zu betrachten.

Wenn Sie diese Empfindung die Sie benannt haben ansehen: Welche Entscheidungen haben zu diesem Gefühl geführt? Grenzen Sie den Zeitraum über den Sie nachdenken bewusst auf verschiedene Ebenen ein. Welche Entscheidungen, die Sie:

  • heute
  • diese Woche
  • diesen Monat
  • dieses Jahr
  • noch länger zurück

getroffen haben, haben zu diesen Empfindungen geführt?

Gehen Sie noch einen Schritt weiter, welche Entscheidungen hätten Sie längst treffen müssen und sind noch offen?

Dieser Schwebezustand kann uns regelrecht lähmen. Wieso fällt es uns nur so schwer, manche Entscheidungen zu treffen? Der Hauptgrund ist meist eine diffuse Angst, die uns vor konkreten Schritten abhält. Wenn wir dieser Angst näher kommen, dann stellt sich fast immer heraus, dass wir Angst haben zu verlieren.

Vordergründig möglicherweise materielle Verluste, Imageverlust, Bequemlichkeit. Einen tieferen Blick darauf geworfen, zeigt sich unser wahres ängstliches Gesicht. Denn der befürchtete Verlust führt in unseren Gedanken häufig zu einem Wertigkeitsverluft in den Augen anderer. Und wenn Sie diesen Pfad zu Ende denken, landen Sie bei unserer Urangst ungeliebt zurückgelassen zu werden.

Entscheidungen haben einen Preis. Auch die, die Sie nicht treffen. Das sind die sog. Opportunitätskosten = Möglichkeitskosten.

Besonders deutlich wird dieser Zusammenhang, wenn man sich das Wort Ent-Scheid-ung näher betrachtet. Hier wird klar, dass es eben um ein Ab-Scheiden geht, eine Trennung. Doch um das wirklich tun zu können, müssen mir die Möglichkeiten klar sein, zwischen denen ich wählen kann. Und natürlich auch Klarheit darüber, was es mich jede Möglichkeit kostet, da ich dafür ja etwas anderes nicht (mehr) haben werde.

Wenn Sie z. B. schon des längeren an der Entscheidung dran sind, ob Sie den Job wechseln sollen, machen Sie sich klar, welche Ängste Sie mit dieser Entscheidung verbinden. Fürchten Sie materielle Einbußen, Kontakte zu verlieren, dem neuen nicht gewachsen zu sein, mehr Stress, Mobbing usw….?

Verschaffen Sie sich wirklich Klarheit über die beängstigenden Bilder die Ihnen dazu einfallen. Und wenn Sie damit wissen, vor was Sie zurückschrecken, werfen Sie gedanklich einen Blick auf das Gegenteil. Denn das ist es was Ihnen in diesen Momenten fehlt. Eben z. B. das sichere Gefühl genügend Geld zur Verfügung zu haben, die Gewissheit tragfähige Freundschaften zu haben, den Mut sich auf neues einlassen zu können und Freude dabei zu empfinden, Gelassenheit zu empfinden.

Da unsere Entscheidungen auf unseren Gedanken aufbauen, können Sie mit einem Blick auf Ihre bisherigen Entscheidungen sehen, was Sie wirklich denken. Über sich selbst denken. Und um nun zu für Sie besseren Entscheidungen zu kommen, ist Gedankenarbeit nötig.

Denn wohin Sie Ihre Aufmerksamkeit lenken, dem geben Sie Energie. Was das bedeutet, kennt Jeder von Ihnen, der schon mal mit dem berühmten falschen Bein aufgestanden ist. Den Tag konnte man dann getrost abhaken. Doch wieso eigentlich? Wenn Sie sich in solchen Situationen selbst beim Denken zusehen könnten, ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie einen Dialog ähnlich dem folgenden im Kopf haben:

“Na toll, der Tag fängt ja schon super an….Und heute hab ich auch noch….So ein Mist…..Shit, und das hab ich auch völlig vergessen…..oh Mann, XY wird wieder schlechte Laune haben…..zu spät dran bin ich auch schon wieder….usw. usw. usw.”

Und wenn Sie nun mit diesem negativen Energiepotential schon in den Tag starten, wird Ihnen Ihr Unterbewusstsein auch genügend Situationen liefern, mit denen sich genau dieser miese Verlauf bestätigt. Und das läuft nun keineswegs so bewusst ab, dass Sie diesen Prozess immer bemerken, Sie erleben “nur” das Ergebnis und Ihr Erleben zementiert wiederum Ihre Gedanken.

Was die meisten Menschen dabei vergessen: Das ist nur eine Richtung die man einschlagen kann. Auf der Spirale quasi nach unten zu reisen. Doch es bleibt ebenso die andere Möglichkeit, nach oben zu denken. Sich bewusst dafür zu entscheiden, sich von irgendwelchen Widrigkeiten nicht beeindrucken zu lassen und sich eine gelassene und frohe Stimmung zu bewahren.

