Kränkung durch Stress kann krank machen

Stress macht krank
Wissen – photo credit: geralt via pixabay

Stress macht krank. Diese Schlagzeile lockt heute wohl niemandem mehr hinter dem Ofen vor. Doch wenn Kränkungen zum Stress dazu kommen, schaltet unser Körper nochmal eine Warnstufe höher. Was sich dabei abspielt und was Sie tun können um Ihre Gesundheit zu erhalten, soll uns in diesem Beitrag beschäftigen.

Neues in Sachen Stress

Dass zuviel Stress nix gesundes ist, wissen wir schon. Dass es zwei verschiedene Arten von Stress gibt, den guten und den schlechten wissen wir auch. Und doch gibt es doch immer wieder neue Aspekte zu diesem leidigen Thema, die einen zum Nachdenken bringen.

Das Erleben von sozialem Stress – wenn wir z.B. einen Chef/Kollegen/Kunden/Partner usw. als aggressiv gegenüber uns erleben, weil wir gerügt werden – dann stresst uns das nicht nur, sondern kränkt uns auch und das macht uns tatsächlich kränker.

Stress und Kränkung erleben – eine fatale Kombination

Eine Forschergruppe hat dies nun messbar herausgefunden. Erleben wir eine Situation wie oben geschildert, steigen zwei Moleküle (Zytokine) an, die Entzündungswerte in unserem Körper anzeigen. Dies ist eine frühe Immunreaktion unseres Organismus auf Stress. Unser Körper reagiert also ähnlich also ob ein feindlicher Erreger in uns zu bekämpfen ist.

Sobald sich ein Mensch sozialem Stress ausgesetzt fühlt, steigt die Anzahl dieser Moleküle an. Sie gelten als mitverantwortlich für Bluthochdruck, koronare Herzerkrankungen, Depression, verschiedene Krebsarten und mehr.
(Quelle Psychologie heute Ausgabe 12/2012)

Das ist doch schon erstaunlich oder? Jemand fährt uns an und wir fahren eine Immunreaktion hoch, als ob etwas in unseren Körper eingedrungen wäre. Manche Menschen scheinen dabei mehr die Fähigkeit zu besitzen, so ein Verhalten an sich abprallen zu lassen. Doch die Messwerte sprechen eine andere Sprache.

Wie kommt es dazu?

Stress entsteht meiner Erfahrung nach am häufigsten, weil wir uns unter Druck fühlen. Und wer sich unter Druck fühlt, reagiert natürlich nicht unbedingt gelassen in allen Situationen. Wir geben damit im Prinzip den Druck weiter. Manchmal mag sich das fast wie ein Dampfkessel anfühlen, der schon überhitzt und einfach Dampf ablassen muss. Ebenfalls ein Sprichwort das es in unserer Sprache gibt.

Erfahrbar wirkt sich das in einer lauteren Stimme aus, die an Härte zunimmt, gepresster wird (durch den inneren Druck), bei Frauen höher werden kann und insgesamt schneller gesprochen wird.

Wenn wir so etwas zu hören kriegen, zucken wir genauso zusammen, als wenn plötzlich laute und vollkommen unharmonische Musik losdudeln würde.

Unsere Selbstachtung wird durch eine Kränkung getroffen

Gekränkt zu werden bedeutet ein Ärgernis mit Traurigkeit verbunden, so eine Erklärung aus der Wikipedia. Und in der Tat, gekränkt werden macht uns traurig. Wir fühlen uns in unserer Selbstachtung getroffen. Und das macht es vielleicht ein wenig verständlicher, warum unser Körper darauf reagiert wie auf einen feindlichen Eindringling. Denn wir fühlen uns getroffen.

Leider ist es nun so, dass wir uns nicht alle Mitmenschen aussuchen können, mit denen wir unser Leben verbringen. Einen Chef, KollegInnen, Kunden, das sind alles Personen die sich nicht so ohne weiteres austauschen lassen.

