Noch vor 20 Jahren verbrachten die Leute pro Tag durchschnittlich 33 Minuten am [Essens]Tisch im Kreise ihrer Lieben. Heute ist diese Zeitspanne auf 14 Minuten und 27 Sekunden geschrumpft. (John Naish – Genug)

Lassen Sie sich das mal auf der Zunge zergehen: Wir verbringen heute nur noch durchschnittlich 14 Minuten gemeinsam beim Essen mit den Menschen die uns am wichtigsten sind.

Doch zählen nicht die Stunden, die wir mit Familie und Freunden gemeinsam essen, mit zu den schönsten in unserem Leben? Essen zu teilen, miteinander zu reden, zu lachen. Sind nicht einige unserer schönsten Kindheitserinnerungen mit leckerem Essen verknüpft sitzend am Küchentisch mit lieben Menschen? Oder bei Freunden eingeladen zu sein und dort mitessen zu können?

Essen gehört nun mal zu unseren elementaren Lebensbedürfnissen. Essen hält Leib und Seele zusammen heißt es. Doch für mich ist noch ein weiterer Aspekt wichtig: eben das gemeinsame Essen. Und dazu gehört nicht nur die reine “Nahrungsaufnahme” sondern auch das gesellige Beisammensein.

Oder ist es wirklich so erstrebenswert abends allein in einem Lokal zu sitzen und zu essen, wohingegen im restlichen Lokal Menschen gemeinsam speisen? Oder in einer Familie jeder dann den Kühlschrank plündert, wann er grad Hunger hat und es keinen Zeitpunkt mehr gibt, an dem die Familie wirklich zusammenkommt?

Dass das alles mit unseren rigiden Zeitplänen nicht so einfach ist, ist auch klar. Doch wie ein früherer Mathelehrer immer gesagt hat: “Von einfach hat auch keiner was gesagt.”

Der Wille zur Veränderung zählt. Und das Argument mit “ich hab keine Zeit” ist ein klarer Hinweis auf die Prioritätensetzung. Denn in Wirklichkeit geht dieser Satz noch weiter und heißt komplett “ich habe keine Zeit DAFÜR” und noch anders übersetzt heißt das noch wirklicher: “ich will keine Zeit dafür haben, weil mir anderes wichtiger ist”.

Dass ich für diese Interpretation nicht unbedingt geliebt werde, ist mir auch klar. Doch seien wir mal ehrlich: Was geht auf einmal alles, wenn wir wissen, wir haben noch zwei Arbeitstage und dann geht’s in den Urlaub? Schon komisch, was wir in der kurzen Zeit alles gebacken kriegen, was vorher immer nicht zu schaffen war. Oder wenn die Lieblingsmannschaft Fußball spielt, werden plötzlich keine Überstunden gemacht wie sonst. Hm, was soll uns also diese Werbesendung sagen?

Wie wäre es denn mal, das mal zum Thema zu machen? In der Familie, in der Partnerschaft, im Freundeskreis? Wie lässt sich dieses wunderbare, verbindende, uns gut tuende Ritual des gemeinsamen Essens wieder aufleben lassen? Welche Abende sind z.B. dafür ab sofort heilig? Wie lässt sich das im Freundeskreis umsetzen? Vielleicht mit einem festen Abend im Monat? Ich bin mir sicher, dass es hunderte von Möglichkeiten gibt, die ohne viel Aufwand dazu beitragen, dass das gemeinsame Essen wieder zu einem regelmäßigen Bestandteil in unserem Leben werden kann.

Wir sind ein Teil der Gemeinschaft die wir dadurch immer wieder bestärken. Damit stärken wir uns, denn wir bestärken  die Verbindungen, derer wir in unserem Leben unbedingt bedürfen. Es ist eine Illusion, niemanden zu brauchen. Niemand ist eine Insel und umso wichtiger ist es für uns, Gemeinschaft in unserem Leben zu pflegen.

Und wenn’s dann auch noch gut schmeckt, um so besser :-) Wie halten Sie es in Ihrem Leben mit dem gemeinsamen Essen?