Denn Sie sind HerrIn im Haus Ihrer Gedanken. Ich könnte mich noch sehr bemühen, dass Sie ganz bestimmte Gedanken denken. Doch das wird nicht funktionieren, denn ich kann mir schwerlich in Ihren Kopf einklinken. Denken tun nur Sie allein. Niemand sonst ist in Ihrem Kopf. Sie sind HerrIn Ihrer Gedanken.

Das gibt Ihnen die Freiheit Ihre Gedanken zu wählen. Und auch abzuwählen. Das macht man nun vielleicht nicht mal “eben schnell” nebenbei. Das erfordert tatsächlich Gedankenarbeit. Das ist wahr. Und natürlich ist es auch nicht immer einfach. Doch von einfach hat auch keiner was gesagt…

Auf der anderen Seite lernen Sie dadurch die Magie kennen, die bewusste Gedanken und Entscheidungen verbreiten. Je bewusster ein Mensch sich über seine inneren Motive im Klaren ist und umso fokussierter die eigene Aufmerksamkeit darauf ausgerichtet ist, umso zufriedener und glücklicher werden Sie sich fühlen.

Und damit möchte die Schleife “binden” zu unserem Eingangszitat von Albert Camus: “Leben ist die Summe all unserer Entscheidungen.”

Ist es nicht erstrebenswert sich einfach gut bei diesem Blick auf das eigene Leben zu fühlen? Dass die Entscheidungen die wir treffen, uns glücklich, zufrieden, freudig und gelassen stimmen?

Sie können in jeder Sekunde Ihres Lebens anfangen, die Qualität Ihrer Gedanken und Entscheidungen zu verbessern. Trainieren Sie Ihre bewusste Wahrnehmung und nehmen Sie die Wirkung Ihrer Gedanken und Handlungen wahr. Seien Sie nahe an sich dran. Seien Sie sich nahe im Geiste.

Es git Neuigkeiten in Sachen Weiterbildung seitens des Innovationskreises. Informationen aus dem Bildungs-Klick:

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Bildquelle: pixelio.de

Der von Bundesbildungsministerin Annette Schavan eingesetzte Innovationskreis Weiterbildung (IKWB) hat zehn Empfehlungen für eine Konzeption zur Gestaltung des Lernens im Lebenslauf vorgelegt. “Ziel ist es, die Weiterbildung in Deutschland zu stärken und mehr Menschen für Weiterbildungsmaßnahmen zu gewinnen. Bis 2015 wollen wir eine Weiterbildungsbeteiligung von 50 Prozent erreichen”, sagte Schavan am Mittwoch in Berlin.

Ein hehres Ziel möchte man sagen. Wenn das erreicht werden könnte, bestünden erstmalig wieder gute Chancen, unser Wirtschaftswachstum auf unsere Innovationskraft auszurichten.

Eine der zehn Empfehlungen bezieht sich explizit auf Unternehmen:

Das Lernen im Lebenslauf für und mit Unternehmen ausbauen
– Hightech und Weiterbildung verbinden

Und eines der Ziele, die sich die Kommission dabei u.a. steckt, lautet:

KMU sind darin zu unterstützen, das Lernen am Arbeitsplatz stärker in der Personalentwicklung zu verankern. Dabei ist der Ausbau der Innovations- und Lernkultur in KMU zu unterstützen. Hilfen zur Ableitung von Weiterbildungsbedarf (im Sinne einer vorausschauenden Qualifizierungsbedarfsanalyse) sind hier notwendig. Auf positive Beispiele sowohl bei einzelnen Unternehmen als auch in verschiedenen Branchen sollte dabei zurückgegriffen werden.

Die gesamten Empfehlungen finden Sie hier.

Da es vor allem KMU sind, die weniger in Weiterbildung investieren (können) ist ja seit langem bekannt. Doch genau diese Unternehmen trifft es umso empfindlicher, wenn Wissensträger den Betrieb verlassen. Und auch nur wenig bis kein neues Wissen in die Firma einfließt.

Dass es für den Bereich der Weiterbildung auch Förderprogramme gibt, die einen Zuschuss leisten, ist vielen KMU nicht bekannt. Es mussten letztes Jahr sogar Fördertöpfe zurückgegeben werden, da sie nicht ausgeschöpft wurden.

In Gesprächen mit Unternehmern ist mir manches mal aufgefallen, dass die Entscheider die Möglichkeit einen Zuschuss in Anspruch zu nehmen ausschließen, weil sie es als Almosen empfinden. Krass gesagt, “das wäre ja wie HartzIV für unsere Firma.”

Damit verzichten Unternehmer auf der anderen Seite jedoch darauf eine Weiterbildungsmaßnahme möglich zu machen, die dem Betrieb guten Nutzen bringen würde. Seltsame Diskrepanz, die da herrscht.

