berndroethlingshoefer.jpg Bernd Röthlingshöfer ist im Marketing-Bereich eine feste Größe. In seinem Blog schreibt er regelmäßig über innovative Werbestrategien und bietet eine Fülle von Informationen und Praxisbeispielen.

mundpropagandamarketing.jpgSein neuestes Buch „Mundpropaganda-Marketing“ ist im Januar 2008 erschienen und beschäftigt sich mit all jenen Facetten die es Firmen ermöglicht über Mundpropaganda Kunden anzuziehen.

Ich habe die große Freude eine Rezension darüber zu schreiben und bedanke mich an dieser Stelle bei dir Bernd für das gelungene Werk.

Um ein kleines Stück meines Fazits gleich vorwegzunehmen: Ich hab das Buch fast in einem Rutsch gelesen. Bernd versteht es eine Fülle an wertvollen Informationen sehr kurzweilig und informativ darzustellen. Die vielen verschiedenen Beispiele aus dem „richtigen Leben“ und die vielen kleinen Anekdoten, mit denen die Kapitel gewürzt sind, machen es ungeheuer spannend und lesenswert. Und wie man sieht, wirkt das Konzept der Mundpropaganda in meinem Fall schon ;-)

Der Inhalt des Buches spannt den Bogen

  • von der Geschichte der Mundpropaganda mit interessanten und erforschten Hintergründen
  • über die Möglichkeiten Mundpropaganda auszulösen
  • was sie so wichtig macht
  • wer die wichtigsten Beteiligten sind
  • was Netzwerke dabei für eine Rolle spielen
  • wie man am besten mit negativer Mundpropaganda umgeht

Fasziniert haben mich gleich im ersten Kapitel die Hintergründe zur Small-World-Theorie. Die meisten werden diese Geschichte kennen, in denen 1967 ein Experiment gemacht wurde um herauszufinden, über wieviele Menschen wir einander in Verbindung stehen. Dabei kam heraus, dass wir über 6 Ecken, sprich Menschen, jeden kennen.

Wie kann das funktionieren?

Die Forschungen zeigen auf, dass es dabei einen ganz bestimmten Typus von Menschen brauchte, um diese Verbindungen über nur 6 Beteiligte zu realisieren. Und diese sind die sog. Vermittler, Kenner und Verkäufer.

Daraus abgeleitet wurde das Gesetz der Wenigen, das sinngemäß besagt, dass für das Funktionieren von Mundpropaganda Menschen angesprochen werden müssen, die eine Vielzahl an sog. schwachen Verbindungen haben.

Wir kennen alle solche Menschen, die eine Vielzahl an Kontakt haben und lose aber regelmäßig pflegen, die sich in verschiedensten Bereichen aufhalten und Leute aus ganz unterschiedlichen Lebensbereichen kennen. Mit ihnen funktioniert die Verbreitung von Mundpropaganda. Ein wichtiger Hinweis für alle Werbetreibenden.

Eine interessante Möglichkeit den Grad der positiven oder auch negativen Mundpropaganda zu messen, ist der Net Promoter Score. Mit einer einfachen Umfrage in Bezug auf die Zufriedenheit kann jede Firma ihren eigenen NPS ermitteln. Die Skala von 1 – 10 listet demnach die Anzahl der Kritiker wie auch der Promoter auf. Und letztgenannte sind diejenigen die als aktive Weiterempfehler, sprich Menschen die Mundpropaganda betreiben, Ihre wertvollsten Kunden sind.

Ein Beispiel dafür wie Unternehmen sich die Chance nehmen diese Promoter zu belohnen und damit weitere wertvolle Kontakte zu erhalten, sind die vielen Neukundenaktionen. Dabei gehen die Bestandskunden meist leer aus und das trägt nicht gerade zur Zufriedenheit bei.

Sie finden im Buch von Bernd Röthlingshöfer einen möglichen Fragenbogen der zur Ermittlung des NPS eingesetzt werden kann und viele weitere wertvolle Informationen dazu.