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Aufgrund eines Artikels von Christian Henner-Fehr mit dem Titel “Wenn einem das Netzwerk über den Kopf zu wachsen droht” – den ich sehr lesenswert finde – und der zahlreichen Kommentare dort hab ich mal darüber nachgedacht, was es für mich möglicherweise einfacher macht als für andere, die sich durch die Fülle an Kontakten überfordert fühlen.

Da für mich Netzwerke schon seit meiner Kindheit eine große Rolle spielen, hab ich persönlich mit über 200 direkten Kontakten bei XING, 270 Followern bei Twitter, ehrenamtlicher Netzwerkarbeit in verschiedensten Bereichen als Moderatorin, Vorstandsmitglied, Pressereferentin und was weiß ich noch alles :-) eher das Gefühl mich wie ein Fisch im Wasser zu bewegen.

Mir fällt das meist überhaupt nicht auf, dass ich soviele Leute in meinem Netzwerk habe. Erst wenn ich nach etwas gefragt werde und ich dann gleich ein paar Namen parat habe, sprechen mich die Leute an, wie ich das wohl machen würde. Hm, eine gute Frage. Spätestens seit dem Buch von Malcom Gladwell ‘Der Tipping Point’ wissen wir, dass es verschiedene Kategorien von Menschen gibt im Hinblick auf Informations- und Netzwerkverhalten. U.a. gibt es den Broker, der Informationen nicht nur sammelt sondern sie auch gleich weitergibt.

Diese Einteilungen sind keinerlei Wertung, sondern lediglich Feststellungen von Verhaltensweisen und Vorlieben verschiedener Menschen. Und ich denke, dass ich mich durchaus zum Typ des Brokers zählen kann. Was eben bedingt, dass mir das einfach liegt, mit vielen Menschen in irgendeiner Form verbunden zu sein. Wie nun diese Verbindung aussieht, ist wieder eine ganz andere Frage. Und selbstverständlich gibt es Unterschiede im Kontaktverhalten und das ist auch gut so.

Lassen Sie uns einen Vergleich mit der eigenen Kleidung aufmachen: Es gibt verschiedene Schichten, die wir nacheinander anziehen. Normalerweise beginnt das Procedere mit Unterwäsche, dann folgen Shirt, Hose, ein Pulli und zum Schluss Jacke oder Mantel. (Es mag wohl Moderichtungen geben, die das ganze umkehren, doch die lass ich jetzt mal außen vor :-)

Für mich ist dieses Modell eine witzige Metapher für’s Netzwerken.Wenn Sie mir noch nicht ganz folgen können bitte ich Sie kurz um Geduld, gleich wird sich das Rätsel lösen. Beim Nachdenken über mein Umgehen mit vielen Kontakten bin ich bei mehreren wesentlichen Prämissen hängengeblieben, die ich schon immer einhalte, bestimmt auch oft unbewusst. Vielleicht nützen sie dem einen oder anderen:

  • Enge Freunde – die Schicht, die mir am nächsten ist

Menschen sind soziale Wesen. Wir verhungern seelisch, wenn wir keine Kontakte haben. Besonders wichtig sind hierbei vertrauensvolle Begegnungen mit Freunden, die uns ein sicheres Gefühl geben. Diese “Kleidungsschicht” ist uns am nächsten. Dazu gehören der Partner/die Partnerin und enge Freunde (hier ist die deutsche Sprache bereits ein deutlicher Hinweis auf die Nähe, die wir mit diesen Menschen pflegen).

Alles, was Sie in dieser Ebene investieren, werden Sie tausendfach wieder zurückbekommen. Nebenbei bemerkt, sind genau diese regelmäßigen Kontakte ein wichtiger Baustein um Burnout vorzubeugen. Opfern Sie die Zeit mit Ihren engsten Freunden nicht einer fremdbestimmten Geschäftswelt. Denn es wird, wenn es Ihnen gesundheitlich nicht gutgehen sollte, mal ganz krass ausgedrückt, Ihnen kein Geschäftsführer das Händchen halten, ein Freund dagegen schon.