Doch das bedeutet nicht, dass Sie nichts tun können. Mir geht es jetzt nicht darum, wie Sie schlagfertiger werden können (Ein Wort, dass ich nicht besonders mag, da es den „Schlag“ schon im Wort hat und das tut dem der „schlägert“ auch nicht wirklich gut.) Natürlich sollen Sie sich auch nicht alles gefallen lassen. Das ist jedoch nicht der Punkt auf den ich hinaus will.

Was machen Sie innerlich bei einer erfahrenen Kränkung?

Überlegen Sie doch mal, was Sie machen wenn Sie sich gekränkt fühlen: Ist es nicht so, dass wir uns sehr lange damit gedanklich beschäftigen? Dass wir das Geschehene wieder und wieder im Kopf hin und her wälzen und überlegen, wie wir hätten reagieren sollen?

Wissen Sie was das Fatale daran ist?

Der Mensch, der Sie gekränkt hat, ist schon längst seiner Wege gegangen und hat das ganze abgehakt. Denn er hat ja schließlich seinen Druck abgelassen. Doch in Ihnen bleibt durch das gedankliche damit beschäftigen der schlechtere Zustand erhalten. Sie denken weiter darüber nach, Ihr Körper bleibt im Verteidigungsmodus und hält die Entzündungswerte hoch.

Macht ja wohl überhaupt keinen Sinn. Und darüber hinaus können Sie noch nicht mal jemandem anderem die Schuld dafür geben, denn die Situation ist ja vorüber, nur Sie selbst bleiben damit verhaftet.

Mehr vom selben oder doch lieber was anderes?

Hier stehen wir nun an einem Scheideweg. Blöderweise sind wir oft auf Drama gepolt. Wir aalen uns in einer Fühlsucht, wie das in der Psychologie teilweise genannt wird.

Es ist tatsächlich schwieriger mit den gekränkten Gedanken aufzuhören als uns das bewusst ist. Wie eine kaputte Schallplatte springt die Nadel immer wieder auf Anfang und lässt uns das Erlebte wieder und wieder durchkauen. Vielleicht reden wir noch mit FreundInnen darüber, empören uns nochmal über das Widerfahrene.

Doch das macht uns krank und nicht gesund. Und vielleicht fällt Ihnen spätestens auch jetzt der gleiche Wortstamm von krank und gekränkt auf?

Was können Sie tun?

Machen Sie sich klar, dass Sie nicht jeder Kränkung ausweichen können. Und dem darauf folgenden Reflex unseres Körpers nicht entgehen. Doch es liegt an Ihnen, ob Sie gut für sich und Ihren Körper sorgen wollen. Wenn ja, dann machen Sie einen Haken an die Situation und tun sich etwas Gutes. Trinken Sie etwas Warmes, bewegen Sie sich ein paar Schritte, lenken Sie sich mit dem Ansehen von Interessantem im Internet ab.

Unterbrechen Sie Ihre eigenen Schleife, in die Sie sonst hineinrutschen. Wichtig ist, das möglichst bald zu machen. Denn sind Sie erst mal in der Loipe der Gedanken über die Kränkung unterwegs, wird es schwerer wieder herauszukommen.

Betrachten Sie solche Erlebnisse wie einen Schock und handeln Sie danach. Hüllen Sie sich in die sprichwörtliche goldene Wärmehülle ein, die Ihnen ein Sanitäter umlegen würde. Tun Sie sich selbst gut. Unterbrechen Sie den gekränkten Gedankenlauf. Warm halten, frische Luft, Sonne tanken, lachen, alles was Ihnen einfällt.

Nur als Beobachter zurückschauen

Und später, sehr viel später, können Sie sich die Situation noch einmal ansehen. Das Wort ansehen ist dabei ganz bewusst gewählt. Denn Achtung, gehen Sie nicht in die Situation hinein! Sondern seien Sie Beobachter, die Fliege an der Wand die von außen das ganze betrachtet.

Die Perspektive von außen ist das Wichtigste an dieser Rückschau. Denn nur so bleiben Sie in Ihrer Kraft, können sich das Geschehen ohne große Emotionen ansehen und dadurch viel besser erkennen, was tatsächlich passiert ist. Welches Verhalten Sie beim nächsten Mal für sich ändern wollen, damit es möglichweise nicht zu einer Kränkung für Sie kommt.