Im Kapitel „wie Mundpropaganda ausgelöst werden kann“ finden sich eine Unmenge an Fallbeispielen, die schnell auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten und abgewandelt werden können. Ob es um die Möglichkeiten geht, Kunden bereits bei der Namensnennung eines neuen Produktes mit einzubeziehen oder sich nach Beendigung eines Auftrages auf eine ungewöhnliche und nette Art noch einmal zu bedanken und damit in Erinnerung zu bringen, finden Sie noch viele, viele Ideen mehr.

Was nun den Bereich von Netzwerken betrifft, ist darüber schon jede Menge beschrieben worden. Ein Satz an dem ich im Buch hängengeblieben bin, war „Netzwerke sind häufig unsichtbar“. Das bedeutet, dass man den Begriff ruhig mal etwas neu beleuchten darf.

Netzwerke sind eben nicht nur die Vereine in denen man Mitglied ist, oder die virtuellen Clubs wie XING, nein, z.B. ein Haus mit mehreren Parteien bildet ein Netzwerk. Oder auch z.B. die Familien deren Kinder in den gleichen Kindergarten gehen. Dies sind auch häufig sog. stärkere Netzwerke. In ihnen findet regelmäßige Kommunikation und Austausch statt.

Im Gegensatz dazu stehen die schwachen Netzwerke wie Schulabgangstreffen die einmal im Jahr stattfinden oder Berufskongresse bei denen sich die Mitglieder auch nur ein paar Tage im Jahr sehen. Interessanterweise ist der Vorteil bei schwachen Netzwerken, dass sich Informationen schneller über weitere Entfernungen verbreiten.

Dazu passt auch der Hinweis, dass wer beispielsweise eine neue Stelle sucht, vermehrt seine schwachen Kontakte aus dem eigenen Netzwerk ansprechen sollte. Also Menschen mit denen keine enge Verbindung besteht. Der Grund liegt darin, dass die schwachen Kontakte sich selten in den gleichen Bereichen bewegen und daher völlig andere Kontakte weiterleiten können.

Das Netzwerk das jede Firma hat und häufig unterschätzt sind die eigenen Kunden. Auch hier lassen sich mit Hilfe der Idee der Mundpropaganda neue Wege gehen. Wie wäre es denn mit der Möglichkeit ein Kundenparlament ins Leben zu rufen? Beispielsweise um den zufriedensten Kunden ein Forum zu geben, ihre Erfahrungen weiterzutragen und Anregungen für Neuentwicklungen zu machen.

Ebenso wie in allen Kapiteln des Buches finden Sie hier jede Menge an Anregungen, die sich leicht und mit Erfolg umsetzen lassen.

Der Vergleich zwischen neuen und alten Medien füllt ein weiteres Kapitel. Es stellt sich die Frage, ob die klassische Printwerbung über Anzeigen, Plakate usw. in unserer informationsüberfluteten Zeit überhaupt noch Sinn macht. Und auch hier bestätigt sich wieder, dass die Möglichkeiten Kunden aktiv werden zu lassen, noch immer am besten funktioniert, wie sich an dem Beispiel einer Bäckerei zeigt, die in einer Anzeige anbietet, Brötchen vom Vortrag wieder zurückzunehmen.

Die neuen Medien bieten inzwischen die Möglichkeit in kürzester Zeit Menschen auf der ganzen Welt zu erreichen. Doch auch hier sollte man mit Strategie vorgehen. Ein aktiver Dialog kann z.B. durch ein Corporate-Blog aufgebaut werden. Dafür gibt es ja bereits prominente Beispiele wie das Saftblog der Kellerei Walther. Was dabei zu beachten ist und wie ein Blog auf Dauer funktionieren kann, findet sich in prägnanten und nachvollziehbaren Punkten im Buch.

Den Abschluss bildet das Thema wie am besten mit negativer Mundpropaganda umgegangen werden soll. Sich totzustellen, kann ein Unternehmen ganz schön viel kosten, wie sich vielleicht noch manche erinnern, an die Story von den leicht zu knackenden Fahrradschlössern. Weitaus besser ist es zu reagieren und aktiv zu werden. Wie man nun mit größeren Pannen und dem PR-Supergau am besten umgeht, findet sich in diesem Kapitel.