Wie sieht es also mit dem Zustand Ihrer “Unterwäsche” aus? Wie pflegen Sie den Kontakt mit Ihren Freunden? Bei mir läuft das z.B. so: Mit engen Freunden (in meinem Fall meist Freundinnen :-) habe ich feste Monatstermine um mich mit ihnen zu treffen. Mit einer geh ich jeden ersten Do zum Frühstücken, mit einer anderen jeden ersten Fr abends weg, mit einer anderen telefoniere ich jeden Mo-Abend. usw. Das sind für mich die wichtigsten Termine, die nur ausfallen, wenn jemand krank ist oder sonstige Katastrophen eintreten. Sie werden nicht “geopfert” oder verschoben.

Diese Termine dienen mir für mein seelisches Wohl. Das mag sich jetzt etwas seltsam anhören, doch Gespräche mit Freunden sind für uns alle ein wichtiger Katalysator, dienen als Entlastung und stärken eine gefühlte Verbindung. Was uns wiederum Kraft schöpfen, lachen, befreiter fühlen und die Zeit verlangsamen lässt. Und diese Faktoren sind in unserer Zeit ganz elementar um uns selbst im Leben zu verorten.

Da ich aufgrund persönlicher Krankheit und familiären Situationen die letzten zwei Monate ziemlich ausgefallen war, hat auch bei mir diese Regelmäßigkeit einige Knackse bekommen. Doch das erste, was ich inzwischen wieder aufbaue, sind genau diese Rituale. Wir brauchen Rituale. Sie geben uns das Gefühl, dass wir der Unbeständigkeit unserer momentanen Welt etwas entgegensetzen können. Selbstverständlich sollten wir uns alle die Fähigkeit des flexiblen Denkens bewahren, doch was uns immer wieder zur Ruhe bringt, sind Rituale.

Überlegen Sie doch mal wie Sie Rituale mit Ihren engsten Freunden – der “Kleidungsschicht” die Ihnen am nächsten ist, in Ihren Alltag integrieren können.

  • Bekannte, KollegInnen, VereinskollegInnen, Geschäftspartner, Stammkunden – die “mittlere Kleidungsschicht”

Wenn wir bei unserer Metapher bleiben, dann folgen jetzt die nächsten Kleidungsstücke. Hose, Hemd, Shirt, Bluse, Rock. Übertragen in die Netzwerkschicht ist das unser weiteres soziales Umfeld, in dem wir uns häufig bewegen. Mit diesen Menschen haben wir oft Kontakt und tauschen uns aus. Sie wissen höchstwahrscheinlich nicht die persönlichsten Dinge über uns, doch kennt man sich durchaus ganz gut.

Genau dieser Unterschied ist es, der den Unterschied macht und den wir persönlich berücksichtigen sollten. Unsere innersten persönlichsten Gedanken sollten unserem innersten Kreis vorbehalten sein. Genauso geht es uns mit dem Innersten von anderen, die uns nicht so nahe stehen. Vielleicht ist Ihnen das auch schon mal passiert, dass Sie in einem Gespräch unangenehm berührt waren, ob der intimen Details die der Gesprächspartner Ihnen im Verlauf mitteilte. Das ist oft ein Hinweis, dass Gedanken ausgesprochen werden, die dem bestehenden Kontaktverhältnis nicht angemessen sind und dieses belasten. Das kann man durchaus ansprechen, denn ansonsten besteht meist die Tendenz, sich aus diesem Kontakt zurückzuziehen.

Nichtsdestotrotz ist es auch in diesem Kreis angebracht sich zu überlegen, mit wem man denn in welcher Form Kontakt halten möchte. Eine Möglichkeit sind z. B. Monatsbriefe. Wer jetzt an Newsletter denkt, hat möglicherweise recht oder doch ist damit etwas anderes gemeint. Die ursprüngliche Idee dazu sind Familienbriefe. Wer eine verstreute Verwandtschaft hat und dieser doch zumindestens einmal oder zweimal im Jahr erzählen wollte, was sich so getan hat, schrieb ganz einfach immer wieder während des Jahres an einem Brief weiter. Wie eine Fortsetzungsgeschichte quasi. Und an Weihnachten oder zu Sylvester wird der komplette Brief kopiert und versendet. (geht natürlich genauso per mail).

