Vortrag: Web2.0 – Freie Software und Tools aus dem Internet

Ein Thema das mir persönlich sehr am Herzen liegt. Vor allem, wenn ich immer wieder erlebe, wie sehr die Möglichkeiten des Web2.0 die tägliche Arbeit erleichtern können. Und die Fülle an Tools ist inzwischen unglaublich. Daher auch dieser Vortrag, den wir bestimmt regelmäßig durch ein update immer wieder mit neuen spannenden Anwendungen anfüllen werden. Vielleicht sehen wir uns ja, ich freue mich schon auf Sie!

Web2.0 ist in aller Munde. Doch was hab ich als „normaler“ Internetnutzer davon?

Praxisnahe Möglichkeiten und Vorteile, die sich z. B. in kostenlosen kleinen Helfern wie Software und Online-Diensten zeigen, werden Sie bei diesem Exclusiv-Vortrag live im Internet erleben.

Nutzen Sie diese günstige Gelegenheit und Sie erhalten in 1 ½ Stunden jede Menge an nützlichen Informationen für einen Schnupperpreis von nur 10 €!

Und Sie bekommen alles, was Sie an dem Abend sehen, kostenfrei zum bequemen Nachsurfen in Ihre Mailbox geliefert.

Holen Sie sich Ihr persönliches Update und erleichtern sich Ihre tägliche Arbeit. Alle Detailinformationen finden Sie hier.

Wann:
Donnerstag 21. August

Wo:
Weisses Haus der Hacker Feinmechanik in Offenberg – Anfahrtsskizze

Anmeldung:
Information und Anmeldeformular

Investition:
10,00 € inkl. MWst.

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Der Schlüssel zum Erfolg

Reinhard Mohn.JPGWissen Sie wer Reinhard Mohn ist? Nein? Doch Sie kennen bestimmt den Bertelsmann Konzern. Und genau den hat er gegründet. Ein internationales Unternehmen, das in vielen Bereichen Vorreiter war. Und damit meine ich nicht die Produktpalette, Fertigungsverfahren oder ähnliche Attribute erfolgreicher Unternehmen.

  • Er hat bereits 1970 seine Mitarbeiter am Erfolg beteiligt.
  • Er hat das Prinzip Delegation und Verantwortungsübergabe konsequent gelebt.
  • Er hat 1977 eine Stiftung gegründet, die sich u.a. den Schwerpunkten Bildung, Wirtschaft und Gesundheit widmet.

Inzwischen ist er 86 Jahre alt und hat in seinem Leben viele Ehrungen erhalten. Auch für sein Lebenswerk hat er den deutschen Gründerpreis bekommen. Was mich dabei am meisten beeindruckt hat, war ein Satz seiner Dankesrede:

Der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg ist die Menschlichkeit.

Es lohnt sich, sich näher mit seinen Ansichten und Gedanken auseinanderzusetzen. Über die Stiftung und seine Vision. Er strebt an:

Reinhard Mohns Vision läuft auf eine »Bürgergesellschaft« nach angelsächsischem Vorbild hinaus, die unter der Prämisse »So wenig Staat wie möglich« steht. Ein solches Gesellschaftsmodell wird, davon ist Reinhard Mohn leidenschaftlich überzeugt, auch zukünftig Fortschritt, Menschlichkeit und soziale Gerechtigkeit gewährleisten.

Weniger Staat und mehr Bürgerengagement. Auch und vor allem Unternehmen sollten hier ihre Motive prüfen. Wenn der Schlüssel zum Erfolg tatsächlich in der Menschlichkeit liegt, wie ließe sich dieses Prinzip bereits im Kleinen jeden Tag im Unternehmen anwenden?

Was denken Sie darüber?

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Beyond Budgeting – Jenseits des starren Controllings

GasBudget.jpgIn vielen Unternehmen, ob nun groß oder klein, nimmt Controlling einen immer größeren Raum ein. Und leider treibt es manchmal schon fast irrwitzige Blüten. Controlling um seiner selbst willen, hat noch nirgends Sinn gemacht. Und nur damit ich Zahlen VORweisen kann, um BEweisen zu können, dass ich mich im Vergleich zu letztes Jahr verbessert habe, sagt auch nicht wirklich etwas aus.

Denn welche Vergleiche machen wirklich Sinn?

Ist es nicht so, dass eine Steigerung des Umsatzes von 7 % im Vergleich zum Vorjahr zwar augenscheinlich für das eigene Unternehmen gut ist. Wenn jedoch im gleichen Zeitraum die durchschnittliche Steigerung der Branche bei 12 % lag und mein wichtigster Wettbewerber 25 % erreicht hat, dann erscheint meine Leistung in einem ganz anderen Licht.