Seien Sie Detektiv und stellen Fragen. Betrachten Sie das Geschehen wie einen Film. Und jeder Film hat einen Anfang, einen Mittelteil und einen Schluss. Bei guten Filmen erkennen Sie bereits in den ersten Szenen den Charakter des ganzen Films.

Und genauso können Sie auch in Ihrer Rückschau vorgehen. Schauen Sie sich vor allem den Anfang an. Was da schief läuft ist bestimmend für den Rest. Und wenn Sie lernen an den Anfangssituationen etwas zu ändern, ändern Sie auch den Rest Ihres Films.

First things first

Doch denken Sie daran, das erste was zu tun ist, wenn Sie eine Kränkung erfahren haben, ist, tun Sie sich gut. Unterbrechen Sie Ihre Gedanken und seien Sie gut zu sich. Damit halten Sie sich ein gutes Stück gesund. Und je gesünder Sie sind umso besser fühlen Sie sich. Und das ist doch ein erstrebenswertes Ziel.

Wie erleben Sie sozialen Stress und gehen Sie mit Kränkungen um?

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7 Gründe die zu schlechter Laune führen können und wie sich mit einem simplen Check gegensteuern lässt!

Die Sache mit der Stimmung

Teddyumarmung macht gute LauneWieso man grad nicht so gut drauf ist, kann viele Gründe haben. Tausend Stunden Sonnenschein würde auch kein Mensch am Stück aushalten, von daher ist das auch völlig in Ordnung, wenn die Laune mal nicht so blitzblankfröhlich ist. Das Leben passiert in Wellen.

Mir geht es heute um den Zustand, der uns einfach nicht gut tut und den wir scheinbar nicht beenden können. Wir mosern vor uns hin, granteln in Gedanken mit der ganzen Welt und jeder der das Pech hat, in diesem Moment gerade in unserer Nähe zu sein kriegt auch sein Fett ab.

Bildquelle: Jens Bredehorn / pixelio.de

Was manchmal zu vollkommen sinnfreien und auf bayrisch gesagt „saublöden“ Streitereien führen kann. Die komplett unnütz sind und uns nun gar nicht gut tun.

Und er rollt und rollt und rollt….

Oder wenn wir allein mit uns sind und eigentlich dieses oder jenes erledigen müssten, Dinge abzuarbeiten hätten und uns nichts davon zu gelingen scheint. Alles scheint sich gegen uns verschworen zu haben und unsere Gedanken werden immer düsterer.

Was oft zu endlosen inneren Monologen führt in denen wir eine Bilanz über uns selbst ziehen, die ein vernichtendes Urteil fällt.

Und auch wenn uns das auch an irgendeinem inneren Fleckchen von uns selbst klar, ist, was für Gedankenmüll wir da gerade produzieren, fällt es uns sehr schwer damit aufzuhören. Gerade so, als wenn ein 5-Tonner mal ins Rollen kommt und nur schwer wieder zu stoppen ist.

Wer denkt da eigentlich? Mein Hirn oder mein Körper?

Wir sind oft in der Gefahr, jedem Gedanken von uns Glauben zu schenken. Wenn wir also in einer nicht so guten Stimmung sind und unsere Gedanken das dazu passende Hintergrundrauschen liefern, denken wir nicht darüber nach, ob das jetzt tatsächlich alles wirklich wahr ist, was da in unserem Kopfkino abläuft. Wir nehmen es einfach als gegeben hin.

Und doch trifft es viel öfter zu als wir annehmen, dass da nicht unserem Kopf etwas fehlt sondern unserem Körper!

Ja genau. Unser Körper ist oft für unsere miesen Gedanken verantwortlich. Und nichts davon, was in solchen Momenten durch unser Hirn geistert muss auch nur im Ansatz richtig sein. Klingt seltsam, ist aber so.

Check it out!

Und hier kommt nun ein Check ins Spiel der sich mit dem kurzen Satz

„Hab dich mal wieder krass lieb!“

gut merken lässt.