FAZIT
Um den Bogen zu meinem einleitenden Fazit zu schließen möchte ich dieses Buch allen ans Herz legen, die günstige Möglichkeiten der Werbung suchen und sich dazu näher mit dem Thema Mundpropaganda beschäftigen möchten. Es gibt selten faszinierendere Themen wie das, was Menschen erreichen können, wenn sie ihre Verbindungen nutzen. Und wie das funktionieren kann, finden Sie in diesem Werk von Bernd Röthlingshöfer ausführlich beschrieben. Von mir 5 Sterne.

Hier kommt nun die Fortsetzung des Beitrages im best-practice-Blog zum zweiten Teil des Themas KVP-Ideenprogramm.

Wie bei Burkhard beschrieben liegt die Krux solcher Systeme oft darin, die verschiedenen Interessen zusammenzubringen. Und zum zweiten auch noch für beide Seiten - in dem Fall Unternehmen und Mitarbeiter - einen Gewinn zu machen.

Das beschriebene Beispiel ist brandaktuell. Hier nochmal kurz zitiert:

Ein alltägliches Szenario aus der Fertigung:
Auf der Kappsäge nach dem Hobel bleiben ab und zu Reststücke liegen, die sich einklemmen können und dadurch zu Schäden führen. Außerdem ist es nicht ganz ungefährlich die Reststücke zu entfernen.

Jetzt gilt es zu vermeiden, dass aus Versuchen heraus, einen Maschinenausfall zu vermeiden, hohe Sicherheitsrisiken eingegangen werden. Desweiteren ist es ja nur dann wirklich ein Schaden, den z. B. die Instandhaltung reparieren muss, wenn die Maschinen dadurch was abbekommt.

Genau für solche Fälle ist das Ideenprogramm ideal. Die Mitarbeiter, die direkt an der Maschine arbeiten haben zwangsläufig die besten Einfälle, wie sich so etwas lösen lässt, denn sie sind in ihrem Bereich die Experten.

Screen 00036.jpgChristian J. als Anlagenbediener hatte nun dazu die Idee eine Aluschiene anschweißen zu lassen, die die Holzstückchen auffängt und gleich noch in einen Abfallbehälter gleiten lässt

Er wählte sich als Umsetzungspartner einen der Schlosser aus und dieser hat die Beschreibung der Idee, samt möglicher Lösung per eMail ins Postfach bekommen. Nun war der Kontakt hergestellt, und innerhalb kürzester Zeit war der Fall erledigt und die Idee umgesetzt.

Können Sie sich erinnern, dass es in der Oberfläche des Programms auch ein Feld gibt, in das eingetragen wird, wie hoch die Ersparnis ist? (Hier geht’s zum ersten Beitrag über das KVP-Ideenprogramm.) Nach dem nun die Idee umgesetzt ist, wird eine kurze Beschreibung über die endgültige Lösung eingegeben und das ganze bewertet.

In diesem Fall z.B. lässt sich eine gute Schätzung darüber abgeben, wie lange die Maschine durchschnittlich aus dem o.g. Grund gestanden ist. Diese Zeit mal den Maschinenstundensatz und damit ist ein realistischer monetärer Wert ermittelt.

Was dabei quasi ein Abfallprodukt ist: Die Mitarbeiter können dadurch häufig erstmalig die Kostenstruktur verstehen. Sie lernen zudem nebenbei welche Werte die Maschinen haben und welche Werte ihre Ideen haben.

Und da die abgeschlossenen Ideen in der Datenbank erhalten bleiben, kann jederzeit nach Stichworten gesucht werden. Das ermöglicht den Mitarbeitern, nicht immer das Rad neu erfinden zu müssen, sondern sie können auf bereits bestehende Lösungen zurückgreifen, diese adaptieren und einsetzen.

Das Bauunternehmen, aus dem auch die oben beschriebene Idee stammt hat übrigens eine Umsetzungsquote von 74 % (!) und die Einsparungen beliefen sich auf über 75.000 € im Jahr 2006 - wohlgemerkt allein nur aus dem Ideenprogramm heraus! Dieses Ergebnis kann sich doch sehen lassen.
Fazit:
Ein Ideenprogramm bringt vielerlei Vorteile:

  • Die Mitarbeiter können eigenständig und selbstverantwortlich Ideen anstoßen und umsetzen, was die Eigenmotivation ungemein erhöht.
  • Die Vorgesetzten werden entlastet, da ihre Mitarbeiter immer mehr lernen unternehmerisch und innovativ zu denken.
  • Das Unternehmen kann Kosten einsparen und wird von innen heraus innovativer werden.
  • Wissensmanagement wird dabei automatisch betrieben, da die Ideendatenbank stetig wächst und damit die Qualität der Ideen steigt.