Lassen Sie uns in dem Zusammenhang einen Blick auf die jährlichen Budgetverhandlungen werfen und den daraus resultierenden fixierten Zielen. Nehmen wir einen Abteilungsleiter der in seinem MBO-Gespräch als Ziel eine Steigerung der Produktivität von 7 % mit seinem Vorgesetzten vereinbart. Daran geknüpft ist ein leistungsbezogenes Vergütungsmodell das ihm bei Erreichen des Ziels eine Prämie/einen Bonus verspricht.

Gut, wie wirkt sich das nun aus?

Der Abteilungsleiter wird höchstwahrscheinlich schon vorher durchkalkuliert haben, ob dieses Ziel einigermaßen erreichbar ist. Und er wird sich dabei hauptsächlich an den Zahlen der vorherigen Jahre orientieren.

Weiter gedacht:

  • Welchen Blickwinkel wird er durch diese Art der Zielvorgabe einnehmen?
  • Wird er sich am gesamten Unternehmen orientieren und in seiner Arbeit versuchen, für alle das beste herauszuholen?
  • Oder wird er sich tendenziell vorrangig damit beschäftigen, wie SEIN Ziel umgesetzt werden kann?

Und noch weiter gedacht: Wenn absehbar ist, dass er sein Ziel erreichen wird, wie wird es mit seiner Motivation aussehen, noch viel mehr daraus zu machen? Ich stelle hier mal die provokante These in den Raum, dass er sich kaum noch wirklich anstrengen wird, sein Ziel um ein vielfaches zu übertreffen, da es sich ja durch den gedeckelten Bonus sowieso nicht auszahlen wird.

Spätestens seit Mythos Motivation von Reinhard Sprenger ist das Thema Prämien und Co. durchleuchtet worden. Mit dem Ergebnis, dass die gängigen Anreizsysteme gerade zur Manipulation einladen und persönliche Motivation damit begraben.

Was tun?

Eine Alternative bietet hierbei das Konzept des Beyond Budgetings. Es geht von völlig anderen Prämissen als das herkömmliche Controlling aus.

Dazu ein Zitat aus dem Buch Beyond Budgeting von Niels Pfläging:

Unternehmertum hat nicht die primäre Aufgabe, Profit zu maximieren, sondern menschliche Fähigkeiten fruchtbar zur Wirkung zu bringen. Erfolg wird dann nicht mehr in Geldeinheiten gemessen, sondern am individuellen und kollektiven sozialen Fortschritt.

Mir ist natürlich klar, dass ich mich damit weit aus dem Fenster lehne, denn es scheint im ersten Augenblick eine Utopie und Traumwelt zu sein. Daher einige praktische Möglichkeiten um diese Art der “Denke” umzusetzen.

Beyond Budgeting stellt z. B. statt fixierter Ziele relative Ziele auf. Dazu können Ranglisten verwendet werden, um externe und auch interne Leistungsvergleiche darzustellen. Wenn sich nun ein Unternehmen in der Rangliste im Markt am 7. Platz befindet, dann ließe sich als relatives Ziel das Erreichen des 5. Platz aufstellen.

Des weiteren können verdichtete Indikatoren, Benchmarks, Ist-Ist-Vergleiche dafür eingesetzt werden. Der Vorteil ist, dass diese relativen Ziele nicht unbedingt jedes Jahr überarbeitet werden müssen, sondern über einen längeren Zeitraum relevant bleiben.

Und damit ist es z.B. nicht mehr das Ziel einen bestimmten Prozentsatz mehr an Umsatz zu erreichen, sondern das Augenmerk darauf zu richten, im Vergleich zum Markt eine bessere Position zu erlangen. Dadurch rückt das gesamte Unternehmen in den Vordergrund und nicht mehr einzelne Personenziele. Gewinnbeteiligungen am Gesamtvolumen berechnet, richten den Fokus auf das WIR.

Außerdem bietet es den Mitarbeitern die Möglichkeit die Konsequenzen ihres Handels besser zu durchschauen und früher Anpassungen vorzunehmen.

Eine weiterer Aspekt dieser Sichtweise bezieht sich auf das vorhandene Wissen im Unternehmen. Wenn ich auf MEINE Ziele fixiert bin, da ja auch MEIN Einkommen davon abhängt, werde ich höchstwahrscheinlich Kollegen eher als Konkurrenten sehen und MEIN Wissen nicht in dem Maß teilen, wie es für das gesamte Unternehmen gut wäre.