Aus den Anfangsbuchstaben ergibt sich das Akronym „hdmwklb“ das wir uns gleich näher ansehen.

Das Ziel ist es, in kürzester Zeit abzuchecken, ob wir vielleicht gerade mal wieder unserem Körperdenken auf den Leim gegangen sind und sich unsere Gedanken deswegen verselbständigt haben, mit der Tendenz ins Drama.

Denn wenn ja, dann lässt sich da tatsächlich schnell eine Änderung herbeiführen und vor allem lässt auch das schlechte Gefühl nach.

Also, dann kann’s ja losgehen mit „hab dich mal wieder krass lieb!“ – h d m w k l b

h = Hunger

Da man ja eher Frauen nachsagt, dass sie schlechte Laune kriegen, wenn sie Hunger haben, können das die weiblichen Leserinnen möglicherweise aus eigener Erfahrung bestätigen und die Herren der Schöpfung vielleicht deswegen, weil sie die Auswirkungen manchmal abkriegen 😉

Und es ist tatsächlich oft ein Auslöser, wenn man Hunger hat, dass die Stimmung in den Keller geht. Wie das nun genau mit dem Blutzucker und anderen Gegebenheiten im Körper zusammenhängt, lassen wir mal im Detail beiseite und schauen uns einfach die Auswirkungen an.

Wir arbeiten vor uns hin und nehmen uns vielleicht schon wenig bis keine Zeit zum Frühstücken, Mittagessen geht so nebenbei und auch oft erst viel zu spät. Wenn eben schon der Magen stundenlang vor sich hin knurrt und gefüttert werden will.

Eigentlich kein Wunder, dass da der Körper streikt und dann zu diesem Mittel der schlechten Laune greift.

Damit haben wir den ersten Check beim nächsten Stimmungstief:

Hab ich grad Hunger?

Wenn ja, dann essen Sie um Himmelswillen etwas! Und nicht erst in einer halben Stunde, weil sie jetzt etwas fertig machen müssen. Sie haben jetzt Hunger, also ran an eine Banane, Apfel, belegtes Brötchen oder was größeres.

Sie werden selbst erleben, dass zufriedener sind, wenn Sie Ihren Hunger gestillt haben.

d = Durst

In unserer Sprache haben wir viele Gegensatzwörter. Hungrig und satt. Kalt und warm usw. Es faszininiert mich immer wieder, dass es kein Gegenteilwort von Durst gibt. Wie sind wir, wenn wir genügend getrunken haben? Gibt es dafür eigentlich ein Wort in anderen Sprachen?

Interessante Fragen, doch es soll uns jetzt darum gehen, ob wir denn durstig sind. Wir bemerken unseren Durst oft nicht und trinken dadurch zu wenig. Unser Körper braucht aber genügend Wasser, damit es ihm gut geht.

Manche Menschen können auf die Frage, ob sie denn durstig sind, gar keine rechte Antwort geben. Da hilft dann die Zusatzfrage, wann denn das letzte Mal etwas getrunken wurde und wieviel es den ganzen Tag bis jetzt war. Wenn das schon länger als eine Stunde her ist, dann sollte der Griff recht schnell zum Wasserglas gehen.

Mit der Maßgabe mindestens 2 Liter am Tag zu trinken, konnte ich mich nie recht anfreunden. Auf alle Menschen bezogen finde ich das nicht besonders sinnvoll.

Mir hat die Empfehlung weitergeholfen das eigene Körpergewicht malzunehmen mit dem Faktor 0,03. So lässt sich bezogen auf den eigenen Körper eine passende Mindestmenge errechnen. Doch hier gilt natürlich, dass das jeder für sich ausprobieren muss und es eben nur eine Empfehlung sein kann.

Kommen wir zu unserer nächsten Checkfrage:

Hab ich grad Durst?

Falls ja, dann trinken Sie gleich was. Und achten Sie bewusst darauf, dass Sie stets etwas zum Trinken an Ihrem Arbeitsplatz haben. Vorzugsweise in der Tat Wasser und das auch noch am besten ohne Kohlensäure.

m = müde

Wissen Sie eigentlich, wie müde Sie wirklich sind? Wenn Sie regelmäßiger Kaffeetrinker sind, dann trau ich mich jetzt mal zu sagen, dass Sie es mit großer Wahrscheinlichkeit nicht wissen.