Es gibt natürlich auch Unternehmen, die sich schon fast einen Sport daraus machen, möglichst wenig an Eigenmitteln investieren zu müssen und durch die Kombination von Programmen Gelder zu bekommen. Häufig sind es größere Firmen, die dies nutzen und dafür auch Spezialisten zu Rate ziehen. Lohnen tut sich das alle mal.

Wie auch immer man darüber denken mag, Fakt ist, diese Programme wurden dazu geschaffen, um die Wirtschaft zu unterstützen und einen gesunden Wachstumsprozess zu fördern.

Und da sei mir die folgende Analogie verziehen: Wer Kinder hat, beantragt doch auch Kindergeld - könnte man ja auch sagen, wieso sollte ich Geld bekommen, weil ich ein Kind habe? Nun, es ist halt einfach so, dass diese Möglichkeit der Förderung vorhanden ist und jeder sie nutzen kann, der die Bedingungen erfüllt. Punkt.

Übertragen auf ein Unternehmen könnte man also sagen, WEIL man in einem Betrieb Mitarbeiter beschäftigt, besteht der Anspruch darauf, Unterstützung (nicht nur) bei Weiterbildungsmaßnahmen u.ä. zu beantragen. Damit ist die Bedingung erfüllt. Genügt. Punkt.

Es kann gut sein, dass sich das jetzt durchaus etwas direktiv :-) anhört. Doch ich habe in den letzten Jahren verschiedenste Firmen erlebt, mit denen wir gemeinsam Beratungs- und Bildungsprojekte durchführen konnten, die ohne diese Zuschüsse einfach nicht möglich geworden wären.

Und die erzielten Ergebnisse sind nachhaltig in den Unternehmen verankert, was sich in höheren Umsätzen, niedrigeren Fluktuationen und stärkerer Innovationskraft zeigt. Das ist doch den Papierkram wert, oder?

Wer sich gern mehr zu dem Thema informieren möchte und Interesse daran hat diese Förderprogramme zu nutzen, dem stehe ich gern mit Rat und Tat zur Seite. Schreiben Sie mir einfach per eMail.

[inspic=40]

Heute ein Hinweis in eigener Sache. Nächste Woche am Donnerstag startet der neue Workshop Präsentieren á la Hollywood“. Das hat nun beileibe nichts mit blinkenden und einfliegenden Elementen zu tun. Im Gegenteil. Es geht um das hier:

Eine erfolgreiche Präsentation ist immer wie ein guter Film.

Wenn eine Präsentation ansteht, bricht inzwischen oft kollektives Gähnen aus. Der gut gemeinte PowerPoint-Vortrag verkommt zum Fernsehersatz und langweilt weit häufig mehr, als er informiert.

In der Vorbereitung steckt meistens jede Menge Arbeit und die Frustration durch nicht erreichte Ziele ist hoch. Was können Sie tun?

Wie wäre es denn, wenn Ihnen zukünftig Ihre ZuhörerInnen aufmerksam folgen, interessiert nachfragen und Sie Ihre Ziele erreichen?

  • Nutzen Sie mit der Methode des Storyboardings eine Technik aus der Filmbranche.
  • Bauen Sie einen Spannungsbogen auf, um die gewünschten Ziele zu erreichen.
  • Entwickeln Sie eine Story die passgenau auf die Zielgruppe zugeschnitten ist.
  • Setzen Sie Powerpoint als Medium ein, um Ihre Story zu transportieren.
  • Das Handout für die ZuhörerInnen entwickelt sich automatisch durch die Vorbereitung.

Für wen ist diese Workshopreihe gedacht:

  • für alle, die immer wieder Präsentationen zu verschiedensten Themen halten (sollen)
  • für alle, die neue Techniken im Umgang mit PowerPoint nutzen möchten
  • für alle, die durch einen interessant aufbereiteten Inhalt Ihre ZuhörerInnen fesseln und Ihre Ziele erreichen möchten

Wie läuft der Workshop ab:

Im ersten Workshoptag werden konkrete Präsentationsthemen der TeilnehmerInnen in ein Drehbuch umgesetzt. Sie lernen dabei alle nötigen Strategien kennen.

Am zweiten Workshoptag wird aus den Drehbüchern ein Storyboard entwickelt und mit Hilfe von Powerpoint dargestellt. Die entstandenen Präsentationen werden Ihnen virtuell zur Verfügung gestellt.

Wann finden die Workshops statt:

Der Januar-Kurs:
24.01.2008 Drehbuch – Systematisch eine Story aufbauen
31.01.2008 Storyboard – Umsetzung in PowerPoint
Uhrzeit: Die Workshops finden jeweils von 18 – 21 Uhr statt.

Aufgrund der großen Nachfrage findet der Workshop im März ein weiteres Mal statt:
19.03.2008 Drehbuch – Systematisch eine Story aufbauen
26.03.2008 Storyboard – Umsetzung in PowerPoint

Für mich ist diese Methode auch deshalb so praktisch, da sie für jede Art von Vortrag, Gespräch, Präsentation u.ä. verwendet werden kann. PowerPoint ist nur eines der Medien die Sie damit nutzen können.