Eine Abwandlung davon sind Monats- oder Quartalsbriefe. Mit Geschäftspartnern lässt sich so etwas wunderbar verwirklichen. Denn Ihnen kommen bestimmt immer wieder Info-Schnippsel unter, die nicht nur für Sie interessant sind. Sammeln Sie doch diese Sachen eine gewisse Zeit. Ob virtuell oder tatsächlich in Papierform, spielt dabei keine Rolle. Und einmal im Monat oder Quartal schicken Sie dann alles zusammen mit einem kurzen, freundlichen Anschreiben weiter. Auch das lässt sich durchaus dupliziert für mehrere anwenden.

Oder im Bekanntenkreis: Wir wär’s denn mit einem regelmäßigen Kinoabend? Oder…oder…oder… Bekanntenkreise zu mischen hat oft schon interessante Begegnungen angestoßen.

Im Geschäftsleben ist das gemeinsame Mittagessen das Mittel der Wahl um Kontakte zu halten und zu pflegen. Auch das lässt sich systematisieren und ritualisieren. Gehen Sie doch mal mit anderen Kollegen als üblich zum Essen. Oder vielleicht auch mit Kunden, die Sie gern öfter sprechen wollen. Wen haben Sie denn in einem nahen Radius um sich herum? So dass es möglich ist, sich einem Restaurant o.ä. durch kurze Wege treffen zu können.

  • social networks wie XING, Facebook, Twitter und viele mehr – der große “Mantel” drumherum

Seit dem das Web2.0 auch hierzulande seine Kreise zieht, ist die Anzahl der “Buddies”, wie das so schön neudeutsch heißt, rasant in die Höhe geschnellt. Doch man sollte sich von der Bezeichnung nicht täuschen lassen. Es geht hier keineswegs um enge Bande, die geknüpft werden, sondern um lockere Vernetzungen die viele Menschen in einen gewissen Zusammenhang bringen. Wer ernsthaft versucht, regelmäßigen und dazu noch persönlichen Kontakt mit seinen kompletten virtuellen Kontakten zu pflegen, wird zu nichts anderem mehr Zeit haben und auch dann nur einen Bruchteil aller mit ihm vernetzten Menschen erreichen.

Meine Empfehlung ist, sich von diesem Anspruch zu verabschieden. Auch von der Sammelleidenschaft von Menschen im eigenen XING oder Facebook-Netzwerk rate ich meist sehr ab.

Es lohnt, sich hierzu grundsätzlich ein paar Gedanken zu machen: Zum ersten, wieso möchte ich denn gern in diesen Netzwerken selbst überhaupt präsent sein? Dieser Frage liegt eine Grundprämisse des Netzwerkens zugrunde. Denn Netzwerken bedeutet (in meiner Definition), dass ich selbst etwas beitrage um daraufhin auch etwas zu erhalten. Und das in dieser Reihenfolge. Es geht für mich nicht ums wahllose Konsumieren von Kontakten, denn eine Kontaktzahl von über 1000 bedeutet nicht, dass der Mensch dahinter besonders wertvoll ist.

Warum sind wohl so viele Gruppen bei XING unbelebt trotz einer stattlichen Mitgliederzahl? Ich bin jetzt mal ganz frech und behaupte, weil die meisten sich einklinken und konsumieren wollen und keine Zeit sich nehmen wollen haben um selbst etwas zum Gelingen beizutragen. Dass das sehr ketzerisch klingt, ist mir wohlbewusst. Doch ich darf das auf meine ganz persönliche Erfahrung zurückführen.

Also, fragen Sie sich ernsthaft wieso sie einer (virtuellen) Gruppe, einem Netzwerk beitreten wollen. Wenn Ihnen dazu keine Antwort einfällt, die auch noch in ein paar Monaten Gültigkeit hat, dann wäre es möglicherweise eine gute Idee, sich den Beitritt zu sparen.

In virtuellen Netzen ist mein persönlicher Grundsatz, dass ich nur Kontakte von Menschen annehme, die ich in irgendeiner Form schon mal getroffen habe (auf Veranstaltungen etc.) oder ein gemeinsames Interesse besteht, das mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Austausch führen könnte.