Unser Körper braucht den Tag über genügend Pausen um überhaupt leistungsfähig, kreativ und konzentriert zu sein. Die Mittagspause ist eine Zäsur in unserem Tag, die die Hälfte der Zeit markiert, die uns für unsere Arbeit zur Verfügung steht.

Nach dem Essen werden wir naturgemäß müder, weil der Körper mit verdauen und verarbeiten beschäftigt ist. Was machen wir nun? Häufig wird nach dem Essen ein Kaffee getrunken um sich aus diesem Müdigkeitstief zu erretten.

Das mag auch scheinbar helfen, doch Sie tun sich damit nichts Gutes. Wir brauchen diese Leistungspausen um uns zu erholen. Auch tagsüber. Ich weiß, dass nunmal kein Bett im Büro steht und das nicht so gut kommt, am Schreibtisch einzuschlafen.

Doch es ist möglich, sich kleine Auszeiten zu nehmen und nach dem Mittag nicht gleich wieder mit Vollgas weiterzumachen. Da zudem leistungsschwächere Zeiten auch Phasen sind, in denen wir um einiges mehr an Fehlern produzieren, lohnt es sich, in diesem Zeitfenster Aufgaben einzuplanen, die nicht ganz so anspruchsvoll sind.

Das sind Binsenweisheiten und doch liegt es immer an der Frage, ob diese denn auch im Leben angewendet werden.

Damit, Hand auf’s Herz:

Bin ich gerade müde?

Wenn ja, machen Sie eine Pause. Gönnen Sie sich zumindestens 10 Minuten Auszeit. Nehmen Sie ein wenig Rücksicht auf Ihre Kräfte. Ihr Körper und Ihre Konzentrationsfähigkeit werden es Ihnen danken.

Es gibt nichts produktiveres wie eine Pause, wenn Sie ausgelaugt und müde sind. Probieren Sie es aus. Das Durcharbeiten und Durchzwingen bringt nix und ist der beste Weg in den Dauerstress, der krank macht.

w = weh

Sie kennen das bestimmt alle, dass Ihre Laune nicht unbedingt die beste ist, wenn Sie Kopfweh haben. Schmerzen jeglicher Art sind Stimmungskiller par excellence. Und auch Konzentrationskiller. Denn der gefühlte Schmerz zieht uns viel von unserer Gedankenkraft ab.

Das gilt auch für nicht ganz so prominent spürbares Unwohlsein. Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich sind der Klassiker für viele von uns Schreibtischtätern. Wir hocken unbemerkt stundenlang in der gleichen Haltung an unserem PC. Strecken und recken uns viel zu wenig.

Tja, und in der schlechten Gewohnheit wohnt die schlechte Haltung, die irgendwann in einen mehr oder weniger leisen Schmerz münden kann.

Und so fragen wir in unserem Check:

Tut mir grad was weh?

Dafür machen Sie eine Bestandsaufnahme Ihres Körpers. Denken Sie sich mal von oben nach unten. Fangen Sie beim Kopf an, über den Nacken-Schulter-Arme-Bereich über den Brustkorb, Bauch, Becken, unteren Rücken, Oberschenkel, Knie, Waden und Füße bis in die Zehen. Und am besten gähnen Sie mal herzhaft und strecken sich dabei.

Damit Sie Ihren Körper wieder mal als den Ihren wahrnehmen. Und währenddessen spüren Sie nach, ob Ihnen gerade etwas weh tut und wenn ja, dann nehmen Sie sich ein paar Minuten um klar zu kriegen, was Sie dagegen machen können.

k = kalt

Naturgemäß frieren Frauen meist öfter und schneller als Männer. So kann es sein, dass dieser Checkpunkt eher für uns Mädels im roten Bereich landet. Wenn uns kalt ist, dann kann man nicht nur der Temperatur zusehen, wie sie in den Keller geht, unsere Laune saust gleich hinterher.