Einen Haken hat die Sache allerdings: Als Chef muss ich in der Lage sein, Verantwortung abgeben zu wollen und den Mitarbeitern zuzutrauen eine gute Lösung zu finden. Je höher der Kontrollwunsch ist, desto eher ist so ein Prozess zum Scheitern verurteilt.

Wenn Sie gern mehr über die Einführung eines KVP-Ideenprogramms wissen möchten, sprechen Sie uns bitte an. Wir freuen uns auf Ihre Fragen!

Hier folgt nun die Fortsetzung des Artikels bei Burkhard Schneider im best-practice-Blog.

Screen 00035.jpgIch stelle Ihnen heute das KVP-Ideen-Programm vor, das von Mitarbeitern eines Bauunternehmens angestoßen worden ist. Als Sinnbild hatten sie sich dazu Wicki auserkoren. Und dieser passt auch perfekt dazu, denn für ungewöhnliche und ausgefallene Ideen ist er ja bekannt.

Bei der Entwicklung des Programms war uns wichtig, dass ein größtmöglicher Handlungsspielraum bei den Mitarbeitern selbst liegt. Dass sie soviele Entscheidungen wie möglich eigenständig und gemeinsam treffen können. Die Selbstorganisation dadurch signifikant gefördert und das Verantwortungsgefühl gesteigert wird.

Herausgekommen ist dabei eine einfache Oberfläche die übersichtlich strukturiert ist. Inzwischen auch bereits überarbeitet um die Praxiserfahrungen gleich mit einfließen zu lassen:

Programm KVP_1.JPG

Die zentralen Felder sind zum Teil mit Fragen überschrieben:

  • Meine Idee
  • Wie könnte man die Idee umsetzen?
  • Was bringt uns die Idee?
  • Was benötigen wir dafür (Zeit, Kosten usw.)?

Damit mit den Ideen auch sofort etwas passiert, bezieht sich das abschließende Feld auf den Umsetzungspartner. Dieser kann aus der Liste ausgewählt werden und bekommt nach Abschluss der Idee mit einem Klick auf senden eine eMail in der alle Angaben zusammengefasst zu finden sind.

Durch diese Vorgehensweise sind in den Ideen-Prozessen immer der Ideengeber und der Umsetzungspartner von Anfang an verknüpft. Der Ideengeber möchte natürlich seine Idee umgesetzt sehen und er wird daher mit dem Umsetzungspartner in Kontakt bleiben.

Wie sich nun die Ideen weiterverarbeiten, auswerten lassen und damit Kosten in großer 5stelliger Höhe eingespart werden können, lesen Sie morgen im Folge-Beitrag.

Dieser Beitrag ist die Fortsetzung des Artikels als Gastbloggerin bei Burkhard Schneider.

Es geht dabei um die Entwicklung der elektronischen Reparaturanforderung. Auslöser war dazu der Satz eines Mitarbeiters: “Mei, wa des schee, wenn ich bloß auf a Knöpferl drucka misat, und dann wa mei Reparaturanforderung dot wo’s hi soll.

Die Übersetzung für alle nicht österreichischen und bayerischen LeserInnen: “Ach, wär das schön, wenn ich nur auf ein Knöpfchen drücken müsste, und dann wäre meine Reparaturanforderung gleich dort, wo sie hingehört.”

Hintergrund war die Tatsache, dass in diesem Industriebetrieb regelmäßig an den Maschinen etwas zu reparieren ist, Ausfälle stattfinden, die Elektronik spinnt usw. Also der ganz alltägliche Wahnsinn beim Fertigen. Das Wichtige dabei ist nun, wie schnell kann der Schaden behoben werden. Denn davon hängt auch ab, wie lange die Ausfallzeit durch Stehen der Maschine ist. Dass das alles Geld kostet, versteht sich von selbst.