Einmal im Quartal gehe ich auch durch meine bestehende Liste hindurch und verabschiede mich von Kontakten. Das mag sich jetzt sehr hart anhören, doch machen Sie doch mal die Probe auf’s Exempel und klicken sich durch Ihre Liste durch. Wissen Sie tatsächlich auf Anhieb, wo und in welchem Zusammenhang Sie diese Personen kennengelernt oder kontaktiert haben? Besteht wirklich ein Bezug und der Wunsch diesen zu halten? Wenn Ihnen das absolut nicht mehr einfallen will, wieso wollen Sie diesen Kontakt dann halten?

Und zum zweiten: Wieviel Zeit möchten Sie denn gern mit und in diesem Netzwerk verbringen? Dafür ist es oft ganz gut, sich eine gewisse Testphase zu geben. Nicht umsonst gibt es bei den Wirtschaftsjunioren, Bund der Selbständigen und vielen anderen ein Gasthalbjahr. Dieses bietet die Möglichkeit sich das Netzwerk, die Beteiligten und das dort übliche Procedere anzusehen und aufgrund der persönlichen Erfahrung dann zu entscheiden, ob es zu einer Dauermitgliedschaft kommt.

Das gleiche können Sie auch für virtuelle Netzwerke umsetzen. Überlegen Sie sich einen Zeitpunkt an dem Sie Resümee ziehen wollen und darauf neu entscheiden zu bleiben oder zu gehen.

Ähnliches gilt für twitter. Wem das noch nichts sagt findet hier eine nette Erläuterung. Anfangs war auch ich sehr skeptisch. Doch ich dachte mir, komm schau’s dir einfach mal ‘ne Weile an. Erklären kann ich den Erfolg von Twitter auch heute noch nicht wirklich. Doch ich hab inzwischen schon Kontakte über Twitter knüpfen können, die ich sonst nicht kennengelernt habe. Das ist eines der mich sehr faszinierendsten Eigenschaften des Web2.0. Die Schnelligkeit der Kommunikation und des Austausches. Und wer mehr die Möglichkeiten im Auge hat, als die Probleme, wird auch davon profitieren können. Wer möchte kann mir gern hier folgen und mal ‘ne Weile mitlesen um zu einer dauerhaften Entscheidung zu gelangen.

Für mich ist twitter ein weiteres Netzwerk. Und daher gilt für mich auch die gleiche Prämisse: erst geben dann bekommen. Meine Tweets umfassen oft Links zu – wie ich finde – interessanten Seiten. Eines meiner natürlichen Bedürfnisse ist, das Wissen weiterzugeben was bei mir landet. Mit twitter gibt es damit eine wunderbare ad-hoc-Lösung für mich. Auf der anderen Seite kann ich auf Antworten zählen, wenn ich in einem Tweet eine Frage stelle oder um Hilfe bitte. Trotzdem ist die Anzahl derer, denen ich followe um einiges kleiner, als die Anzahl derer, die mir folgen. Denn auch hier frage ich mich nach dem gewollten Bindungsgrad und der möglichen Zahl an Tweets die damit zusammenhängen.

Für die Entscheidung spielt auch wieder eine Rolle, welcher Zweck sich damit verbindet, Teil des Netzwerkes Twitter zu sein. Was ist Ihre Motivation? Dafür gibt es viele Antworten, angefangen von Reputation aufbauen bis hin zu witzige Kommentare lesen zu wollen. Es gibt keine richtige oder falsche Antwort. Sie sollten einfach nur wissen, warum Sie mitmachen. Genauso wie bei XING ist es sinnvoll regelmäßig die Follower denen man folgt zu checken und evtl. zu bereinigen.

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Damit bin ich auch schon fast am Ende angelangt. Danke für’s Durchhalten an dieser Stelle :-) Zum Abschluss eine Sache, die mir sehr am Herzen liegt, widerspricht nun allem oben stehenden:

Nehmen Sie sich regelmäßig Zeiten in denen Sie nur den Kontakt zu sich selbst pflegen. Planen Sie diese Zeiten wie Geschäftstermine ganz bewusst in Ihrem Kalender ein. Stellen Sie Handy, Telefon und Computer ab. Pflegen Sie Stille und Nichtstun.

Wir brauchen diese Auszeiten um wiederum mit allen anderen Zeiten klar zu kommen. Auch mit den vielen Kontakten mit denen wir jonglieren. Gerade zum Ausgleich zu Kontakten nach außen, brauchen wir den Kontakt zu unserem Innersten. Pflegen Sie die Balance.