Gern genommen sind ja kalte Füße und Hände. Aber auch ein generelles Frösteln ist nicht zuträglich für unsere Stimmung.

Daher jetzt die die nächste Frage:

Ist mir grad kalt?

Und wenn ja, dann trinken Sie was Warmes. Schauen Sie, dass sie warme Füße kriegen. Warme Socken, ein Wärmflasche, alles was hilft ist gut. Ist das nicht wunderbar, wenn uns wieder warm wird? Und spüren Sie nicht auch gleichzeitig, wie Sie wieder besser drauf sind? Tja, unser Körper meldet sich schon immer mit der richtigen Botschaft.

l = Licht

Das Hilfswort „lieb“ aus unserem Satz „hab dich mal wieder krass lieb“ spendet uns gleich 2 Buchstaben. Den ersten und letzten.

Das l für Licht ist vor allem ein Punkt, der in der dunkleren Jahreszeit eine große Rolle spielt. Wir bekommen tatsächlich an vielen Tagen kein wirkliches Tageslicht ab. Wir verbringen soviel Zeit in geschlossenen Räumen, das uns das schon gar nicht mehr auffällt.

Wer von der jahreszeitbedingten Depression geplagt ist, kann davon ein Lied singen, dass in dieser Zeit die Stimmung ein zartes und gebäuteltes Pflänzchen sein kann.

Dabei ist auch bei geschlossener Wolkendecke das Licht draußen um ein vielfaches heller als es jede Tageslichtlampe auch nur sein könnte. Wir brauchen Licht, damit unser Körper Vitamin D produzieren kann und unsere Stimmung aufgehellt wird. Das ist unsere Sprache mal wieder Programm.

Die nächste Frage lautet deswegen:

hab ich genügend Licht abgekommen?

Wenn nicht, gehen Sie in Ihrer nächsten Pause ein wenig raus. Vor allem Mittags. Und wenn es nur 15 Minuten sind. Gehen Sie bewusst ins Licht und nehmen Sie das draußen als wohltuenden Gegensatz zum drinnen statt. Machen Sie das möglichst täglich.

Wir sind ein Teil der Natur und nicht ein Teil von Bauwerken. Wir brauchen diese Verbindung zum Licht und können sofort davon profitieren.

b = Bewegung

Daran anschließend kommt noch ein Punkt auf unserer Checkliste, der in unserem geschäftigen Alltag leider auch zu häufig untergeht. Wir bewegen uns einfach nicht genug. Unser Körper ist nicht zum Dauersitzen gedacht.

Rückenleiden sind inzwischen eine Epidemie und auch unsere Kinder schneiden in Bewegungstests (wie z.B. rückwärtslaufen) immer schlechter ab. Meist sagen wir, dass wir zu wenig Zeit haben, auch noch Sport zu treiben. Doch es geht gar nicht so sehr um ein schweißtreibendes Aktivsein.

Eher um regelmäßige und moderate Bewegung wie flottes Spazierengehen. Und dazu brauchen wir nicht viel vorbereiten. Das können wir ohne großen Aufwand in unserem Tag unterbringen. Zum Beispiel auch verbinden mit der Mittagspause und Lichttanken.

Düstere Gedanken können so wieder in Bewegung gebracht werden. Je öfter unser Körper in Bewegung sein darf um so besser wird auch unsere Laune werden. Die Freude an Bewegung, die Kindern noch ganz natürlich ist, sollten wir uns wieder erobern.

Damit kommen wir zur letzten Frage:

hab ich mich genügend bewegt?

Sollte das nicht der Fall sein, dann aber los. Und wenn es nur eine Runde zum Kopierer und zum weitest entferntesten Büro ist. Gehen Sie ein paar Schritte. Und wenn es möglich ist, machen Sie wirklich eine Bewegungspause und gehen wenig raus.

All diese altbekannten Tipps: Parken Sie weiter weg und gehen dafür ein paar Meter mehr. Steigen Sie eine Busstation früher aus und gehen das Stück.

Es gibt so viele Gelegenheiten in denen wir uns ein paar Minuten Bewegung holen können. Seien Sie aufmerksam dafür und registrieren Sie Bewegung als Investition in Ihre gute Laune.