Wenn Sie Lust bekommen haben, sich näher mit diesem Thema zu beschäftigen, freue ich mich auf Ihre Teilnahme! Sie finden hier das Anmeldeformular für Januar und hier für März.

Und zum Abschluss noch ein Hinweis auf einen Pressebericht der aufgrund eines Vortrags zu diesem Thema entstanden ist. Dazu gibt’s auch ein paar Fotos.

stern-gebrochen.jpgDas Thema, wie man mit Tiefschlägen umgeht, ist nicht gerade bestsellerverdächtig. Gewiss, es gibt genügend Ratgeber die uns klar machen, dass Scheitern immer auch eine Chance ist. Das mag alles sein, doch mal ganz ehrlich, scheitern ist einfach erstmal scheitern und fühlt sich ziemlich besch… an, wenn Sie mir diesen Kraftausdruck verzeihen wollen.

Bildquelle: pixelio

Wenn jemand scheitert, erlebt er das Paradox eines Endes und Anfangs zugleich. Nur dass das Ende eine unvorhergesehene Sackgasse darstellt und der Anfang keineswegs freiwillig sondern erzwungen ist. Und trotzalledem muss es ja irgendwie weitergehen, doch mit welchem Ziel und ohne Plan?

Scheitern ist zutiefst persönlich. Es trifft uns im wahrsten Sinne des Wortes mitten im Kern. Alles was bisher galt, ist außer Kraft gesetzt. Die Zukunft die einem vor Augen war, liegt zerschellt wie ein Spiegel auf dem Boden.

Im Scheitern begegnen wir unseren tiefsten Ängsten. Sind erstarrt in der Ohnmacht und Hilflosigkeit die sich breit macht. Alles Schönreden, wie “du wirst sehen, es ist das beste so” oder “jetzt kannst du nochmal neu anfangen” vielleicht noch mit einem nachgeschobenen “ist doch toll…” verstört viel mehr als es auch nur nützen würden. Denn was soll ich denn sehen oder beginnen, wenn meine Welt in Trümmern liegt?

Der erste Schritt um aus dem Chaos herauszukommen, besteht für mich in einem Annehmen der Situation. Es ist wie es ist und grad lässt sich auch nicht wirklich was daran ändern. Auch die damit verbundenen Gefühle anzunehmen, wie Trauer, Wut, Hilfslosigkeit, Angst und was sich in dem Cocktail noch so befindet ist ein wichtiger Akt. Denn sie wegzuschieben, macht sie nur noch größer als kleiner.

Und auch wenn ich in meinem vorherigen Beitrag über den Beschluss glücklich zu sein geschrieben habe, dürfen wir doch nicht vergessen, dass uns das Leben immer wieder Tiefschläge präsentieren wird. Ob wir das nun wollen oder nicht.

Der wichtige Unterschied besteht im Umgang mit diesen Situationen. Wir werden mit den schmerzlichsten Momenten in unserem Leben dann am ehesten klar kommen, wenn wir unsere Emotionen weder verniedlichen noch künstlich dramatisieren. Die Kunst besteht darin, sich dem wahren Gefühl anzunähern. Die Traurigkeit zuzulassen und auszuhalten, die Hilflosigkeit als Panik aufsteigen zu fühlen und nicht davon zu laufen.

Wenn Sie sich so immer wieder Stückchen für Stückchen sich selbst annähern und sich Zeit lassen, Ihr Scheitern anzunehmen, werden Sie letztendlich gestärkt daraus hervorgehen. Auch wenn das in den Momenten, in denen alles zerbrochen ist, unendlich weit weg erscheint.

Die Gewissheit Tiefschläge gemeistert zu haben, kann uns stärken. Es macht es nicht unbedingt einfacher oder das Gefühl wird deswegen nicht weniger unangenehm sein, doch wir wissen zumindestens aus unserer Erfahrung heraus, dass wir es überstehen werden. Dies stellt einen enorm wichtigen Lernprozess dar: Zu wissen, man schafft es aus eigener Kraft. Und das ist etwas das uns niemand nehmen kann. Darin steckt die wahre Chance des Scheitern. Lernen damit umzugehen und diese Fähigkeit in uns zu integrieren.

Wie gehen Sie mit dem Thema um? Ich freue mich sehr auf Ihre Antworten.

glcksklee_52063.jpgNun ist das neue Jahr schon wieder eine Woche alt oder jung, je nach Sichtweise. Spüren Sie immer noch den Zauber des Anfangs? Oder sind Sie bereits wieder in der Tretmühle und im Alltagstrott angekommen?