Bis dahin wurde das ganze so gelöst, dass entweder in der Instandhaltung angerufen wurde, Zettel gefaxt, geschickt oder gebracht wurden. Und wie das halt so ist, ging halt auch mal was verloren, wurde nicht rechtzeitig weitergeleitet und der damit verbundene Ärger war oft groß.

Was tun?

Und genau damit haben wir uns in einer der Kaizen-Gruppen beschäftigt und einer der Mitarbeiter hatte die o.g. simple Idee. Gesagt, getan, wir haben uns dann mit der hausinternen EDV zusammengesetzt und überlegt, wie sich das so einfach und funktioniell wie möglich umsetzen lässt.

Repanforderung1.JPG

Die Lösung war ein Access-Programm, mit einer einfachen Oberfläche. Um das Programm für alle nutzbar zu machen, wurde alte Terminals überall in der Fertigung aufgestellt.

Wenn nun eine Reparatur erforderlich ist, gibt ein Mitarbeiter dazu folgende Daten ein:

  • Namen, Bereich und Kostenstelle als derjenige, der die Reparatur anfordert
  • eine Beschreibung dessen was kaputt gegangen ist und die Auswirkungen
  • die Priorität
  • die Mangelart (mechanisch, elektrisch, EDV)

Noch auf senden klicken und schon kommt das ganze als eMail in der Instandhaltung an. Diese Vorgehensweise hat einige Vorteile:

  • Es gehen keine Anforderungen mehr verloren.
  • Die Anforderungen werden zentral beim richtigen Ansprechpartner gesammelt und dieser kann sie hintereinander abarbeiten.
  • Durch die Prioritätenvergabe werden die Fehler, die die höchsten Standzeiten und damit Ausfallkosten verursachen, zuerst bearbeitet.
  • Es sind viele verschiedene Auswertungen möglich, die zukünftige Fehler vermeiden helfen.

Wenn der Schaden repariert wurde, dann wird eine kurze Beschreibung eingegeben, wie das Ganze repariert wurde. Das mag sich jetzt nach Mehraufwand anhören. Ist es auch. Doch da die Beschreibungen zugänglich sind, ist daraus inzwischen eine Datenbank an Möglichkeiten entstanden, die immer wieder als Ideenpool genutzt werden kann.

Das macht es auch neuen Mitarbeitern in der Instandhaltung leichter, schnell umsetzbare Lösungen und Hilfestellungen zu finden.

Ein Metaziel des Ganzen ist der Wandel hin zu einer immer mehr vorbeugend arbeitenden Instandhaltung. Und durch die gesammelten Auswertungen können immer schneller anfällige Bereiche ermittelt und dadurch präventiv geprüft werden.

Nebenbei wurden durch das Programm auch ältere Mitarbeiter, die bis jetzt mit dem Computer so gar nichts am Hut hatten an dieses Medium herangeführt. Anfangs haben sie teilweise noch jemanden gebeten, etwas für sie einzugeben. Doch mit der Zeit hat sich auch das gewandelt zur Eigeninitiative.

Der “Kasten” hat damit viel von seiner Undurchschaubarkeit verloren und ist zu einem nützlichen Instrument geworden. Der Aufwand dieses Programm zu erstellen, hat sich bereits nach kürzester Zeit amortisiert, da Reparaturen dadurch schneller und effektiver durchgeführt werden. Die Standzeiten konnten damit um einiges minimiert werden und das spart bares Geld.

Wenn solche Ideen für Sie auch von Interesse sind, dann setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Wir unterstützen Sie gern bei der Entwicklung und Umsetzung von Mitarbeiter-Ideen.

In der nächsten Woche erscheinen einige meiner Beiträge im best-practice-blog von Burkhard Schneider.

Als Themen werden dabei im Mittelpunkt stehen:

  • KVP/Kaizen
  • Ideenprogramm
  • praktische Umsetzungen von verschiedensten Mitarbeiter-Ideen

An dieser Stelle vielen Dank an Burkhard für die Einladung!

Ein zukünftiger Kooperationspartner und momentaner Kunde ist durch sein Töchterchen auf eine witzige Geschäftsidee gekommen:

Individuell bedruckte Babybodys

Klar gibt’s schon bedruckte T-Shirts mit individuellen Sprüchen, Bildern und was weiß ich noch alles. Doch speziell für Babys hatte er nichts vergleichbares gefunden. Und daher dachte er sich, OK, dann mach ich halt selbst ‘nen Shop auf.