Das Thema Beyond Budgeting kann in diesem Rahmen nur angerissen werden. Sie können sich über Literatur weiter dazu informieren:

Dann noch ein paar Unternehmen, die Beyond Budgeting einsetzen:

Aldi, Dell, dm-drogerie-Markt, Semco, Svenska Handelsbanken, Toyota

Was halten Sie von diesem Ansatz? Schreiben Sie mir Ihre Ansichten, ich bin schon gespannt darauf!

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Führung mit inneren Stabilität

Beim Lesen des Buches Führen aus der Mitte von Barbara und Michael Fromm bin ich gerade auf eine hochinteressante Sammlung von Führungsregeln gestoßen.

Interessant finde ich dabei vor allem zwei Sachen: Zum einen sind diese Führungsregeln ein paar tausend Jahre alt (sie stammen aus der vedischen Hochkultur Indiens) und zum anderen sind sie heute mehr denn je gültig.

Vielleicht wollen Sie ja mal einen Blick darauf werfen:

  • Des Königs höchste Verpflichtung besteht den Göttern gegenüber. Als nächstes und gleich wichtiges folgt die Wahrheit; Wahrheit ist die höchste Zuflucht. Die ganze Welt ruht auf der Wahrheit.
  • Das Verhalten eines Königs sollte ohne jeden Tadel sein. Selbstbeherrschung, Demut, Rechtschaffenheit und Aufrichtigkeit sind wichtig für seinen Erfolg. Er sollte seinen Leidenschaften unter vollkommener Kontrolle haben.
  • Seine erste Pflicht besteht gegenüber seinem Volk. Er sollte sich stets um das Volk kümmern, ohne selbstgefällige Gedanken. Seine eigenen Wünsche und Begehren muss er denen seines Volkes unterordnen. Er sollte sein Volk behüten, wie eine Mutter ihr Kind behütet.
  • Ein König muss sich mit Leuten von gleichem Charakter, deren Eigenschaften edel und vortrefflich sind, umgeben. Der einzige Unterschied zwischen ihm und seinen Amtsträgern ist der weiße Schirm, der sein höheres Amt anzeigt.
  • Achte auf den Zustand des Königreiches. Alte und schäbige Anlagen sind ein Zeichen von Vernachlässigung. Verbessere die Zustände, um ein gutes Ansehen zu gewinnen.
  • Nichts, nicht einmal die geringste Handlung, kann von einem einzelnen Menschen erbracht werden. Er braucht Unterstützung.
  • Hege keine Bosheit in deinem Herzen – absolut keine.
  • Dharma (rechtes Handeln) ist das Losungswort eines Königs. Nichts ist mächtiger! In dem Ausmaß, wie du Dharma vernachlässigst, wird der Zerfall einsetzen.

Erlauben Sie mir diese Regeln, die für Könige (die damals höchsten Führungskräfte) geschrieben wurden, nur ein klein wenig umzuformulieren.

Und wenn Sie sie jetzt noch einmal lesen, dann machen Sie doch mal ein Experiment und sprechen die Zeilen laut aus. Halten Sie nach jedem Punkt kurz inne und spüren nach, was es in Ihnen auslöst:

  • Meine höchste Verpflichtung besteht in der Wahrheit; Wahrheit ist die höchste Zuflucht. Die ganze Welt ruht auf der Wahrheit.
  • Mein Verhalten sollte ohne jeden Tadel sein. Selbstbeherrschung, Demut, Rechtschaffenheit und Aufrichtigkeit sind wichtig für meinen Erfolg. Ich sollte meine Leidenschaften unter vollkommener Kontrolle haben.
  • Meine erste Pflicht besteht gegenüber meinen Mitarbeitern. Ich sollte mich stets um meine Mitarbeiter kümmern, ohne selbstgefällige Gedanken. Ich sollte meine Mitarbeiter behüten, wie eine Mutter ihr Kind behütet.
  • Ich muss mich mit Leuten von gleichem Charakter, deren Eigenschaften edel und vortrefflich sind, umgeben.
  • Ich achte auf den Zustand meines Unternehmens. Alte und schäbige Anlagen sind ein Zeichen von Vernachlässigung. Ich verbessere die Zustände, um ein gutes Ansehen zu gewinnen.
  • Nichts, nicht einmal die geringste Handlung, kann von einem einzelnen Menschen erbracht werden. Jeder braucht Unterstützung.
  • Ich hege keine Bosheit in meinem Herzen – absolut keine.
  • Dharma (rechtes Handeln) ist mein Losungswort. Nichts ist mächtiger! In dem Ausmaß, wie ich Dharma vernachlässige, wird der Zerfall einsetzen.

Wenn wir es schaffen, jeden Tag nur ein wenig mehr nach diesen alten Lehren unsere Unternehmen und damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu führen, würde das nicht viel Gutes hervorbringen? Was denken Sie darüber?

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