All Ihre Gedanken und Anregungen zum Thema interessieren mich sehr. Schreiben Sie doch mir doch einen Kommentar.

Bildquelle: Microsoft online (und ja ich weiß, dass Delphine keine Fische sind :-)

Jetzt geht’s langsam aber sicher in den Endspurt. Haben Sie schon alle Geschenke zusammen? Haben Sie auch an sich selbst gedacht? Wenn Sie gern lesen und/oder Bücher verschenken, habe ich ein paar Ideen für Sie zusammengetragen.

Die komplette Empfehlungsliste finden Sie hier. Und die heutige Ausgabe des Lesefutters ist eine kunterbunte Mischung aus Sachbüchern und Belletristik. Vielleicht ist ja die eine oder andere Anregung für Sie dabei.

Viel Spaß beim Stöbern!

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powerpoint.jpgErzählen statt aufzählen – Cliff Atkinson

Endlich kein Tod durch PowerPoint mehr. Wenn Sie des öfteren Präsentationen halten und sie nach neuen Ansätzen der Aufbereitung suchen, werden Sie von diesem Buch absolut begeistert sein. Es vereint die Technik der Drehbuchschreiberei (übrigens basierend auf Aristoteles Poetik!) mit der modernen Multimediawelt.

Erreichen Sie Ihre Ziele mit einer guten Story, in die Ihre Argumente eingebaut sind. Verdichten Sie diese zu einem Spannungsbogen, der Ihre ZuhörerInnen wirklich erreicht. Ein weiteres positives Merkmal an dieser Art der Präsentationsvorbereitung ist, dass sie keinesfalls auf PowerPoint beschränkt ist.Selbstverständlich bekommen Sie im 2. Teil des Buches viele praktische Hinweise zum Umsetzen im Programm (auch Tricks für Könner sind dabei), doch Sie sind darauf keineswegs festgelegt. Für jede Art von Rede/Vortrag u.ä. können Sie diese Vorbereitung nutzen. Mir hat sie schon vielerlei Dienste erwiesen.

Aufgrund des großen Interesses bei Vorträgen zu diesem Thema gibt es im Januar einen Workshop dazu. Alle Details finden Sie hier und dazu noch das Anmeldeformular.

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bas-kast.jpgWie der Bauch dem Kopf beim Denken hilft – Bas Kast

Der Kopf ist schon eine wunderbare Sache, doch er ist nicht immer der beste Ratgeber. Die Erfahrung werden Sie auch schon gemacht haben, dass Ihr Bauchgefühl ein wichtiger Gradmesser ist. Bas Kast geht diesem Phänomen auf der ganzen Welt nach und hat in seinem Buch eine Vielzahl von wissenschaftlichen Erkenntnissen zusammengetragen.

Es ist überaus verblüffend sich mit ihm auf diese Reise zu begeben. Sie können z.B. mit einem Bildertest eine Ahnung davon bekommen, ob Sie denn wirklich so leben, wie sie es im Inneren empfinden. Oder welche Möglichkeiten schon getestet werden um das nicht gelebte “Genie-Potential” in uns anzuzapfen. Mich hat das Buch sehr fasziniert und durch den flüssigen Schreibstil macht es richtig Spaß zu lesen.

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das-damliche-geschlecht.jpgDas dämliche Geschlecht – Barbara Bierach

Das Buch hat den Untertitel ‘Warum es kaum Frauen im Management gibt’. Als es auf den Markt kam, schlugen die Wellen hoch und die Diskussionen hatten vielfach einen äußerst entrüsteten Unterton. Die Autorin stellt in ihrem Buch die These auf, dass Frauen schon selbst schuld sind, wenn sie nicht Karriere machen, aufsteigen und Erfolg haben. Und schmecken kann einem diese Speise anfangs wahrlich nicht. Doch da sie selbst als Wirtschaftsjournalistin gewohnt ist, ordentlich zu recherchieren werden die provokanten Punkte mit vielerlei Zahlen und Material untermauert.