Dort gibt’s nun die Möglichkeit sich ganz individuelle Babysachen zusammenzustellen und das noch zu äußerst moderaten Preisen. Das ganze ist auch eine witzige Geschenkidee!

Werfen Sie doch mal einen Blick rein in den Baby T-Shirt Shop.

Eine einmalig schöne Geschäftsidee: Lieblingstexte zum Ankleben an die Wand

Als ich das in einer Zeitschrift gesehen habe, war ich ganz begeistert:

Für mich als absoluten Wörterjunkie eine wunderwunderschöne Idee. Lässt sich für die verschiedensten Möglichkeiten nutzen. Am besten mal selber schauen im Silbensalon.

Die Texte können beliebig selbst gewählt werden. Entweder aus dem Zitatenkatalog auf der Website oder auch eigene Wortspielereien. Der Spruch wird als Einzelbuchstaben, bereits vorpositioniert auf einr Trägerfolie geliefert. Wird einfach aufgeklebt und soll sogar auf einer leichten Rauhfasertapete halten.

Was wäre Ihr Spruch, den Sie wählen würden…?

My idea is my baby

Terrence Seamon schreibt in seinem Blog über seine Arbeit als Organisationsentwickler. Seine Beiträge spiegeln viel vom Arbeitsalltag und dem täglichen Wahnsinn. So auch seine Gedanken über Ideen. Dieses Thema liegt mir selbst sehr am Herzen.

Wie ist das denn wirklich mit neuen Ideen, die man am Arbeitsplatz hat? Wie ist das bei Ihnen? Ist es üblich, mit einer neuen noch nicht ganz ausgekochten Idee gleich rauszuplatzen und es anderen zu erzählen? Sprich das “neue baby” herumzuzeigen. Und davon auszugehen, dass die Kommentare in erster Linie anerkennend und weiterentwickelt sind.

Oder hüten Sie eine neue Idee “das Neugeborene” erst mal für sich. Schauen es nur selbst an, weil sie fürchten jemand könnte etwas häßliches und/oder vernichtendes sagen?

Eine weitere Angst ist häufig, die eigene Idee könnte von jemand anderem geklaut (sprich das baby entführt) werden. Und auch das ist ein Grund, wieso viele erst mal lieber alles für sich behalten.

Es kann natürlich auch sein, dass es inzwischen schon soweit ist, dass keiner mehr die Lust hat, sich Gedanken über neue Ideen zu machen (quasi babys in die Welt zu setzen). Denn wer meistens hört, dass das ja nicht funktionieren kann, keinen Sinn macht, zu teuer ist, eine blöde Idee ist usw. usw. der hat halt auch irgendwann keinen Bock mehr.

Um den kritischen Anmerkungen zum Text vorzugreifen: Natürlich hab ich hier eher extreme geschildert und mir ist auch klar, dass das von Mensch zu Mensch, von Branche zu Branche, von Firma zu Firma unterschiedlich ist. Mir geht es darum Tendenzen zu erkennen. Wenn Sie Ihren Arbeitsplatz auf einer Skala bewerten würden, bei der 10 für “hier geht es meinen babys gut” und 0 für “keine Überlebenschance für meine babys” steht, wo würden Sie auf der Skala Ihr Kreuzchen machen? Und zum zweiten, was sagt das aus?

  • Über Ihren Arbeitsplatz
  • über Ihre Abteilung
  • über Ihre Kollegen
  • über Ihren Chef
  • über Sie selbst?

Und zum dritten: Wenn Ihnen das Ergebnis Ihrer Überlegungen nicht gefällt, was können Sie tun, um das ganze zu verändern? Ich meine damit im wahrsten Sinne des Wortes “baby-steps”. Kleinigkeiten, vielleicht das Feedbackformat wieder einführen? Oder überhaupt die Kommunikationsmuster mal wieder genauer betrachten (auch die eigenen)?

Es gibt immer etwas was in unserer Macht liegt, was wir ändern können. Und wenn es nur die eigenen Gedanken sind.