Der Schnell-Check „hab dich mal wieder krass lieb!“

Gelesen scheint das eine Ewigkeitsgeschichte zu sein. Doch weit gefehlt. Machen Sie die Probe auf’s Exempel und fragen sich:

  • h – hab ich grad Hunger?
  • d – hab ich grad Durst?
  • m – bin ich grad müde?
  • w – tut mir grad was weh?
  • k – ist mir grad kalt?
  • l = hab ich genügend Licht abbekommen?
  • b = hab ich mich genügend bewegt?

Sie wissen sehr schnell welches Bedürfnis Ihnen da grad den Kelch der schlechten Laune zu trinken gegeben hat. Und damit können Sie auch aufhören sich in einem düsteren Gedankenmeer bewegen zu müssen.

Denn trifft einer der Punkte aus der Checkliste zu, hat Ihr Körper Ihnen damit eine Botschaft geschickt und Ihre Gedanken waren nur das bildliche Nudelholz, das Sie da drüber gebraten bekommen haben.

Der Auslöser für den Check ist Ihre schlechte Laune

Letztlich können Sie genau Ihre schlechte Laune, das vor sich hin granteln, dass Sie vielleicht grad haben, als Auslöser nehmen, um die Checkliste durchzuarbeiten. Das dauert keine 10 sec und Sie kriegen einen sehr großen Teil Ihres Gedankensalats wieder unter Kontrolle, da er gar nicht relevant ist. Sondern Ihr Körper hat da grad eine Meldung losgelassen.

Sorgen Sie gut für sich!

Und dann klappt das auch mit der guten Laune. Nehmen Sie sich den Moment und checken Sie die Wirklichkeit ab. Wir sind viel zu oft abwesend in unserem Leben und wissen gar nicht genau, was uns tatsächlich gerade fehlt. Ändern Sie das wieder und nehmen Sie regelmäßig mit sich selbst Kontakt auf. Ihre Laune wird es Ihnen danken.

In diesem Sinne „hab dich mal wieder krass lieb!“ Probieren Sie es aus und ich freu mich auf jede Ihrer Rückmeldungen dazu!

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Nein zu einem Ausbau des Kernkraftwerkes in Temelin!!

Dieser heutige Artikel ist verbunden mit der Bitte um Unterstützung. Das Thema hat nichts mit Wirtschaft, Personal oder persönlicher Entwicklung zu tun.

Diesmal geht es darum, NEIN zu sagen.

Nein zu einem Ausbau des Kernkraftwerkes in Temelin!

Hier ein paar Informationen dazu vom Umweltinstitut:

Bildquelle: Umweltinstitut

In Temelín sollen nach Wunsch der tschechischen Regierung neue Atomkraftwerke gebaut werden. Zwei neue Blöcke möchte der Betreiber CEZ errichten, direkt neben den zwei bereits bestehenden, die für ihre zahlreichen Störfälle bekannt sind und in Deutschland nicht genehmigungsfähig gewesen wären.

Derzeit haben alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland die Möglichkeit, gegen den Bau der beiden neu am Standort Temelín geplanten Atomkraftwerke im Rahmen der grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) Stellung zu beziehen. Es liegt ein Gutachten vor, das die Umweltverträglichkeitsstudie sowie sämtliche dazu bereits in 2010 eingegangenen Stellungnahmen bewertet. Gegen dieses „Gutachten zu den Unterlagen über die Umweltverträglichkeitsprüfung …“ können noch bis zum 5. Juni Einwendungen erhoben werden.

Dazu sollte man vielleicht wissen, dass Temelin gerade mal 60 km von der deutschen Grenze entfernt liegt. (Ich als Passauerin weiß, was das konkret heißt….) Was in Sachen Störfall bedeutet, dass Bayern direkt betroffen ist. Und gemeldete Störfälle gibt es in Temelin wahrhaft genug.

Wir alle können mithelfen und ich bitte Sie daher um Ihr Nein zum Kernkraftausbau in Temelin.