Für mich hat sich während des Lesens der Blick doch sehr gewandelt. Wenn man feststellt, dass Deutschland wohl innerhalb der EU im Bereich der Frauen in Führungspositionen ein Entwicklungslandniveau besitzt und man in diesem Buch die Gründe um die Ohren gehauen bekommt, lässt sich ehrlicherweise nicht mehr viel dagegen sagen. Dann heißt es sich an die eigene Nase fassen. Sich selbst um die eigene Altersversorgung kümmern, das Zickengehabe und den Konkurrenzneid auf andere Frauen ablegen, sich lernen endlich gegenseitig zu unterstützen und vieles mehr. Da ist noch viel zu tun.

Wenn auch Sie mal einen anderen Blickwinkel zu diesem Thema bekommen möchten, kann ich Ihnen dieses Buch sehr empfehlen. Sie können es ja auch, wie ich anfangs…, als völlige Skeptikerin beginnen zu lesen, mit dem inneren Ansinnen, dies als Schwachsinn zu entlarven und sich dann Seite für Seite vom Gegenteil überzeugen lassen.

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alle-wollen-was-von-mir.jpgAlle wollen was von mir – na und? – Jo Ann Larsen

Dieses Buch werden Sie als Frau lieben. Es hat den netten Untertitel ‘Ein Wegweiser durch den täglichen Wahnsinn im Leben einer Frau‘. Ich hab während des Lesens immer wieder laut lachen müssen und dachte nur, oh mein Gott, woher weiß diese Frau, was mir immer so alles passiert...

Dazu vielleicht ein kleiner Auszug aus den ersten Seiten, damit Sie eine Ahnung bekommen und sich vielleicht gleich ein kleines Stück wiederfinden:

Schließlich ist die Frau von heute gewöhnlich eine erschöpfte Frau. Vielen können sich mit jener überarbeiteten Frau identifizieren, die an einem Friedhof vorbeikommt und zu ihrem Erstaunen eine innere Stimme flüstern hört: “Na, das ist aber mal ein leichter Job – einfach so herumliegen.”

Die erschöpfte Frau kümmert sich um alle, nur nicht um sich selbst. Ist der Druck da, dann gibt sie alle Aktiviätten auf, die ihr “Selbst” gut halten könnten – Schlaf, Sport, vernünftige Mahlzeiten, ja sogar Entspannung.

In den verschiedenen Kapiteln des Buches werden typische, kulturell bestimmte Reaktionen und Verhaltensweisen von Frauen beschrieben, die zur Erschöpfung ihrer Energie und Ressourcen führen. Des weiteren geht es um die Wachstumsentwicklung, der Aufrechterhaltung und Wiederherstellung von Frauen und der Festigung des Selbst.

Um Ihnen die Zielrichtung des Buches mit einer Metapher daraus nochmal vor Augen zu führen:

Frauen von heute gleichen so oft dem Gärtner, der wässert und Unkraut jätet, aber vergißt, an der Rose zu riechen. Das Riechen der Rose passt so schwer in unseren Zeitplan.

Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen.

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ps-ich-liebe-dich.jpgP.S. Ich liebe Dich – Cecelia Ahern

Von diesem Buch haben Sie vielleicht schon gehört und haben es vielleicht auch schon gelesen. Der Titel und die Berichte in den Medien verführen dazu, es unter Kitsch und leichte Romanlektüre abzuhaken. Doch das ist es keineswegs.

In dem Buch geht es um Holly die ihren geliebten Mann durch eine Krankheit verliert. Sie hat keine Ahnung wie es weitergehen soll und auch ihre Freunde haben es schwer zu ihr durchzudringen. Ein Packen Briefe, den ihre Mutter ihr eines Tages gibt, reißt sie aus ihrer Lethargie heraus. Gerry, ihr verstorbener Mann hat ihr Briefe hinterlassen. Kurze Briefe, einen für jeden Monat. Und in jedem Monat gibt es eine Aufgabe für sie.

Was diese Aufgaben sind und wie sie Holly nach und nach wieder ins Leben zurückführen ist eine wunderbare Geschichte, die Cecelia Ahern da erzählt. Sie schreibt über Freundschaft und was der Kern dessen ist, was Leben heißt. Es ist auch ein Buch über Trauer und die Zeit, in denen es keine Auswege zu geben scheint. All dies findet sich hier wieder. Lesen Sie es, Sie werden etwas finden, das Sie mitnehmen können.