Halten Sie doch kurz einen Moment inne und fragen sich selbst: ‘Bin ich glücklich?‘ Glücklich im Sinne von einer stillen inneren Zufriedenheit, einem wärmenden Gefühl, einem Lächeln, das sich wie von selbst auf’s Gesicht zaubert?

Bildquelle: pixelio.de

Da ich selbst im Moment große persönliche Veränderungen zu bewältigen habe, ist dieses Gefühl mir ein gutes Stück abhanden gekommen. Und genau aus diesem Grund habe ich beschlossen, trotz alledem einfach glücklich zu sein. Das mag sich sehr seltsam anhören und das ist es wohl auch. Doch mit jedem Moment, an dem mir dieser Gedanke präsent ist, tue ich mir selbst etwas gutes.

Glück ist nichts was einem passiert, sondern ein Zustand in den man sich selbst versetzen kann. Glücklich sein, bedeutet für mich in erster Linie Gedanken zu hegen, die dieses Empfinden fördern. Negative Ereignisse anzunehmen in dem Wissen, dass auch sie vorüber gehen werden. Gelassenheit zu lernen und immer wieder den jetzigen Moment als wertvoll zu empfinden.

Egal welche Gedanken Sie gerade im Kopf haben, Sie sind der Mensch, der es ändern kann. Wenn in Ihnen momentan viel negatives herumschwirrt, können Sie beschließen, ihnen weniger Raum zu geben und stattdessen liebevolle Gedanken in den Vordergrund zu stellen.

Das ist tatsächlich so einfach wie Fingerschnippsen. Sie können den Gedanken ‘Ich beschließe, dass ich jetzt glücklich bin.’ im Kopf verankern. Immer wieder. Denn wir vergessen viel zu oft, dass niemand “uns denkt” sondern das alles was in unserem Kopf passiert von uns selbst gemacht ist.

Es gibt Erkenntnisse aus der Gehirnforschung die besagen, dass negatives wie positives - also Gefühle, Gedanken die emotional stark aufgeladen sind - wie ein Musikstück eine Weile in uns nachklingen. Sie drehen sich im Kreis und wiederholen sich stetig. Und genau dieses Empfinden haben wir, wenn wir das Gefühl haben, aus einem Gedankenkarusell nicht herauszukommen.

Dieses Wissen kann uns nun dazu befähigen, es als genau das anzunehmen was es ist: ein Nachhall eines lauten Klanges, der mit der Zeit leiser wird bis er verstummt. Alles geht vorüber, das ist gewiss. Und in dieser Zeit können wir trotzdem beschließen glücklich zu sein. Sie können es mit jedem Mal wieder. Sie können in jeder Minute damit anfangen. Immer wieder.

Im NLP gibt es diese wunderbare Metapher mit der Frage: Who drives the bus? - Wer fährt den Bus? Und wenn Sie sich diese Frage selbst stellen, dann werden Sie ganz schnell feststellen, ob Sie grad selbst lenken oder irgendwo hinten in Ihrem eigenen Bus sitzen. Und dann liegt es nur noch an Ihnen das Steuer wieder zu übernehmen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gute Fahrt :-) und wenn Sie dazu noch gern etwas Lesestoff hätten, dann schauen Sie doch mal in diesen Beitrag hinein.

Wie voll ist Ihre Schale…?

brunnen.jpgDas Sinnbild der Schale ist der Kern der Psychopädie. Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine Lebens- und Seelenschulung um mit sich selbst und anderen liebevoll umgehen zu lernen. Vom Entwickler Dr. Derbolowsky ist diese Richtung der praktischen Psychologie im christlichen Glauben verankert.

Doch auch wer mit dem kirchlichen Gedankengut nicht besonders konform geht, wird mit dem Bild der drei Schalen etwas anfangen können.

Bildquelle: evang. Kirche Hardheim.

Lassen Sie uns das Bild durchgehen:

  • Die oberste Schale wird auch die “Ich-Schale” genannt. Und nur wenn diese Schale gut mit Wasser gefüllt ist, kann sie überlaufen in
  • die Du-Schale. Diese steht für alle anderen Menschen, mit denen ich in Kontakt trete, Beziehungen pflege und begegne.
  • Die unterste Schale, steht für die Welt (für Gott oder jeden anderen Begriff, den man dafür einsetzen möchte).

Wenn Sie einen Moment innehalten und in sich hinein spüren und horchen:

Wie steht es mit meiner Ich-Schale? Ist sie gut gefüllt? Oder steht das Wasser grad mal bis zur Hälfte? Oder ist sie gar so gut wie ausgetrocknet? Welches Bild taucht in Ihnen dazu auf?

Sollten Sie mit Erschrecken feststellen, dass nicht genügend Wasser vorhanden ist, damit es überlaufen kann, stehen Sie damit beileibe nicht alleine da. Wir kennen mit Sicherheit alle das Gefühl des Ausgelaugtseins. Zuviele Menschen, die etwas von uns wollen, Projekte die erledigt und Termine die eingehalten werden sollen - alles Situationen die unser Wasser verbrauchen.