Hier können Sie sich weiter informieren und Ihre Einwendung per eMail versenden. Sie brauchen lediglich Ihre Daten eintragen und auf Absenden klicken.

Bitte teilen Sie diese Information und unterstützen diese Aktion. Vielen herzlichen Dank schon jetzt!!

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Ich bin so satt und die One Minute Meditation

Als ich heute heim kam, ging mir dieser Satz durch den Kopf „Ich bin so satt„. Und ich meinte damit nicht, dass ich zuviel auf dem Weihnachtsmarkt gegessen hätte. Nein, ich hab gemerkt, dass mein Kopf satt ist. Geht nix mehr rein. Will nix mehr. Brauche ’ne Pause.

Einfach mal sitzen, nichts tun, spüren, wie es meinem Körper grad geht. Mal hallo zu meinen Zehen sagen, meinen Ohren, meinen Schulterblättern, meiner Nasenspitze. Nichts von außen noch drauf kippen. Keine Musik, kein Fernsehen, kein Internet, kein Telefon, kein Handy. Die Augen schließen, spüren, wie mein Kopf einfach satt ist. An Eindrücken, an Gedanken, an neuen Ideen, an alten Gewohnheiten. Ich bin so satt und mag kein Blatt (kennt noch jemand die kleine Raupe Nimmersatt…?)

Sind Sie auch so satt? Vollgestopft mit Gedanken die alle Farben haben? Was zu diesem zutiefsten Bedürfnis führt, einfach seine Ruhe haben zu wollen? Einfach nichts zu müssen, nichts zu wollen, einfach nur sein? Und gleichzeitig ist da dieser Reflex, doch gleich wieder das nächste in Angriff zu nehmen, die Gedanken sind schon wieder am Weitergaloppieren und wir sitzen kaum, stehen wir auch schon wieder auf, weil uns noch was eingefallen ist.

Wenn wir uns überessen, wird uns schlecht. Das hat der Körper schlau eingerichtet. Doch was ist, wenn unser Kopf übersatt ist? Vollgestopft ist? Dann wird uns das in solchen Momenten kurz bewusst, doch wenn wir nicht aufmerksam dafür sind, stopfen wir gleich wieder das nächste Denkfragment in uns hinein.

Wie wär’s denn mit einer Kopfdiät? Sie müssen keineswegs allen Gedanken freien Raum geben, nur weil sie grad mal bei Ihnen im Kopf sind. Sie müssen auch keineswegs Lärmquellen aussitzen, wenn Sie sich entziehen können. Sie müssen ebenfalls keineswegs alles liegen und stehen lassen, weil grad mal jemand was von Ihnen will.

Denn ja, es steht Ihnen zu, für sich zu entscheiden, wann Sie satt sind und jetzt mal nix mehr wollen. Frei nach dem alten Kalauer, bei dem jemand eine leere Flasche Bier im Kühlschrank stehen hat, für den Fall, dass mal jemand vorbeikommt, der nix trinken mag….

Doch wie geht das mit so einer Kopfdiät? Beim Essen lässt mal halt mal Kalorien weg, isst weniger, was anderes, doch wie macht man das mit den Gedanken? Meditation soll da ja ganz hilfreich sein. Doch die Zeit hab ich nicht, mag jetzt mancher denken. Und außerdem kann ich diesen komischen Lotussitz nicht und überhaupt ist das ja nix für mich.

Hm, da hätte ich vielleicht eine Idee, die für Sie die Meditation vielleicht doch interessant macht. Darüber gestolpert bin ich bei facebook und an dieser Stelle herzlichen Dank an Doro Schäfer, die mich auf dieses Video gebracht hat.

Entgegen meiner sonstigen Länge der Postings, haben Sie es damit schon für diesmal geschafft. Auch eine Art von Diät 😉 und ich überlasse Sie für ein paar Minuten der genialen Idee der „One minute meditation Das Video ist zwar auf englisch, doch sehr leicht verständlich und die wunderbaren Zeichnungen sind einfach und hilfreich.

Möge Ihnen Ihr Sattsein ein Fingerzeig sein und Sie überlassen sich der Kraft der kurzen Zeit:

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