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Fragen Komma Gute 2007 – Alexandra Graßler

fragen-komma-gute-2007.jpgWenn Ihnen die Beiträge aus meinem Blog gefallen und Sie sie gern in Buchform zum Nachlesen und/oder Verschenken haben möchten, dann habe ich gute Neuigkeiten für Sie. Ab sofort gibt es die neueste Ausgabe “Fragen Komma Gute – Ausgabe 2007.

Dort finden Sie alle Texte versammelt, die zum Nachdenken anregen sollen und Ihnen mit Hilfe von Fragen neue Wege aufzeigen können. Lassen Sie sich inspirieren und anregen. An dieser Stelle noch vielen Dank an Claudia für die Titelidee.

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Mein Weg zum Wohlfühlgewicht – Peter Faulstich

faulstich.jpgMenschen die mich kennen, wissen, dass ich nun gar nichts mit Kochen am Hut habe – hatte, genauer gesagt. Denn dieses Buch hat mich in die Küche gezerrt. Und das ist bei mir schon fast so etwas wie das 8. Weltwunder :-)

In diesem Jahr hatte ich die Möglichkeit den Autor, Peter Faulstich, persönlich kennenzulernen. Innerhalb einer Lehrküche hat er einige der Speisen aus dem Buch live vorgekocht, viel dazu erklärt und wir durften uns hinterher den Bauch vollschlagen. Es war einfach nur köstlich. Die Gerichte sind alle superlecker und tun dem Körper sehr gut. Das Prinzip der vegetarischen Vollwerternährung das dahinter steht, kann ich nur jedem empfehlen. Auch wenn man nicht abnehmen, sondern sich “nur” gesund ernähren möchte.

Doch das Buch kann noch viel mehr. Es baut auf der Kneipp’schen Lehre auf und befasst sich nicht nur mit dem Kochen an sich, sondern geht auch auf viele andere Aspekte ein, die mit dem Thema Essen und Übergewicht zu tun haben. Sie bekommen zahlreiche, praktisch anzuwendende Hilfen um sich dem Thema zu nähern.

Der Rezeptteil umfasst über 200 Rezepte von Brotaufstrichen, Salaten aller Art, verschiedenste Hauptgerichte, Suppen und was für Schleckermäulchen ist auch dabei. Die Gerichte sind so gestaltet, dass sie jederzeit noch etwas anderes für die nächsten Tage daraus machen können. Es gibt tolle Ideen für Berufstätige und – das ist vor allem für mich wichtig – die meisten Gerichte gehen superschnell. Dann bleibt mir nur noch Ihnen “Guten Appetit” zu wünschen!

… sind die Menschen.

Diese ernsten Töne haben einen ernsten Hintergrund. Mein Vater hatte letzten Freitag einen Schlaganfall. Und an diesem Tag stand auch alles auf der Kippe. Jeder Tag der vorübergeht, ist ein Tag mehr, an dem nun Hoffnung besteht und Heilung stattfinden kann.

Ich möchte Ihnen in diesen letzten Tagen vor Weihnachten ein paar Gedanken mit auf den Weg geben:

Sind Sie mit den Menschen in Ihrem Leben in Frieden?

Sind die Menschen in Ihrem Leben wirklich das Wesentliche? Nehmen Sie sich wirklich genug Zeit? Führen Sie wesentliche Gespräche?

Wenn Sie nur noch wenig Zeit auf Erden hätten, mit wem würden Sie diese Zeit verbringen wollen? Wissen diese Menschen das? Wann haben Sie ihnen das letzte Mal gesagt, was Sie empfinden?

In diesen, für mich und meine Familie, schweren Zeiten, gibt es trotz alledem die Freude über Menschen, die für uns da sind und an uns denken. Freunde können wie Sterne sein, die einem helfen, sich zu orientieren, ein Licht für den Weg anzünden und deren Leuchten nicht aufgibt. Auf diesem Weg vielen lieben Dank an alle, die uns gute Gedanken schicken. Und auch wenn es altmodisch erscheinen mag: Seid gesegnet.