Unsere Lösungsstrategie besteht nun leider viel zu oft darin uns noch mehr anzustrengen um alles gebacken zu bekommen. Die Erlaubnis, sich rauszunehmen, zurückzuziehen, sich um das Füllen der eigenen Schale zu kümmern, geben wir uns viel zu selten.

Das Ergebnis ist häufig die völlige ErSCHÖPFung. Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass sich dahinter wortwörtlich ein “ausgeschöpft sein” verbirgt? Nichts mehr da, was es zu schöpfen gäbe. Die Schale ist leer.

So, und nun stehen wir vor dem Dilemma, dass es ja da unsere Aufgaben gibt, sich andere Menschen auf uns verlassen und wir dafür alles mögliche zu tun haben. Doch was soll denn nun überlaufen in die “Du-Schale” wenn wir unsere eigene bereits erschöpft haben?

Was tun? Nun, wenn wir den optimalen Fall durchspielen: Erinnern Sie sich doch einmal an Situationen, Tage, Momente in denen Sie gefühlt haben, wie Sie überfließen vor Energie, Freude und Lebenslust. Holen Sie sich die Bilder und Erinnerungen ganz nah heran und tauchen Sie darin ein. Tauchen Sie in Ihre überfließenden Ich-Schale ein.

Wie geht es Ihnen damit? Könnte es sein, dass Sie in diesem Empfinden alles, was ansteht mit einer inneren Kraft und Freude erledigen können? Auch gut unterscheiden können, wann der Punkt erreicht ist, auch einmal nein zu sagen?

Sehen Sie und genau diese Fähigkeiten stehen uns nicht mehr zur Verfügung, wenn wir uns verbrauchen. Dann haben auch die Menschen in unserer Umgebung nichts mehr von uns, da die Laune gleichzeitig mit dem Wasserstand in den Keller geht.

Wir wissen das alles, haben es in verschiedenster Form schon gehört, gelesen… Doch wieso passiert es immer wieder, dass wir nicht gut für uns selbst sorgen?

Vielleicht kann uns dazu ein sehr krasses Beispiel aus dem Katastrophenschutz behilflich sein, um besser zu verstehen, dass es nichts, aber auch gar nichts, mit Egoismus zu tun hat:

Im Fall eines möglichen Flugzeugabsturzes werden die Eltern eindringlichst dazu aufgefordert, erst sich selbst die Atemschutzmasken anzulegen und erst danach ihren Kindern. Erst gut für sich selbst sorgen, damit ich bestmöglichst für andere sorgen kann.

Wissen Sie noch, dass unser Leben endlich ist? Und Sie haben jeden Tag, jede Stunde, jede Minuten die Möglichkeit sich für das Füllen Ihrer Schale zu entscheiden. In dem Wissen, dass Sie dann auch gut für andere sorgen können.

Holen Sie sich doch immer wieder das Bild Ihrer Schale und fragen Sie den Wasserstand regelmäßig ab. Denn je früher wir lernen gegenzusteuern, zu lernen, welche Situationen uns besonders erschöpfen und welche uns besonders auffüllen, können wir umso besser für uns sorgen.

In diesem Sinne, seien Sie sorgsam mit sich und schöpfen Sie aus dem Vollen. Wenn Sie uns dazu Ihre ganz persönlichen Ideen und Anregungen mitgeben möchten, freuen wir uns darauf, sie zu lesen.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat eine neue Broschüre herausgegeben mit dem bezeichnenden Titel “Alles grau in grau? - Ältere Beschäftige und Büroarbeit”.

Darin werden Entwicklungen und Möglichkeiten aufgezeigt, wie sich mit der unaufhaltsamen demographischen Entwicklung in unserer Arbeitswelt umgehen lässt.

Das finnische Institut für Arbeitsmedizin hat in dem Zusammenhang den Arbeitsfähigkeitsindex (Work Ability Index – WAI) entwickelt. Man könnte nun meinen die hundertste Abkürzung mit irgendeinem Schlagwortgesummse, doch hier ist das nicht der Fall.

Der WAI verbessert durch seine Subjektivität die Möglichkeiten der individuellen und maßgeschneiderten Beratung und Lösung.

Während gesetzliche Regelungen den Standard eines Arbeitsplatzes nach dem Grundsatz ›one size fits all‹ definieren, rückt hier zusätzlich das Individuum mit seinen Stärken und Schwächen in den Mittelpunkt des Gestaltungsinteresses.

An dessen subjektiver Bewertung des Arbeitsplatzes orientiert sich die Optimierung des Arbeitsplatzes und der Arbeit, wodurch neue Gesundheits- und auch Leistungspotenziale erschlossen werden können.

Interessant ist dabei, dass Ältere keineswegs weniger leistungsfähig sind als Jüngere. Das lässt sich durch den WAI zweifelsfrei belegen.

Die Broschüre selbst bringt handfeste Ideen und Argumente in vier verschiedenen Handlungsfeldern:

  • Gesundheit
  • Arbeitsorganisation und -gestaltung
  • Führung
  • Qualifikation, Weiterbildung und lebenslanges Lernen

Die Maßnahmen an sich, sind meist unspektakulär. Allerdings abhängig von der Unternehmenskultur. Wer zu den 50 % gehört, die wenig oder keinen Handlungsbedarf sehen bei der Qualifzierung von über 50jährigen Mitarbeiter (Befragung vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Sommer 2004 bei 537 Betrieben in Deutschland) wird sich in Zukunft Probleme einhandeln. Denn nur noch Jüngere einstellen, wird halt immer schwieriger, wenn sie nicht mehr in dem Maß zur Verfügung stehen.

Was ich ebenso interessant finde, ist, dass die Optimierung der Arbeitsplätze keineswegs nur für ältere Mitarbeiter einen Nutzen bringt, sondern genauso für Jüngere. Damit rückt wieder einmal mehr, die individualisierte Betrachtungsweise in den Vordergrund.

Wer mehr zu diesem Thema wissen möchte, dem sei die Literatur empfohlen, die sich mit den neuesten Erkenntnissen dazu befasst. Im Bereich Lesefutter finden Sie in der Rubrik Älter werden, Bücher die ich persönlich dazu wertvoll und nutzbringend finde.

Es ist wieder Zeit für die Wochenausbeute. Auch diesmal wieder bunt gemischt und aus allen möglichen Themen zusammengestellt.

Viel Spaß beim Lesen!

Zu früh alt und zu spät weise? 30 unbequeme Wahrheiten, um aus dem Leben klug zu werden - Gordon Livingston

30 unbequememe Wahrheiten.jpgDieses Buch hat es in sich. Der Autor Gordon Livingston versammelt darin 30 unbequeme Wahrheiten über das Leben. Und er nimmt dabei kein Blatt vor den Mund und bleibt doch immer ein wohlwollender Begleiter. Der Spiegel der einem darin vorgehalten wird, macht nicht immer Spaß.

Wieso man ihm diese Aussagen nicht übel nimmt, sondern im Gegenteil als Möglichkeit zur eigenen Weiterentwicklung annehmen kann, liegt mit Sicherheit zu einem großen Teil in der persönlichen Geschichte des Autors. Er hat es durchstehen müssen, zwei seiner Söhne zu verlieren. Einen durch Krankheit und einen durch Selbstmord. Und wenn dann so jemand, der auch als Therapeut arbeitet, uns diese Chance bietet, inneres Wachstum durch unbequeme Wahrheiten zu erreichen, dann ist es uns möglich, zuzuhören und etwas daraus zu machen.

Als Abschluss ein kleiner Ausschnitt:

Und noch etwas verlangt uns wahre Liebe ab, nämlich den Mut, dem anderen völlig ungeschützt zu begegnen. Die Risiken liegen auf der Hand. Wer wäre nicht schon von einem Menschen gekränkt worden, dem er fälschlich sein Vertrauen geschenkt hat. Auf solchen Verletzungen beruht zum Großteil der Zynismus zum Thema “Liebe”, der sich in unseren Beziehungen breit macht und all die Spielchen hervorbringt, mit denen wir die Chance vertun, uns gegenseitig vertrauen zu können.

Viele pendeln zwischen Einsamkeit und Selbstbetrug. Unser Chance glücklich zu werden, liegt jedoch irgendwo in der Mitte. Am Ende steht uns nur soviel zu, wie wir selbst zu geben bereit sind. Es ist etwas dran an der Binsenweisheit, dass jeder von uns den Partner bekommt, den er verdient. Und unsere Unzufriedenheit mit anderen ist ein Spiegelbild unserer eigenen Beschränktheit.

The Long Tail (der lange Schwanz) - Chris Anderson

long tail.jpg“The Long Tail” ist inzwischen ein weit verbreitetes Schlagwort geworden. Er ist ein Sinnbild für die weitreichenden Möglichkeiten die das Internet als Angebots- und Nachfrageplattform bietet.

Was soll nun dieser Begriff bedeuten? Nun, es gibt in der bisherigen Markttheorie das Phänomen das nur wenige Produkte von sehr vielen Menschen gekauft werden. Als Beispiel dienen dazu auch im Buch die Top-Ten der Musikbranche. Dem gegenüber stehen Unmengen von Musiktiteln und CDs die nur von sehr wenigen Menschen gekauft werden.

Wenn man dies nun als Kurve zeichnet, dann startet sie auf der linken Seite hoch oben (viele Leute kaufen die Top-Ten) und fällt dann rapide nach unten und läuft lange, lange, lange nach rechts aus (viele Musiktitel die von wenigen gekauft werden). Und genau dieser “lange Schwanz” nach rechts ist der long tail.

Das Phänomen Internet bietet nun einen ganz neuen Ansatz. Denn hier im Netz gibt es keine beschränkten Regalflächen wie in normalen Läden. Außerdem fallen nur wenige bis keine Lagerkosten an. Der Grund liegt darin, dass häufig die Plattformen nur als Vermittler dienen und wie im Beispiel Amazon immer mehr die Kunden zu Verkäufern machen. Und wer nun gar Inhalte wie Filme o.ä. als Datenmaterial anbietet hat gar keine Lagerkosten mehr zu verzeichnen.

Die Möglichkeiten die darin liegen, sind phänomenal. Denn das bedeutet, dass das Angebot nicht mehr beschränkt werden muss. Es kann alles angeboten werden, was es tatsächlich gibt. Und interessanterweise kaufen auch weniger Leute nun z.B. die Top-Ten-Titel sondern suchen sich Musik nach ihrem eigenen Geschmack aus der größeren Vielfalt aus.

Das Buch bietet einen sehr interessanten Einblick über diese Mechanismen. Welche Bedeutung die Ranglisten haben, was sich daraus für Möglichkeiten für Verkäufer ergeben und vieles mehr.

Geniale Momente - Mark Levy

geniale momente.jpgDieses Buch ist eines meiner Diamanten im Bücherschrank. Schon allein der Titel wirkt unglaublich anziehend. “Geniale Momente” wer hätte davon nicht gern mehr in seinem Leben. Kein Problem, sagt Autor Mark Levy und nimmt einen mit auf eine interessante Reise zu den eigenen persönlichen Aufzeichnungen.

Es geht um Schreiben. Und zwar nicht um Schreiben, wie Sie sprechen, sondern um Schreiben wie Sie denken. Das ist ein Unterschied, der sich sofort bemerkbar macht. In kleinen Kapitelchen werden verschiedenste Techniken vorgestellt, die sich gleich ausprobieren lassen. Ob nun “Folgen Sie dem Gedanken” oder “schütten Sie Ihre Gedanken auf Papier”.

Ein herrlich leichter Stil, der einen verführt immer weiter zu lesen. Und schlussendlich die selbst erfahrbare Ausbeute der eigenen Genialen Momente machen dieses Buch zu einem wertvollen Kleinod.

update: Claudia Schramm vom lebe-weise-Blog hat Ihre eigenen Erfahrungen mit diesem Buch in einen schönen Artikel verpackt. Hier zu lesen.

Das Leuchtturm-Prinzip - Stacey Hall und Jan Stringer

leuchtturm prinzip.jpgDer Orginialtitel “Attracting Perfect Customers. The Power of Strategic Synchronicity” bringt den Kerngedanken der beiden Autorinnen meines Erachtens nach viel besser zum Vorschein.

Es geht darum die “perfekten” Kunden anzuziehen. Das mag man wohl in anderen Büchern auch schon gelesen haben, doch die beiden verfolgen dabei einen anderen Ansatz. Beim Durcharbeiten des Buches beschäftigt man sich hauptsächlich damit, was einem selbst Spaß macht, motiviert und man gern an Leistung bringt. Und daraus leitet sich ein Strategieplan ab, der zum Ziel hat, genau die Kunden zu fokussieren und anzuziehen, die dazu passen.

Auch das hört sich jetzt noch nicht wirklich revolutionär an. Interessant ist die innere Reaktion. Das sich “mit einem selbst” beschäftigen ist keinesweg egozentrisch oder abwendend vom Kunden. Im Gegenteil es zeigt einem in aller Klarheit auf, welche Kunden man liebend gern hätte und welche nicht.

Und mit diesem Wissen kann es gut sein, dass ein Stück Ruhe im Inneren einkehrt. Damit kann man aufhören, Projekten hinterherzurennen, bei denen man ein schlechtes Gefühl hat.

Verlassen Sie sich auf Ihre inneren Bilder, die bei den Visualisierungsübungen auftauchen und probieren Sie es selbst aus. Denn die Anziehungskraft der strategischen Synchronizität macht schnell einen Unterschied im eigenen Befinden und damit auch in der täglichen Arbeit.

Keltische Knoten für Schmuckstücke - Suzen Millodot

Keltische Knoten.jpgWer, wie ich, den ganzen Tag mit dem Kopf arbeitet, tut gut daran, sich immer wieder einen Ausgleich zu suchen. Etwas unter den eigenen Händen entstehen lassen kann dazu sehr heilsam sein. In diesem Buch stellt die Autorin eine große Auswahl an keltischen Knoten vor und Schmuckstücke, die sich daraus fertigen lassen.

Wunderbar ausführlich erklärt und für viele Zwecke brauchbar. Es lassen sich ausgefallene Geschenke herstellen für Menschen mit Sinn dafür. Mich hat es begeistert und es ist einfach mal ganz was anderes. Vielleicht geht es Ihnen ähnlich.

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